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Stadt Oberharz am Brocken

Stadt Oberharz am Brocken


Wie kam es zu dieser Gründung?


Im Jahr 2007 wurde klar, dass das Land Sachsen-Anhalt eine Gebietsreform anstrebt und diese auch die jetzigen Ortschaften der Stadt Oberharz betreffen würde. Die freiwillige Phase zum Zusammenschluss von Kommunen wurde bis zum 30. Juni 2009 begrenzt.

Für unsere Ortschaften kamen verschiedene Varianten von Zusammenschlüssen ins Gespräch. Der Bürgerwille entschied sich letztendlich für die Bildung einer Einheitsgemeinde mit den meisten Orten der VG Brocken- Hochharz und der Stadt Elbingerode (Harz) mit dem Vorteil, dass sich benachbarte Gemeinden einer Region zusammenschließen und gemeinsam ihre Interessen vertreten können.

 

Zwischen den Partnern wurde der Gebietsänderungsvertrag ausgehandelt, mit der Kommunalaufsicht abgestimmt, abgeschlossen und durch das Innenministerium genehmigt.

 

Eckpunkte des Vertrages sind die Festlegung des Stadtnamens „Oberharz am Brocken“, der Verwaltungssitz Elbingerode mit qualifizierten Bürgerbüros in Benneckenstein und Hasselfelde, die Einführung der Ortschaftsverfassung in den bisherigen Ortschaften und Gemeinden, die Neuwahl des Stadtrates, die Festschreibung der bisherigen Gemeindesatzungen bis Ende 2013, die Beibehaltung der Steuerhebesätze aus dem Haushaltsjahr 2009 für 10 Jahre, die Sicherung von kommunalen Einrichtungen sowie die Fortsetzung von begonnen Investitionen.

 

Ablauf der Gründung der Stadt Oberharz am Brocken

 

Mitte 2007 Beginn der Verhandlungen der VG Brocken-Hochharz und der Einheitsgemeinde Stadt Elbingerode (Harz) über eine mögliche Fusion

 

  • 02.03.2008 Bürgerentscheid in Altenbrak und Treseburg in Richtung Thale
  • 16.03.2008 Bürgerentscheid in Schierke in Richtung Wernigerode
  • 12.10.2008 Anhörung in der Stadt Elbingerode (Harz) in Richtung „Oberharz“
  • 18.01.2009 Anhörung in den Gemeinden der VG Brocken-Hochharz in Richtung „Oberharz“
  • 01.02.2009 Anhörung in Allrode in Richtung „Oberharz“
  • 21.04.2009 Gerichtsentscheid über die Verfassungsbeschwerde gegen die Gebietsreform
  • 25.06.2009 Vertragsunterzeichnung auf der Rappbodetalsperre
  • 30.06.2009 Ende der freiwilligen Phase zur Gebietsreform
  • 27.07.2009 Genehmigung des Gebietsänderungsvertrages durch das MI LSA
  • 01.01.2010 Inkrafttreten des Gebietsänderungsvertrages und Geburt der Stadt Oberharz an Brocken mit ca. 28.000 ha Fläche und 13.437 Einwohnern

Markt 1 - 2
38875 Oberharz am Brocken OT Elbingerode (Harz)

Telefon (039454) 450
Telefax (039454) 45229

E-Mail E-Mail:
Homepage: veranstaltungen.oberharzstadt.de
Homepage: www.oberharzstadt.de

Öffnungszeiten:
in Elbingerode (Harz):
Montag bis Freitag:  09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag: 14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch:  Keine Sprechzeiten

in Hasselfelde:
Montag bis Freitag:  09:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch:  Keine Sprechzeiten

in Benneckenstein:
Montag bis Freitag:  09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag: 14:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch:  Keine Sprechzeiten


Aktuelle Meldungen

Außen ist die Stadtkirche komplett saniert - Ab diesem Jahr wird das Innenleben des ‍Elbinger‍öder Gotteshauses neu gestaltet

(25.08.2012)
Elbingerode Die Stadtkirche der Oberharzstadt ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Schon das Eigentum – der Turm gehört der Kommune, das Kirchenschiff der evangelischen Gemeinde – könnte andernorts für jede Menge Streit sorgen. Nicht so in ‍El‍‍bingerode, da ziehen politische und kirchliche Gemeinde an einem Strang.
Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass in den vergangenen Jahren stets eine Menge Fördergeld aus den unterschiedlichsten Töpfen in das Gotteshaus floss. „In diesem Jahr ist die Außensanierung beendet und wir wenden uns dem Innenleben der Kirche zu“, erklärte Architekt Mario Kowalsky beim Besuch der CDUPolitikerinnen Heike Brehmer (Bundestag) und Angela Gorr (Landtag). Fast eine Million Euro ist in den vergangenen Jahren in die Kirchensanierung gesteckt worden.
Mit weitaus weniger Geld, aber genausoviel Herzblut, baut die Jugend der Gemeinde eine benachbarte Scheune zum Treff um. Fördergeld gab es kaum, dafür um so mehr persönliches Engagement und die Hilfe von manch nettem Handwerker und Nachbarn. Auch dafür gab es viel Anerkennung der Politikerinnen.


Bild: Vom Fortgang der Sanierungsarbeiten in der Kirche und einem Nebengelass informierten sich CDU-Politikerinnen sowie Bürgermeister Frank Damsch und Mitglieder des Gemeindekirchenrates. Foto: Niemann

Von Jörg Niemann, Volksstimme Wernigerode, 24.08.2012

 

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Beratungsauto geht zu Bruch, ab Montag soll der „Harzjumper“ wirklich springen - Tour der Jugendpflege durch die Orte der Stadt Oberharz beginnt später – Stopps in ‍Hasselfelde werden nachg

(30.06.2012)

Hasselfelde Vergeblich suchen einige Jugendliche dieser Tage das bunte Fahrzeug der Jugendpflege in ‍Hasselfelde.   
Der Lastwagen mit Beratungsraum kommt auch am dritten Tag nicht zur angekündigten Zeit. Er kommt überhaupt nicht, der Grund: Der „Harzjumper“, was soviel heißt wie Harzspringer, ist kaputt.   
Just vor der Abfahrt fiel an dem umgebauten Laster die Bremsanlage aus. Statt von Ort zu Ort zu „springen“, steht das Fahrzeug auf der Reparatur-Rampe. „Wir hatten schon alles vorbereitet – und dann das!“, ist Evelyn Zinke, Stadtjugendpflegerin Oberharz, sichtlich genervt und auch traurig.   
Denn in ‍Hasselfelde sollte die Tour durch sieben Orte der Stadt Oberharz beginnen, um die Jugendarbeit zu verbessern. Dazu haben sich der Kreis-Kinder- und Jugendring und die Stadtjugendpflege mit Unterstützung der deutschlandweiten Fördervereinigung Aktion Mensch zusammengeschlossen. „Es geht darum, die Jugendarbeit auf neue Füße zu stellen - inhaltlich und räumlich“, so Zinke: „Wir möchten Angebote und Geld nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilen, sondern wollen so effektiv wie möglich das Beste für die Kinder und Jugendlichen herausholen, Qualität bieten.“   
Dazu gebe es eine Sozialraumanalyse, um den Sinn und die Wirtschaftlichkeit von Jugendräumen zu prüfen. Zinke: „Viele Orte haben einen tollen Jugendraum, aber wenn der nicht genutzt wird, stellt sich die Frage, ob er noch gebraucht wird.“ Und natürlich, so die Jugendpflegerin weiter, sollen die Kinder und Jugendlichen auch selbst befragt werden.   
Das Team im „Harzjumper“ will bei den Stopps gerade erfahren, was der Nachwuchs sich wünscht, was er kritisiert und wer die Freizeit im Heimatort mitgestalten will. Der Start ist missglückt, räumt Zinke ein. „Aber wir haben die Schule in ‍Hasselfelde informiert, und Montag geht es in die Sekundarschule Bodfeld.“   
Dort sollen dann auch ‍Has‍‍selfelder Schüler extra befragt werden, kündigt die Jugendpflegerin an. In der Folge werden die anderen Orte angesteuert (siehe Kasten). Dazu sind Nachhole-Stopps in den Ferien in ‍Hasselfelde geplant. Vor allem aber wird gehofft, dass der „Harzjumper“ nun wirklich fährt beziehungsweise springt.

