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Auf dieser Seite finden Sie Neuigkeiten um das Thema Stadtfeuerwehr Oberharz am Brocken.

 

Volksstimme-Artikel vom 22.01.22

 

Fünf neue Wagen und ein Boot

2021 war trotz Corona ein erfolgreiches Jahr für die Feuerwehr der Stadt Oberharz am Brocken, bilanziert Stadtwehrleiter Dirk Rieche. Das liege vor allem daran, dass in neue Technik investiert wurde. 

Es ist aus Aluminium, 5,50 Meter lang und knapp 300kg schwer: Ein neues Mehrzweckboot komplettiert seit kurzem den Fuhrpark der Feuerwehr der Stadt Oberharz am Brocken. Es ist eine unter mehreren Neuanschaffungen, die 2021 auf den Weg gebracht wurden - und einer der Gründe dafür,  dass Stadtwehrleiter Rieche sagt: ,, Es war ein sehr erfolgreiches Jahr.''

Die Basis dafür bildet der Brandschutzbedarfsplan. dem der Stadtrat im April vergangenen Jahres verabschiedet hat. Das Papier wurde in einer Arbeitsgemeinschaft aus Verwaltung, Feuerwehr, Stadtrat und externen Planungsbüro erarbeitet. Rieche ist begeistert, wenn er an die Zusammenarbeit zurückdenkt. ,, Wenn alle an einem Strang ziehen, dann geht auch etwas",so der Stadtwehrleiter.

Für die Wehren war das ein Segen: ,,Dadurch haben wir Planungssicherheit für die kommenden Jahre", sagt Rieche. Damit konnte die Erneuerung der Feuerwehrtechnik vorangetrieben werden. ,, Wir konnten im vergangenen Jahr so vieles abarbeiten, das hätte ich mir nicht träumen lassen."

Los ging es kurz nach der Verabschiedung des Plans. Die Feuerwehr Benneckenstein erhielt Ende April ein neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz, das ein 28 Jahre altes Löschfahrzeug der Ortswehr ersetzte und mit Geld des Bundes finanziert wurde - unter der Maßgabe, dass es im Katastrophenfall bereitsteht  [ ].

Es folgte eine weitere Neuanschaffung, die bei der Feuerwehr Stiege angedockt wurde - ein Fahrzeug, das speziell für die Bekämpfung von Bränden in Wald und Flur ausgerüstet ist. Der Löschwagen, Baujahr 2002, der zuvor in Stiege stand, wurde nach Hasselfelde verlegt, wo dafür ein 48 Jahre altes Fahrzeug in Ruhestand geschickt wurde. Die Auslieferung verzögerte sich von Herbst auf kurz vor Weihnachten. 

Die Beschaffung dreier weiterer Mannschaftswagen zog sich ebenfalls wegen Lieferschwierigkeiten ins neue Jahr. In der vergangenen Woche [22.1.22] fuhr Rieche mit weiteren Kameraden ins Rheinland, um die Fahrzeuge abzuholen. Mitgebracht haben sie außerdem das Mehrzweckboot, das künftig auf den Talsperren im Harz zum Einsatz kommen soll. 

Das Gefährt soll helfen, Feuer nahe der Seeufer zu löschen. ,, Es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir unheimlich Schwierigkeiten haben, Brände im Bereich der Talsperren bekämpfen", erklärt Dirk Rieche. An steilen Hängen hätten die Feuerwehrleute keine Chance, ihre Technik zum Einsatzort zu bringen.

Mit dem Boot können sie künftig vom Wasser aus eingreifen. Der schwimmende Untersatz verfüge über eine Pumpe und einen Motor, so der Stadtwehrleiter. Zudem habe das Boot nur wenig Tiefgang und sei mit Rollen ausgestattet, so dass es auch im seichtem Wasser vorankomme.

Ausdrücklich sei es auch für den Hochwassereinsatz bestimmt. In der Oberharzstadt übernehmen die Feuerwehren zugleich die Aufgabe der Wasserwehr. Als schwimmendes Gefährt stand ihnen dafür bisher lediglich ein Schlauchboot zur Verfügung.

Zwei weitere Verträge seien für 2022 abgeschlossen worden, berichtet Rieche. Die Feuerwehr Elbingerode soll ein neues Fahrzeug erhalten, das ein vom Verschleiß gezeichnet Vorgängermodell aus dem Jahr 1993 ersetzten soll. Ein weiteres Ersatzfahrzeug ist für die Feuerwehr Benneckenstein vorgesehen. Wann die Wagen eintreffen, ist offen. ,, Man spricht von Ende 2022", so der Stadtwehrleiter. Wegen akuter Lieferprobleme sei dies jedoch fraglich.

Insgesamt seien die Oberharzer Feuerwehren technisch auf einem guten Stand. ,, Es fährt niemand mehr mit DDR-Technik", so Rieche. Man beginne nun, die Nachwendewagen zu ersetzen. 25 JAhre halte ein Feuerwehrfahrzeug im Schnitt, bei guter Pflege könne es ein paar Jahre länger genutzt werden. 

 

 

 

 

 

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