Die weiteren Termine:

02.Juli 2012 /   9.00 – 13.00 Uhr Sek.Schule  „Bodfeld“

03.Juli 2012 / 15.00 – 18.00 Uhr JR Elend

04.Juli 2012 / 15.00 – 18.00 Uhr JR Tanne

05.Juli 2012 / 15.00 – 18.00 Uhr JR Sorge

06.Juli 2012 / 15.00 – 18.00 Uhr JR Trautenstein

09.Juli 2012 / 15.00 – 18.00 Uhr JR Stiege

10.Juli 2012 /   9.00 – 13.00 Uhr Grundschule Elbingerode


Bild: Jugendpflegerin Evelyn Zinke an der Tür des Lastwagens, der zum mobilen Jugendclubausgebaut wurde. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 29.06.2012

 

[Termine Harzjumper]

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Rat vollzieht Wechsel und bestätigt Bürgermeisterwahl - Glückwünsche für Hans-Herbert Schulteß und zwei Feuerwehrleute in Trautenstein

(09.06.2012)

Elbingerode (gbr/bfa) Einstimmig bestätigt hat der Stadtrat Oberharz die Wahl von Hans-Herbert Schulteß zum Ortsbürgermeister von Benneckenstein.   
Der Christdemokrat war unlängst auf Vorschlag aller Fraktionen im Ortsrat ohne Gegenkandidat klar wiedergewählt worden.    Schulteß bekleidet das Ehrenamt in seiner Heimatstadt bereits seit 2005 und will nun bis zur regulären Ortschefwahl 2014 weiter arbeiten. Er erhielt am Dienstag bei der Tagung des Stadtrates im Hotel „Zum Goldenen Adler“ Blumen und viele Glückwünsche.   
Dankesworte und gute Wünsche gab es im Stadtrat dann nochmals bei einer anderen Personalie – dem Wechsel in der Ortswehrleitung von Trautenstein.   
Gedankt wurde dabei dem bisherigen langjährigen Wehrleiter Rainer Wernicke. Als Nachfolger beriefen die Ratsmitglieder Löschmeister Kai Bleßmann zum Ehrenbeamten für sechs Jahre, ebenfalls einstimmig. Bleßmann war von den Kameraden gewählt worden. Rainer Wernicke wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg. Trautensteins stellvertretender Ortswehrleiter Harald Paul konnte noch nicht – wie bereits geplant – berufen werden. Wie im Rat informiert wurde, lägen einige Abschlüsse noch nicht vor. Die Berufung erfolge später.

Bild: Stadtratschef Rudolf Beutner (rechts) gratuliert Hans-Herbert Schulteß zur Wiederwahl als Ortsbürgermeister in Benneckenstein.

Volksstimme Wernigerode, 08.06.2012

 

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Biker verletzt sich schwer – Auto stößt an Triebwagen - Polizei registriert zwei Unfälle und misst bei Elbingerode die Geschwindigkeit von 866 Fahrern, zwölf sind zu schnell

(08.06.2012)

Elend/Hasselfelde/Elbingerode (bfa) Schwer verletzt worden ist am Dienstagnachmittag bei Elend ein Motorradfahrer.   
Der Biker aus Dänemark (62) kam auf der Straße Schierker-Stern-Elend in einer der Kurven von der Fahrbahn ab und knallte gegen einen Leitplankenträger. Er musste ins Klinikum Nordhausen geflogen werden, so die Polizei, der Zustand des Mannes sei kritisch. Niemand wurde dagegen zum Glück verletzt, als ein Triebwagen der Harzer Schmalspurbahnen am Dienstag gegen 18 Uhr mit einem Auto zusammenstieß. Der Unfall ereignete sich in Hasselfelde am unbeschrankten Bahnübergang Am Küsterberg. Unfallverursacher ist laut Polizei Halberstadt der hiesige Pkw-Fahrer. Der Sachschaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt   
Bei Elbingerode gab es gestern an der B 244/ am Abzweig Büchenberg/Trecktal eine Geschwindigkeitskontrolle. Von 6.20 bis 11.40 Uhr wurden 866 Fahrzeugführer gemessen, so die Polizei weiter. Zwölf waren schneller als die 80 km/h Richtung Wernigerode bzw. als die 60 km/h Richtung Elbingerode. „Schnellster“ war ein Autofahrer mit 90 km/h in der 60-er-Zone. Diesem und zwei weiteren Fahrern drohen laut Polizei nun ein Bußgeld und Punkte.

Bild: Zusammenstoß am Dienstag an der Bahnlinie in Hasselfelde, Verletzt wurde niemand. Foto: Polizei

Volksstimme Wernigerode, 07.06.2012

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Schiedspersonen vom Amtsgericht Wernigerode in ihrem Amt bestätigt und berufen

(07.06.2012)

Entsprechend der vergangenen Beschlussfassung im Stadtrat der Stadt Oberharz am Brocken wurden die Schiedspersonen am 15.05.2012 durch den Direktor des Amtsgerichtes Wernigerode in ihrem Amt bestätigt und berufen.

 

Die wiedergewählten Schiedspersonen der Schiedsstelle des Ortsteiles Elbingerode sind Frau Lysann Berthold und Herr Guido Döring. Neu in ihrem Amt ist Frau Gisela Kellermann für Elbingerode und für die Schiedsstelle des Ortsteiles Hasselfelde sind künftig Herr Dirk Adolf und Herr Harro Anlauf tätig.

 

Zur Aufgabe der Schiedsperson zählt, zwischen streitenden Parteien zu schlichten, einen Vergleich herbeizuführen und dadurch den Rechtsfrieden wieder herzustellen.

Bei strafrechtlichen Tatbeständen wie beispielsweise Beleidigung, Hausfriedensbruch oder Bedrohung muss ein Sühneverfahren vor der Schiedsperson durchgeführt werden, bevor eine Privatklage beim Amtsgericht erhoben werden kann. Aber auch bei vermögensrechtlichen Ansprüchen in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten ist das Schlichtungsverfahren vor der Schiedsperson vorgesehen.

 

Der Gedanke der Schlichtung steht dabei im Vordergrund. Oftmals können in einem klärenden Gespräch Zwistigkeiten schnell beseitigt werden. Den Tätigkeiten der Schiedsstelle der Stadt Oberharz am Brocken kam und kommt immer mehr Bedeutung zu.

 

Die Sitzungen der Schiedsstelle in Elbingerode für die Ortsteile Königshütte, Rübeland und Elbingerode finden jeweils am letzten Donnerstag im Monat in der Zeit von 17.30 – 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses II, Markt 1-2 statt.

In Hasselfelde tagen die Schiedspersonen im Verwaltungsgebäude, Raum 11, Nordhäuser Straße 3 jeweils am ersten Montag im Monat in der Zeit von 18.00 – 19.00 Uhr. Sie sind zuständig für die Ortsteile Benneckenstein, Elend, Hasselfelde, Trautenstein, Sorge, Stiege und Tanne.

 

Die Stadtverwaltung (Hauptamt Frau Albrecht Tel. 039454/ 45-214) nimmt allgemeine Anfragen zur Schiedsstelle entgegen und vermittelt auf Wunsch den Kontakt zu den entsprechenden Schiedspersonen.

 

 

Im Foto zu sehen von links nach rechts:

Herr Harro Anlauf, Frau Gisela Kellermann, Frau Lysann Berthold, Herr Dirk Adolf

nicht im Bild: Herr Guido Döring (beruflich verhindert)

Foto zu Meldung: Schiedspersonen vom Amtsgericht Wernigerode in ihrem Amt bestätigt und berufen

Ackerflächen für den Verkauf bestimmt

(03.06.2012)

Elbingerode (bfa) Grünes Licht gibt der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Oberharz für den Verkauf von landwirtschaftlichen Flächen. Sie sollen ortsteilbezogen über Internet und Tageszeitung ausgeschrieben werden. Es handelt sich um meist verpachtete, aber auch brachliegende Flächen in den Orten, die nun Geld einbringen sollen. Ein Beschluss des Stadtrates ist dazu nicht notwendig.

Volksstimme Wernigerode, 02.06.2012

Immer mehr Harzer stehen in Lohn und Brot / Quote ist im April erneut gesunken / Unterschiede zwischen Altkreisen weiter enorm

(04.05.2012)

Halberstadt (tj) Immer weniger Menschen im Landkreis Harz stehen ohne Arbeit da. Im April sank die Arbeitslosenquote um einen halben Prozentpunkt auf aktuell 10,4 Prozent. Die Unterschiede zwischen den ehemaligen Kreisstädten sind jedoch enorm. Waren 12,9 Prozent der Quedlinburger und 12,1 Prozent der Halberstädter ohne Arbeit, beträgt die Arbeitslosenquote in Wernigerode gerade einmal 7 Prozent.   
Freya Fuckert, Bereichsleiterin der Halberstädter Agentur für Arbeit, stellte gestern die Zahlen vor und resümierte: „Mit der Frühlingssonne ist die Zuversicht zurückgekehrt. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung im laufenden Jahr weiter fortsetzt.“
Die Schreckensnachrichten der Massenentlassungen bei Schlecker seien auch im Harz zu spüren gewesen. Freya Fuckert: „Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir den meisten dieser Frauen in der kommenden Zeit einen adäquaten Arbeitsplatz anbieten können.“
Zufrieden zeigte sich Fuckert damit, dass von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt alle Altersgruppen profitierten. „Die über 50-Jährigen erfreulicherweise besonders stark“, so Fuckert.

Volksstimme Wernigerode, 03.05.2012

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Rathaus wieder am Netz, Havarie ist behoben - Planfehler führte zu Kabelriss in ‍Elbingerode

(06.04.2012)

Elbingerode (bfa) ‍Elbingerodes Rathaus ist wieder am Netz. Seit gestern Morgen kann wieder übers Internet gearbeitet werden. Die Telefonleitungen wurden bereits Dienstagabend von der Telekom wieder hergestellt und sind voll funktionsfähig. Damit ist die Havarie der Kommunikationsverbindung erheblich früher als ursprünglich gedacht wieder behoben.   
Ein Kabelriss hatte die Internet- und Telefonleitungen am Mittwochvormittag unterbrochen. Die Ursache war zunächst unklar. „Das Kabel war nicht korrekt im Schachtschein ausge wiesen, es lag nicht so tief wie es eigentlich hätte liegen müssen“, informierte Jens Dierks, Polier der Baufirma vor Ort, auf Volksstimme-Nachfrage. Daraufhin sei der Informationsstrang vom Bagger erfasst worden und gerissen. „Eigentlich müssen solche Kabel etwa 70 bis 80 Zentimeter tief liegen, das hier aber lag nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche.“   
Verzögerungen am entstehenden Kreisel für ‍Elbingerode habe es dadurch nicht gegeben, so der Polier: „Wir haben an anderer Stelle weitergebaut.“ Im Rathaus wurde die Arbeit wieder voll aufgenommen.

Bild: Die Mitarbeiter im Rathaus Elbingerode, hier Technik-Koordinator Marcus Mende, sind wieder per Telefon und Internet erreichbar.

Volksstimme Wernigerode, 05.04.2012

 

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17 große Osterfeuer lodern am Samstag

(04.04.2012)

Stadt Oberharz (bfa) An 17 Stellen in fast allen Orten wird der Winter am Sonnabend, 7. April, mit einem öffentlichen Osterfeuer vertrieben. Meist verbunden mit einem Fest sowie Speis und Trank.
Vereine und Bürger tragen dazu zum Teil schon seit Monaten passendes Brennmaterial zusammen und bereiten das traditionelle Fest vor. Der Osterfeuerverein in ‍Has‍‍selfelde will in diesem Jahr einen rund 15 Meter hohen Holzstapel aufschichten. Wie das Ordnungsamt mitteilte, seien neben diesen 17 Feuern auch noch zahlreiche private Osterfeuer angemeldet worden, so dass die tatsächliche Zahl der Brennorte noch höher sein wird.

Volksstimme Wernigerode, 03.04.2012

Neues Amtsblatt ercheint heute

(02.04.2012)

Das neue Amtsblatt der Stadtverwaltung Oberharz am Brocken liegt vor. Es wird heute erstmals in den Rathäusern der Verwaltung in Elbingerode, Hasselfelde, ‍Benn‍‍eckenstein sowie auch in den Tourist-Informationen aller zehn Stadtteile bereitgelegt.
Wie üblich finden Sie es auch unter "Verwaltung/Amtsblatt Stadt" auf unserer Internetseite.

Stadt Oberharz am Brocken

Alte, aber frisch reparierte Drehleiter fällt beim Feuerlöschen gleich wieder aus / Technikproblem in Trautenstein / Blankenburg ersetzt ‍Elbingerode

(31.03.2012)

Elbingerode (bfa) Die Bekämpfung des Feuers am Dienstag in Trautenstein wurde zwar von den acht Wehren gemeistert, doch dabei hatten die Kameraden auch mit einer Havarie zu kämpfen.   

Wie erst jetzt bekannt wurde, fiel die Drehleiter der Feuerwehr ‍Elbingerode während des Einsatzes aus. Sie war um 4.30 Uhr angefordert worden und war ein wichtiges Gerät bei einem Großteil der Löscharbeiten. Bis etwa 6.30 Uhr. Dann, als die Nachlöscharbeiten begannen, fiel die Hydraulik aus. Die Feuerwehr Blankenburg wurde alarmiert und rückte umgehend mit ihrer Drehleiter an. ‍El‍‍bingerodes Leiter war nicht mehr einsatzfähig, wie Stadtwehrleiter Dirk Czekay gestern bestätigte.   

Wie außerdem zu erfahren war, ist die ‍Elbinger‍ö‍der Drehleiter, Typ DL 30 mit Korb, bereits an die 40 Jahre alt, gilt als überholt, aber noch brauchbar. „Sie ist gerade für 40•000 Euro repariert worden“, sagt ‍Elbinge‍‍rodes Ortswehrleiter Mario Kulp auf Volksstimme-Nachfrage. „In Trautenstein – das war der erste Einsatz nach dieser Reparatur.“ Es war offensichtlich kein Erfolg.   

Nun müsse geprüft werden, woran es lag, und ob die erneute Reparatur in Garantieleistung erfolgen kann, so Kulp weiter. Die Wehr habe gerade gehofft, mit der teuer reparierten Leiter nun erstmal über die Runden zu kommen, um sich auf den dringend nötigen Bau eines Feuerwehrhauses in ‍Elbingerode konzentrieren zu können. Doch die Rechnung ging nun nicht auf.   

Im Ordnungsamt der Stadt Oberharz ist das Problem bekannt. „Die Drehleiter ist veraltet“, so dessen Leiter Roland Krebs. Geld für eine neue sei aber bisher nicht in Sicht. Und was passiert wäre, wenn die Leiter mitten in der Hauptlöschzeit, vielleicht noch über den Flammen, stehengeblieben wäre, wollte oder konnte Krebs auch nicht beantworten.

Bild: Die Blankenburger Feuerleiter in Trautenstein im Einsatz. Sie musste angefordert werden, weil die der Elbingeröder plötzlich ausfiel.

Volksstimme Wernigerode, 30.03.2012

 

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Großbrand in ‍Trautenstein löst Löschwasserdebatte aus / Rappbode hat jetzt viel Wasser / Ordnungsamtschef mit Blick auf den Sommer: Ausbau der Entnahmestellen ist nötig

(30.03.2012)

Trautenstein (bfa) Die Frage der Löschwasserversorgung ist seit dem Feuer Dienstagfrüh in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit bei Bürgern und Behörden gerückt.   
„Zum Glück hatte die Rappbode gerade viel Wasser, aber was ist im Sommer, bei Niedrigwasser?“, fragen Feuerwehrleute und auch Anwohner wie Günter Karries. Der Grund: Hydranten sind für Trinkwasser, aber nicht für große Mengen Löschwasser ausgelegt. „Wenn die Pumpe 1200 bis 1500 Liter pro Sekunde zieht, ist der Hydrant überfordert“, so Stadtwehrleiter Dirk Czekay gestern auf Nachfrage. Probleme habe es am Dienstag nicht gegeben, aber: „Es sollten schon mehr offene Wasserfassungen wie Staustufen oder Feuerlöschteiche eingerichtet werden“, rät der Stadtwehrleiter.   
„Da sind wir auch dran“, sagt ‍Trautensteins Ortschef Reiner Wernicke auf Anfrage. Die Hydranten hätten am Dienstag gut funktioniert. Der eine, bei dem es Probleme gegeben habe, sei nicht für Wasser, sondern für die Belüftung gebaut worden.   
„Wir planen ohnehin bereits seit längerem die Einrichtung neuer Löschwasserentnahmestellen“, so Wernicke weiter. Eine an der Rappbode gebe es schon, weitere sollen am Dorfgemeinschaftshaus und an der Sägemühlenstraße (Ortsrand) entstehen.   
„Wir sind generell dabei, die Löschwasserversorgung zu verbessern, nicht nur in ‍Trauten‍‍stein, auch in Rübeland und anderswo“, sagt Roland Krebs, Ordnungsamtleiter der Stadt Oberharz. An Wasser habe es Dienstag nicht gemangelt, stellt Krebs klar: „Aber es ist deutlich geworden, dass wir die Löschwasserangebote nicht vergessen dürfen und deren Verbesserung mit Nachdruck fortsetzen müssen.“    Ermittler der Polizei suchen derweilen noch weiter nach der Brandursache. Ein Ergebnis gibt es noch nicht, hieß es gestern.

Bild: Die ersten Kameraden am Dienstagmorgen gegen 4.30 Uhr standen vor einer Feuerwand. Wasser war genug da. Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 29.03.2012

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DSL-Ausbau bis März 2013 ist zugesichert

(29.03.2012)

Berlin/Stadt Oberharz (bfa) Die Deutsche Telekom AG baut ihr Breitbandnetz im Harzkreis binnen der nächsten zwölf Monate weiter aus. Das hat Georg von Wagner, Pressesprecher bei der Telekom in Berlin, gegenüber Harzer Volksstimme zugesichert.
Er bestätigt die von der Stadt Oberharz nach längerem Hin und Her auf den Weg gebrachten Aktivitäten zur Versorgung auch der kleineren Stadtteile. Die Bürger in den Ortsteilen ‍Elend, Königshütte, Rübeland – mit dem Gemeindeteil Neuwerk – sowie auch Stiege und Trautenstein sollen danach ab März 2013 das längst zeitgemäße dsl-schnelle Internet nutzen können, so von Wagner weiter.   
Die Arbeiten zum Einrichten der Verbindung, hieß es in der Oberharzer Stadtverwaltung auf Nachfrage, sollen in diesen Wochen beginnen. Sie müssten es auch, um alle geplanten Anschlüsse dann in einem Jahr betriebsbereit zu haben, hieß es.

Volksstimme Wernigerode, 28.03.2012

Elbingeröder wollen Gemeinschaftsschule - Linke Politiker informieren über Landtagsthemen

(28.03.2012)

Wernigerode (tk) Dass die Themen aus dem Landtag auch Harzer Themen sind, darauf wollen Linke-Abgeordnete künftig regelmäßig vor der Presse hinweisen.   
Ob Ganztagsbetreuung in den Kindereinrichtungen, Finanzausgleichsgesetz oder der bevorstehende Generationenwechsel in den öffentlichen Verwaltungen, diese Landtagsthemen der Vorwoche beeinflussen unmittelbar die Menschen im Harzkreis, schätzte die Linke-Abgeordnete Evelyn Edler gestern ein. Ihre Fraktion werde in ihrem Entwurf des Finanzausgleichsgesetzes dafür werben, den bis 2006 gewährten „Tourismusaufschlag“ wieder einzuführen. Dadurch könnte eine Kommune wie die Oberharzstadt mit zusätzlichem Geld rechnen.   
Projekte wie eGouvernment in Sachsen-Anhalt und der demographische Wandel in den Verwaltungen soll eine Landtagskommission begleiten. Laut Edler, stünden von der Landesregierung bis zur Gemeindeverwaltung alle vor der Aufgabe, das Problem mit überalterten Mitarbeitern bei ei ner geringer werdenden Zahl an Schul- und Studienabsolventen zu lösen, die zudem von Nachbarländern wie Niedersachsen kräftig umworben würden. Unter eGouvernment versteht sie auch den digitalen Datenaustausch auf allen staatlichen Ebenen und die Möglichkeit, dass die Bürger viele Behördenangelegenheiten im Internet klären können.
Die Linke-Politikerin Monika Homann erwartet, dass Regierungspläne zur Umsetzung der Ganztagsbetreuung in den Kindereinrichtungen oder das Eröffnen von Gemeinschaftsschulen auch im Harz neue Herausforderungen bedeuten, weil dort wie im Land generell bereits heute qualifiziertes Personal fehle.   
Der Abgeordnete André Lüderitz informierte, dass die ‍Elbin‍‍geröder „Bodfeld“-Sekundarschule eine Gemeinschaftsschule plane. Lüderitz kündigte auch an, dass Linke-Aufsichtsratsmitglieder in den Harzer Kliniken nach dem Bremer Früchentod das wichtige Thema der Krankenhaushygiene ansprechen werden.

Volksstimme Wernigerode, 27.03.2012

Ein Acker am Turmhaus: Der halbe Kreisel soll schon im Sommer befahrbar sein / ‍Elbingerode bekommt nach 20 Jahren Diskussion nun die neue B 244, Kosten: drei Millionen Euro

(28.03.2012)

Elbingerode Eine Art Acker ist derzeit dort zu sehen, wo sich einst immer ein glatter Platz vor dem markantesten Fachwerkbau mit Turm in ‍Elbingerodes Innenstadt befand. Das Haus „Sonnenschein“ steht mittendrin.   
Bauleute haben die große Fläche von Beton und Asphalt befreit und sind nun dabei, Entsorgungskanäle für die Häuser ringsum neu zu verlegen, dem Mühlbach unter der Wasserstraße ein neues Rohr zu geben und den Bau des Verkehrskreisels vorzubereiten.   
„Damit beginnt jetzt Abschnitt II, der eigentliche Bau der neuen Verkehrsführung“, so Vizebauamtsleiter Oberharz, Michael Kubocz, gestern nicht ohne Stolz. Seit rund 20 Jahren schon sei immer wieder der Plan diskutiert worden, die Bundesstraßen 27 und 244 über die Rohrbachstraße neu zu verbinden und so den ‍Elbinge‍‍r‍ö‍der Markt für eine bessere Gestaltung vom Durchgangsverkehr freizubekommen. Nun werde das Wirklichkeit. Kubocz informierte gemeinsam mit Torsten Klopstock vom Ordnungsamt Oberharz über den Fortgang der Arbeiten und die Verkehrsregelungen dazu.   
„Die Umleitung am Markt mit der kurzen Baustraße Richtung Rübeland und die bestehende Ampelregelung haben sich bereits gut eingespielt“, schätzt Klopstock ein. Das sei dann auch schon alles an zu beachtenden Verkehrsänderungen für die nächsten Monate.    Bei den Bauleuten dagegen geht es nach Aussage von Kubocz Schlag auf Schlag. Bis Juni soll die Verlegung der Entsorgungskanäle geschafft sein. Dann werde erst einmal eine Hälfte des Kreisels mit Verbindung in die Wasserstraße und einem unterirdischen Zusammenfluss von Rohr- und Mühlbach gebaut. Ab etwa Juli entstehe die andere Kreiselhälfte in Richtung Steinweg. Ab etwa August erhalte der Rohrbach in der gleichnamigen Straße seine neue Röhre, werde der Straßenunterbau bis zum Anschluss an die Wernigeröder Straße (B244) hergerichtet. Der Straßenoberbau für die Rohrbachstraße schließe sich dann erst später ab 2013 an.   
Etwas mehr als drei Millionen Euro werden für Sanierung und Verlegung der beiden Bundesstraßen in ‍Elbingerode insgesamt investiert. Den Löwenanteil zahlt das Land, einen Teil die Stadt Oberharz. Offiziell ist die Rohrbachstraße sogar schon längst Bundesstraße.   
„Die Umbenennung oder Umwidmung ist schon erfolgt“, informierten Klopstock und Kubocz gestern. Mit dem Aufbau der neuen Schilder wolle man aber noch warten, bis die Straße fertig ist.

Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 27.03.2012

Stadt Oberharz regelt Verkehr für die Märkte

(27.03.2012)

Stadt Oberharz (bfa) Es gibt wieder regelmäßig Wochenmärkte in allen drei größten Stadtteilen der Kommune, informiert die Stadtverwaltung Oberharz und verweist auf neue Verkehrsregelungen. In Elbingerode startete das Markttreiben schon und findet künftig immer sonnabends von 8 bis 12 Uhr auf dem Parkplatz am Steinweg statt. Dieser steht dann nicht für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung. In ‍Benn‍‍eckenstein ist ab kommendem und dann jeden Donnerstag auf dem Max-Schmeling-Platz und in der Kinogasse Markt von 8 bis 12 Uhr. Ebenso in Hasselfelde immer donnerstags von 8 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz. Alle Anwohner der drei Marktplätze werden um Verständnis gebeten sowie darum, die jeweils neue Beschilderung zu beachten.

Volksstimme Wernigerode, 26.03.2012

Staatsanwalt sieht keine Beleidigungen, Stadtchef enttäuscht: „Falsches Signal“ - Anzeige wegen Beleidigung in der Bürgerfragestunde hat kein juristisches Nachspiel

(25.03.2012)

‍Elbingerode Der Streit um eine Kritik aus der Bürgerfragestunde im Stadtrat ist juristisch beendet.    Die Staatsanwaltschaft in Halberstadt lehnt ein Verfahren ab und wird keine Ermittlungen aufnehmen, so Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck gestern auf Volksstimme-Nachfrage.   
Grund für die gerichtliche Prüfung war eine Anzeige von Bürgermeister Frank Damsch nach der jüngsten Stadtratssitzung. Darin hatte Dietmar Wiekert in der Einwohnerfragestunde harsche Kritiken geäußert und personelle Konsequenzen gefordert. Sein Ton dabei wurde im Rat als anmaßend empfunden, Stadtchef Damsch sah eine Beleidigung und Verleumdung von Bediensteten und erstattete Anzeige (wir berichteten).   
Die Staatsanwaltschaft findet dafür jedoch „keine zureichenden tatsächlichen Straftatbestände“, wie Roggenbuck betonte, sondern sieht die Äußerungen Wiekerts durch den Artikel 5 im Grundgesetz (Meinungsfreiheit) gedeckt. Es sei der Sinn einer Einwohnerfragestunde, so der Oberstaatsanwalt, dass Bürger sich äußern können und sollen. Auch und gerade wenn dabei missliebige Fragen gestellt würden.   
Bürgermeister Frank Damsch als Anzeigensteller zeigte sich gestern enttäuscht über die Ablehnung eines Verfahrens. „Für mich war das Auftreten Pöbelei, und ich hätte mir schon ein Zeichen gewünscht, dass so etwas im Stadtrat nicht zulässig ist“, sagte Damsch gestern aus seinem Kurzurlaub auf Nachfrage. Wenn jeder sich derart äußern kann, erzeuge das Politikverdrossenheit bei Wählern, aber auch bei jenen, die Verantwortung übernommen haben, so der Stadtchef. Und weiter: „Ich halte die Entscheidung daher für das falsche Signal.“   

Dietmar Wiekert hat gegenüber dieser Zeitung bereits eingeräumt, dass sein Auftreten nicht in Ordnung gewesen sei, bleibt aber bei den gestellten Fragen. Damsch: „Wir müssen sehen, wie wir weiter arbeiten können. “

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 24.03.2012

Samtgemeinde gibt auf – Name Oberharz bleibt - Verfahren kosten rund 80 000 Euro

(22.03.2012)
Elbingerode Die Samtgemeinde Oberharz in Niedersachsen wird keine neuen rechtlichen Schrit te gegen den Namen Stadt Oberharz starten. Das leitende Gremium der Kommune um Clausthal-Zellerfeld hat sich mehrheitlich für ein Ende des Klageverfahrens ausgesprochen, wie aus Presseberichten hervorgeht. „Es ist vorbei, aussichtslos“, sagte demnach Samtgemeinderat Helmut Martin.   
Seit 2009 war in vier Prozessen vor dem Verwaltungs- und dem Oberverwaltungsgericht Magdeburg gegen die Stadt Oberharz am Brocken mit Sitz in ‍Elbingerode vorgegangen worden. Prozess um Prozess ging verloren. Zuletzt lehnte das Oberverwaltungsgericht eine Berufung ab (Volksstimme berichtete).   
Die Kosten für den erfolglosen Streit sollen sich nach Angaben der Samtgemeinde bis auf etwa 80 000 Euro summieren. Trotz dem wird die Niederlage auch mit gemischten Gefühlen gesehen. Der Vorsitzende des Samtgemeinderates, Thomas Gundermann (SPD), wird gar mit einem Ausspruch von Karl Marx zitiert: „Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein – wir sind der wahre Oberharz.“   
Für den amtierenden Stadtbürgermeister Oberharz, Roland Krebs (parteilos), ist der Verzicht auf neue Klagen in Clausthal-Zellerfeld „ein logischer Schritt“. Es gebe kaum noch Chancen auf Erfolg. „Für uns ist gut, dass wir jetzt einen Schlussstrich ziehen und uns wieder mehr den eigentlichen Aufgaben widmen können“, so Krebs. Die Stadt Oberharz arbeite mit vielen Harzer Kommunen zusammen, auch mit der Samtgemeinde Oberharz. „Da agieren wir nun völlig unbeschwert“, so Krebs.   
Für den Vorsitzenden des Stadtrates Oberharz, Rudolf Beutner (CDU), gab und gibt es in diesem Streit nach seinen Worten ohnehin weder Sieger noch Verlierer. Alle sollten gemeinsam die Region entwickeln. „Schade, dass soviel Zeit, Kraft und Geld unnötig aufgewendet wurde“, so Beutner weiter: „Ich bin froh, dass nun ein Schlussstrich gezogen wird. Es bleibt bei unseren früheren Zusagen, wir strecken jedem die Hand aus, der mit uns gemeinsam den Harz voranbringen will.“

Von Burkhard Falkner und Tom Koch, Volksstimme Wernigerode, 21.03.2012

Anzeige nach der Stadtratstagung – Staatsanwaltschaft prüft noch / Dietmar Wiekert sieht sein Auftreten in Hasselfelde auch kritisch, bleibt aber bei seinen Fragen für Rübeland

(21.03.2012)

Elbingerode/Rübeland (bfa) War es eine Verleumdung im Stadtrat Oberharz oder nicht? Diese Frage wird derzeit noch von der Staatsanwaltschaft Magdeburg, Zweigstelle Halberstadt, geprüft.   

Hintergrund sind Worte von Dietmar Wiekert aus Rübeland in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Stadtratstagung. Dabei hatte Wiekert harsche Kritik an der Arbeit des Bauamtes Oberharz in Rübeland geübt, eine Prüfung der Qualifikation des Bauamtsleiters und die fristlose Entlassung eines Mitarbeiters gefordert. Sein Auftreten war teilweise als anmaßend empfunden worden. Stadtchef Frank Damsch sah die Worte als Beleidigung und Verleumdung von Verwaltungsmitarbeitern an und erstattete deshalb am Tag darauf Anzeige gegen Wiekert (siehe Harzer Volksstimme, 8. März).   

Die Aussagen wie die Anzeige würden noch genau geprüft, verlautete gestern aus der Staatsanwaltschaft. Denächst werde entschieden, ob ein Ermittlungsverfahren gegen Dietmar Wiekert eröffnet – oder ob das Verfahren eingestellt wird. Dietmar Wiekert selbst sieht die Sache mehr oder weniger gelassen.  
„Ich habe einen Ballon losgelassen, das war vielleicht so nicht ganz richtig“, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Rübeland gestern auf Nachfrage, „aber ich habe niemanden beleidigt, ich habe nur Fragen an den Stadtrat gestellt.“ Die könnten nun in Ruhe bis zur nächsten Tagung beantwortet werden.   
Inzwischen habe es zwei Beratungen zu Rübeländer Themen gegeben, so Wiekert weiter, „und die waren durchaus konstruktiv“.

 

Bild: Dietmar Wiekert vor dem Stadtrat unlängst bei der Tagung in Hasselfelde. „Habe niemanden beleidigt, ich habe nur Fragen gestellt.“

 

Volksstimme Wernigerode, 20.03.2012

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Stadt Oberharz an fünf Firmen beteiligt

(20.03.2012)

Elbingerode (bfa) Die Stadt Oberharz ist an fünf Unternehmen beteiligt, wie der Rat jüngst zur Kenntnis nahm. Die Einheitsgemeinde hält zu jeweils 100 Prozent die Anteile der Wohnungsbaugesellschaft ‍Elbinge‍‍rode und am Eigenbetrieb für Tourismus und Tropfsteinhöhlen. Die Stadt ist mit 24,4 Prozent an der Arbeitsförderungsgesellschaft Harz beteiligt. Sie hält außerdem geringe Anteile an der Harzer Schmalspurbahnen GmbH sowie an der KOWISA, der Kommunalwirtschaft Sachsen-Anhalt GmbH & Co. Beteiligungs-KG. In dieser haben 215 Städte und Gemeinden Sachsen-Anhalts ihre Anteile an regionalen Versorgungsunternehmen gebündelt. Insgesamt übersteigt der Gewinnanteil aus diesen Beteiligungen den Ausgleich von Unternehmensverlusten.

Volksstimme Wernigerode, 19.03.2012

Volker Kastius in Ausschuss berufen

(18.03.2012)

Königsh‍ü‍tte (bfa) Der ehrenamtliche Bürgermeister von ‍Königsh‍ü‍tte, Volker Kastius (CDU), arbeitet ab sofort auch ehrenamtlich im Bau- und Ordnungsausschuss mit. Kastius ist von Hause aus Technologe für Hochbau und wurde als sachkundiger Einwohner in das Gremium berufen. Der Stadtrat gab grünes Licht. Stadtratsvorsitzender Rudolf Beutner (ebenfalls CDU) vereidigt den Neuzugang.

Volksstimme Wernigerode, 17.03.2012

Neues Amtsblatt liegt ab Montag bereit

(18.03.2012)

Das neue Amtsblatt der Stadtverwaltung ist fertig und wird am kommenden Montag, 19. März, für die Bürger bereitgelegt.
Es enthält die in jüngster Zeit beschlossenen Satzungen und Regelungen der Stadt (wir berichteten) im genauen Wortlaut sowie weitere Tipps und Informationen. Einwohner finden das Blatt in den Haupt- und Außenstellen der Stadtverwaltung Oberharz am Brocken sowie auch in den Tourist-Informationen.
Auf unseren Seiten können sie das Amtsblatt schon jetzt lesen oder herunterladen.

Stadt Oberharz am Brocken

Historisches Archiv wird künftig an drei Orten, aber einheitlich geführt / Umzug nur in Hasselfelde nötig / Neues Domizil an der Turnhalle

(18.03.2012)

Hasselfelde/Stadt Oberharz (bfa) Der Umgang mit den historischen Dokumenten der zehn Stadtteile ist an drei zentralen Standorten geregelt. Für Hasselfelde gibt es eine neue Lösung.   
Wie die Oberharzer Stadtverwaltung informierte, zieht das Archiv für Hasselfelde, Stiege und Trautenstein nun aus dem Zwischenlager im Haus des Gastes aus. Neues Domizil wird der Gebäudekomplex der Turnhalle an Hasselfeldes Hagenstraße. Dort wird Horst Gaevert tätig sein.   
Das historische Archiv für ‍Benneckenstein, Sorge und Tanne verbleibt im ‍Benneckensteiner Rathaus. Das Archiv für Elbingerode, Königshütte, Elend und Rü beland in Elbingerode im Haus in der Ernst-Grube-Straße. Dort wird es betreut von Knut Kamann, dem die Betreuung des historischen Archivs mit Horst Gaevert, Christian Resow (Tanne), Jürgen Kohlrausch (‍Benneckenstein) und Lothar Kallmeyer (Stiege) obliegt. Zugleich betreut Kamann auch das heutige Verwaltungsarchiv.

Bilder: v.l. Horst Gaevert, Hasselfelde. Knut Kamann, Elbingerode.

Volksstimme Wernigerode, 17.03.2012

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Neue Schilder an den Bundesstraßen leiten zu den gefragtesten Zielen / Erstmals geballte Hinweise auf Glanzlichter der Stadt Oberharz am Brocken von Westernstadt bis Grenzlandschaft

(17.03.2012)

Elbingerode (bfa) Große Schilder fallen derzeit Einwohnern wie Gästen an den Einfallstraßen zur Stadt Oberharz auf.   
Sowohl an der B 244 bei Elbingerode als auch bei Rübeland (B 27), bei Tanne und ‍Bennecken‍‍stein weisen sie seit kurzem auf die Stadt und ihre vielen Sehenswürdigkeiten hin. Vom Grenzmuseum Sorge über die Westernstadt bis zur Harzköhlerei. „Das Leitsystem, wie es jetzt aufgestellt ist, war vor etwa drei Jahren intensiv von vielen Partnern mit uns vorbereitet worden“, informierte Vize-Bauamtsleiter Michael Kubocz gestern auf Nachfrage.   
Ausgangspunkt seien die Gästeströme gewesen. Ziele, die am häufigsten angesteuert würden, sollten auch aufs Schild. Das sei nun realisiert worden, das Leitsystem sei zudem grenzübergreifend für den ganzen Harz, so dass es mitunter auch Hinweise auf besonders markante Ziele im jeweiligen Nachbarland gebe.   
„Die neuen Schilder sind sehr gut“, sagt Stadtbürgermeister Frank Damsch (SPD), dem sie wie vielen plötzlich am Straßenrand aufgefallen sind, wie er berichtete. „Es sind endlich die Dinge angezeigt, die wir zu bieten haben“, so der Stadtchef. Manches Sehenswerte, wie etwa das Grenzmuseum Sorge, seien in der Vergangenheit oft übersehen worden.

Bild: Eins der neuen Schilder rings um Stadt Oberharz Foto: Günther Breutel

Volksstimme Wernigerode, 16.03.2012

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Sieben Ostharzer erkämpfen Gelbes Trikot: Skilanglauf Erfolgreiche Bilanz der „Tour de Harz“ / NSV Wernigerode stellt vier Gesamtsieger

(16.03.2012)

Wernigerode Die 2010 in Anlehnung an die „Tour de Ski“ ins Leben gerufene Wettkampfserie erfreut sich im Harz einer immer größeren Beliebtheit. Insgesamt 275 Skilangläufer nahmen an der dritten Auflage der „Tour de Harz“ teil, die in fünf verschiedenen Rennen absolviert wurde. Vom Massenstart in der klassischen Technik über den Berganstiegslauf und Buntenbocker Nachtsprint bis hin zum Skiathlon und dem Einzelrennen in der freien Technik – sämtliche Konkurrenzen wurden wegen Schneemangel in den tiefer gelegenen Orten auf dem Sonnnenberg ausgerichtet. Als Organisator taten sich dabei der SC Buntenbock und der Hüttenröder Ski-Verein mit jeweils zwei Veranstaltungen hervor.   
Der SC Buntenbock war dabei nicht nur als Organisator an vorderster Stelle zu finden, auch sportlich trumpfte der Verein aus dem Westharz mit sieben Siegern und 17 weiteren Podiumsplatzierungen groß auf. Mit deutlichem Abstand rangiert der NSV Wernigerode als bester Verein des Harzkreises auf dem zweiten Rang. Neben den vier Siegern, Jannis Grimmecke (M 10), Nicole Gerlach (W 15), Juliane Schökel (W 17) und Christian Korzonnek (Junioren), platzierte die Trainingsgruppe von Dieter Gersten fünf weitere Aktive auf einem Medaillenrang.   
Der Skiverein Hasselfelde stellte mit Max Kermer den Sieger der Altersklasse M 11, Dario Riethmüller (M 9) und Max Kluge (M 13) wurden jeweils Dritter. Auf den Podiumsrängen platzierten sich auch Julia Busch (2. der W 15) und Kim-Sophia Hahne (3. der W 14) vom WSV ‍Benneckenstein, Max Wetterling vom WSV Elbingerode (2. der M 15) und Alexander Glanz vom Hüttenröder Ski-Verein (3. der M 14). Die Hüttenröder haderten zudem mit Verletzungspech, denn mit Lara-Michelle Klehr und Denise Hübenthal fielen zwei Spitzenläuferinnen über weite Strecken der Saison aus. Zwei weitere Siege aus Sicht des Harzkreises gelangen durch Mario Kurde (Harzer Ski Team) bei den Senioren und Felix Wetterling bei den Männern, der Elbingeröder startete allerdings für den SC Willingen.   
Sehr erfolgreich präsentierten sich auch die Ostharzer Biathleten, die seit dieser Saison für den Bundesstützpunkt WSV Clausthal-Zellerfeld starten. Vanessa Köllner (Wernigerode) und Danilo Riethmüller (Hasselfelde) erkämpften sich in der Altersklasse 13 jeweils das Gelbe Trikot.

Bild: Max Kermer triumphierte bei den Jungen der Altersklasse 11. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler, Volksstimme Wernigerode, 15.03.2012

 

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Frühjahrsputz beginnt - Bauhofleiter aber auch auf Schnee gefasst

(14.03.2012)

‍Hasselfelde (bfa) „Der Winter geht zu Ende. Wir haben begonnen, die Straßen zu kehren, sind aber auch darauf gefasst, dass nochmal Schnee fallen kann“, informiert Roland Lamm, Chef des Bauhofes der Stadt Oberharz. Seit kurzem in ‍Hasselfelde stationiert (wir berichteten), koordiniert Bauhofchef Lamm von dort die Einsätze der Mitarbeiter für die zehn Orte, gegebenenfalls abgestimmt mit dem Bauamt. „Für den Fall der Fälle steht aber unsere Räumund Streutechnik im Mühlental bereit“, so Lamm.

Bild: Die Bauhofmitarbeiter Lutz Müller und Heiko Ehrt bei der Reinigung der Straßen in Elbingerode.

Volksstimme Wernigerode, 13.03.2012

 

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Stadt will und muss verkaufen, was irgend geht - Wald und Flächen grundsätzlich im Angebot, Häuser werden noch gezählt

(14.03.2012)

Hasselfelde Die Stadt Oberharz wird ihre landwirtschaftlichen Nutzflächen verkaufen, sofern sie jemand kaufen will. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Tagung im Grundsatz beschlossen. Käufer gibt es noch nicht, dafür aber eine neue Debatte über zu verkaufende Flächen in den Orten – und auch gleich über die städtischen Immobilien.   
Bei Äckern, Wald und Wiesen sei ein Verkauf zu befürworten, sofern sich überhaupt Käufer finden lassen, so hieß es mehrfach im Rat. Die Stadt Oberharz verfügt nach aktuellen Angaben gegenüber Harzer Volksstimme über gut 500 Hektar Stadtwald in den zehn Orten. Den größten Wald hat mit rund 281 Hektar Benneckenstein, den kleinsten mit nur gut einem Hektar Sorge. Dazu kommen rund 200 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen, ebenfalls aufgeteilt auf alle zehn Stadtteile.   
Wenn es jetzt um diese Nutzflächen gehe, so Bauamtsleiter Dieter Bock vor dem Stadtrat, dann sollte bei Waldflächen von einem Verkauf eher abgesehen werden, weil der Holzpreis für die Stadt derzeit günstig sei. Andererseits müssten bei einer Konsolidierung auch die stadteigenen Immobilien, die es in jedem Ort gibt, für einen etwaigen Verkauf in Betracht gezogen werden.   
Eine Vermögensübersicht sei nun in Arbeit, informierte Stadtbürgermeister Frank Damsch, um erst einmal zu sehen, was die Stadt überhaupt hat und anbieten kann. „Es ist also noch nichts akut, im Falle eines Falles müssen wir sowieso im Stadtrat dazu befinden“, so Damsch. Eine erste un vollständige Häuserliste kursiert aber bereits. Sie sorgte im Stadtrat für Protest bei Helmut Hoppe, Ortschaftschef Stiege, Bürgerfraktion. Denn auch der Gemeindesaal Stieges steht mit auf dieser ersten Liste (siehe Kasten unten). „Es ist unser einziger Raum, in dem viele Veranstaltungen stattfinden“, gab Hoppe zu bedenken.   
Die Stadt Oberharz müsse alles nutzen, hieß es zur Begründung, um ihren Haushalt auszugleichen oder zumindest mit Einnahmen das Defizit zu verringern. Das sah die Mehrheit im Stadtrat ebenso und fasste den Grundsatzbeschluss für den Verkauf der landwirtschaftlichen und Waldflächen. „Grundsatzbeschluss“ heiße, wie erläutert wurde, dass jeder wirkliche Verkauf zuvor auf den Tisch des Stadtrates komme.   
Für die nun ins Visier genommenen Immobilien der Stadt Oberharz wurde noch nichts festgezurrt. Dafür sei, so Hauptamtsleiter Hans-Henning Friedrichs gestern, auch erst noch ein Grundsatzbeschluss nötig. Der werde wohl bald vorgelegt werden. Ob dann Käufer in Scharen kämen, sei allerdings ungewiss.

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 13.03.2012

Meldungen Stadt nimmt Kredit fürs Gerätehaus auf

(11.03.2012)

Elend (bfa) Bewilligt hat der Stadtrat die Aufnahme eines Kredites über 200000 Euro für das neue Feuerwehrgerätehaus in ‍Elend. Der Grund: Die Tiefbauarbeiten waren schwieriger und teurer als gedacht, wie erläutert wurde. Die Gesamtkosten für das gerade fertiggestellte Haus lägen bei einer Million Euro.

Volksstimme Wernigerode, 10.03.2012

Grünes Licht für Stadtgutachten

(10.03.2012)

Hasselfelde (bfa) Der Stadtrat hat eine gutachterliche Untersuchung der Verwaltungsstrukturen beschlossen. Ziel ist es, die Organisation effektiver zu gestalten und damit alle Sparmöglichkeiten auszunutzen, wie betont wurde. Der Stadtrat beauftragte bereits die Verwaltung, gemeinsam mit der Kommunalaufsicht eine beschränkte Ausschreibung dafür vorzubereiten. Das Gutachten wird vom Finanzministerium des Landes bezahlt. Kosten: 50 000 Euro.

Volksstimme Wernigerode, 09.03.2012

Dickes Lob für Karnevalisten

(09.03.2012)

Stiege/Tanne/Elbingrode (bfa)    Ein großes Lob hat Ratsmitglied Monika Badstübner (SPD, Vorsitzende des Sozialausschusses) am Diensttag im Stadtrat den emsigen Närrinnen und Narren für ihren Einsatz in den vergangenen Karnevalswochen gezollt. Der Fastnachtsumzug in Stiege, die Büttenabende des ‍Elbinger‍ö‍der Carnevalvereins „Grün-Weiß“ im Goethehaus und auch der traditionelle Skifasching in Tanne hätten das Leben in der Stadt für Einwohner und vor allem auch Gäste attraktiver gemacht. Dahinter stecke viel Arbeit, so Badstübner, dafür müsse all den vielen Akteuren in etlichen Ortsteilen Dank gesagt werden.

Volksstimme Wernigerode, 08.03.2012

Konzentration bleibt das Ziel

(09.03.2012)

Hasselfelde (bfa) Die Verlegung der Bauhofleitung aus dem Mühlental ins Dienstleistungszentrum Hasselfelde sei keine Abkehr von der einst beschlossenen Linie, langfristig die Verwaltung am Sitz der Stadt Oberharz in ‍Elbingerode zu konzentrieren. Das bekräftigte Stadtbürgermeister Frank Damsch in der Stadtratstagung am Dienstag in Hasselfelde. Es gehe lediglich um die Optimierung der Arbeit von Bauhofleitung und Bauamt, das nicht „schon“, sondern „noch“ in Hasselfelde ansässig ist. Diese Regelung sei derzeit effektiver und preiswerter. Im Zuge der Reduzierung des Personals werde die langfristig verkleinerte Stadtverwaltung in ‍Elbingerode konzentriert.

Volksstimme Wernigerode, 08.03.2012

Die Generalkritik bekommt Nachspiel mit Anzeige / Rübeländer fordert fristlose Entlassung im Rathaus – Verwaltung zeigt ihn wegen Verleumdung an

(09.03.2012)

Hasselfelde (bfa) Mucksmäuschenstill wurde es zur Einwohnerfragestunde der Ratssitzung am Dienstagabend im Hasselfelder Kursaal.   
Dietmar Wiekert, Chef der Bürgerinitiative Rübeland, eröffnete sie selbstbewusst und mit Bemerkungen der Art, dass er vieles zum wiederholten Male sagen müsse, damit endlich was passiere. Seine Kritiken alle zu erläutern, würde außerdem zu weit führen, deshalb lege er sie auch schriftlich vor.   
Danach gebe es Hinweise, dass Mitarbeiter der Kernverwaltung nicht genügend qualifiziert seien, was endlich zu prüfen sei. Wiekert fragte nach Umständen der Reparaturen der Amts- und der Philosophenbrücke und sprach von „Misswirtschaft im Bauamt“ durch angebliches Verschleppen von Projekten, Aussitzen von Entscheidungen, Nichteinforderung von Regressleistungen. Unterschiedliche Friedhofssatzungen würden gelten, was ein Betrug am Bürger sei.   
Wieckert: „Ich fordere daher: Prüfung, ob der Bauamtsleiter den Aufgaben gewachsen ist, fristlose Kündigung des zuständigen Mitarbeiters für Rübeland.“   
Er fragte auch, warum der seines Wissens nach 80 000 Euro pro Jahr teure und auf 25 Jahre angelegte Mietvertrag für das Dienstleistungszentrum in Hasselfelde noch nicht gekündigt sei, des wäre Geldvergeudung.   
Stadtratsvorsitzender Rudolf Beutner (CDU, ‍Elbingerode) bat daraufhin bei anhebendem Gemurmel im Saal um Ruhe. Er verwies darauf, dass die Kritiken das Thema der Tagung sprengen würden. Deshalb solle nicht diskutiert, sondern der Forderung Wiekerts entsprochen werden, dass der Stadtrat zur nächsten Tagung eine schriftliche Antwort vorlegt. Dem wurde, teilweise mit Kopfschütteln, gefolgt.   
Gestern nahm Ratsmitglied Volker Hedderich (Linke) gegenüber Harzer Volksstimme per Fax Stellung. Bei aller begrüßenswerten Kritik sei Dietmar Wie kert „anmaßend und verletzend“ aufgetreten, seine Kritik sei unfair. „Ich würde es begrüßen,“ so Hedderich, wenn Herr Wiekert zu einem konstruktiven Dialog zurückfinden würde. Auch ein klärendes Gespräch in der Stadtverwaltung wäre nötig. Im Rathaus ‍Elbingerode war gestern von Bürgermeister Frank Damsch zu erfahren, dass die Kritiken geprüft würden. Ebenso aber auch das Auftreten von Dietmar Wiekert. „Ich habe“, so Damsch, „wegen Verleumdung und Beleidigung Anzeige erstattet“.

Bild: Dietmar Wiekert bei seiner geballten und persönlichen Kritik. Foto: B.Falkner

Volksstimme Wernigerode, 08.03.2012

 

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Stadtrat beschließt nach heißer Debatte Konzept für wichtigsten Wirtschaftsfaktor/Tourismuskonzept ist Strategiepapier für Stadt Oberharz / Neue Feuerwehrchefs berufen

(09.03.2012)
Hasselfelde Bei acht Gegenstimmen und zwei Enthaltungen ist das Tourismuskonzept für die Stadt Oberharz am Dienstagabend gegen 22 Uhr beschlossen worden. Noch bis zuletzt hatten die Vertreter zweier Richtungen miteinander gestritten. Die eine, um Reiner Schomburg (CDU, Hasselfelde), Reinhard Rittweger (SPD, ‍Benneckenstein) und Hans-Herbert-Schulteß (CDU, ‍Benne‍‍ckenstein) plädierte für eine eher lockere Formulierung.   
Danach sollte das Konzept des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif, siehe Ausgabe 1. März) nicht beschlossen, sondern nur zur Kenntnis genommen werden. Um der Verwaltung nicht „freie Hand“ zu geben, wie betont wurde. Vor allem die „flexible Reduzierung“, sprich Schließung von Tourist-Informationen, etwa in ‍Benneckenstein, blieb ein unüberwindbarer Streitpunkt.   
Dem gegenüber warben vor allem Stadtbürgermeister Frank Damsch (SPD, Tanne), Tourismus-Ausschuss-Chef Heiko Kaschel (Freie Wählergemeinschaft Oberharz, Hasselfelde) und Carsten Brett (Freie Wählergemeinschaft Elend) um die unlängst im Wirtschaftsausschuss nach zähem Ringen gefundene Formulierung.   
Danach solle der Stadtrat die Studie als strategisches Handlungskonzept und Grundlage für die Arbeit beschließen - mit Extraverweis darauf, dass das Konzept kein Dogma ist. Auf diese Art würde die Stadt das vielfach anerkannte dwif-Konzept, das für die Erlangung von Fördergeld wichtig sei, wie betont wurde, akzeptieren. Zugleich werde genug Freiraum für die effektive Umsetzung der Studie von Stiege bis Elend gesichert. Dem folgte die Mehrheit.   
Damit ist das dwif-Konzept nun die Leitlinie für die Stadt Oberharz, um den Tourismus als „wichtigsten Wirtschaftsfaktor“ für die Stadt Oberharz am Brocken“, so Tourismusbetriebschefin Cathleen Hensel, zu bündeln, zu stärken, auszubauen. Dabei gäbe es keine „freie Hand“ fürs Rathaus, werde auch künftig nicht am Rat vorbei gehandelt, wie Frank Damsch verdeutlichte.   
Der Stadtrat berief im Weiteren den neu gewählten Ortswehrleiter von Elend, Florian Vaupel, sowie die zwei neuen stellvertretenden Ortswehrleiter von Stiege, Ralf Linke, und von Elbingerode, Hartmut Stein, zu Ehrenbeamten auf Zeit. Zuvor hatte Elbingerodes Wehrleiter Mario Kulp auf die äußerst dringende Notwendigkeit hingewiesen, in Elbingerode ein voll funktionsfähiges und vorschriftsmäßiges Feuerwehrgerätehaus zu bauen.   
Der Stadtrat beschloss in nichtöffentlicher Tagung, Flächen dafür am Ortsrand von Elbingerode Richtung Königshütte zu kaufen. Dort könnte dann in den nächsten Jahren ein Gerätehaus gebaut werden, wie formuliert wurde.


Bild: Stadtratsvorsitzender Rudolf Beutner vereidigt in Hasselfelde Florian Vaupel und Hartmut Stein (von rechts). Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 08.03.2012

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Stadt will mit Lampen Tausende Euro sparen - Oberharz testet weiter LED-Technik in ‍Tanne

(08.03.2012)

Tanne (bfa) Die Stadt Oberharz setzt bei ihren Straßenlampen weiter auf die Leuchtdiodentechnik (LED). In ‍Tanne soll der Test von sechs LED-Lampen fortgesetzt werden. Mit den neuartigen Lampen könnten die Energiekosten bis zu 80 Prozent gesenkt werden, erklärte Stadtrat Ralf Heyder (CDU). Er ist Elektrofachmann. Die LED-Lampen würden sich für die Stadt lohnen. Bei derzeitigen Kosten von gut 237200 Euro im Jahr könnten fast 190000 Euro eingespart werden, so Ralf Heyder.   

Unterdessen wurde eine Schulung zum Einsatz von LED-Straßenlampen verschoben. Grund sei nicht mangelndes Interesse gewesen, sondern der rasante Fortschritt, sagte der Stadtrat. Es gebe inzwischen schon wieder so viele Neuerungen. Bei dem Seminar solle aber nicht über veraltete Technik, sondern über die neueste Version gesprochen werden, so Heyder unter Berufung auf eine Fachfirma aus Lippstadt.

 

Zahlen zum Energieverbrauch für Straßenbeleuchtung
Stadt Oberharz: 1 025 400 kw/h pro Jahr,
nach Orten:   
Benneckenstein 153 800
Elbingerode 236 400
Elend 35 400
Hasselfelde 180 200 +Rotacker 13 700
Königshütte: 64 900
Rübeland 81 800 +Neuwerk 13 700 +Susenburg 33 600
Sorge 28 000
Stiege 71 000
Tanne 67 600
Trautenstein 45 300 

 

Volksstimme Wernigerode, 07.03.2012

Aus zwei mach zwölf – die Oberharzorte erhalten viel mehr Internetzugänge: Statt 263 sind inzwischen 1200 moderne Anschlüsse vorgesehen, Tendenz steigend

(08.03.2012)
Hasselfelde Mit Freude wurde am Wochenende vielfach die Meldung aufgenommen, dass die Landesregierung 460 700 Euro Fördergeld für schnelle Internetanschlüsse in den bisher in dieser Hinsicht etwas vergessenen Orten Elend, Stiege, Rübeland, Trautenstein und Königshütte bereitstellt (Sonnabendausgabe). Aber es gab auch ungläubiges Staunen.  
Der Grund dafür war die genannte Zahl von 263 Anschlüssen, die laut Mitteilung aus dem Ministerium für das Geld eingerichtet werden sollen. Die Zahl ist inzwischen überholt.    „Die 263 Anschlüsse bezogen sich noch auf eine Erhebung im Jahr 2009“, sagt der für den Internetausbau verantwortliche Reiner Mämecke im Bauamt der Stadt Oberharz: „Derzeit gehen wir von 1200 Anschlüssen aus.“ Es würden sicher noch mehr. Und wenn die Leitung stehe, gilt sowieso: Je mehr Nutzer, um so besser.   
Der nächste Schritt ins Internet sei für diese fünf Orte nun der Vertragsabschluss der Stadt Oberharz mit der Telekom, die dann die Anschlüsse einrichte.   
Von den Bauarbeiten werde dann nicht viel zu sehen sein, hieß es aus Fachkreisen, weil die meisten Kabel oder Kabelkanäle vorhanden sind. In Rübeland werden sowohl der Bereich Neuwerk als auch der Bereich Susenburg mit ans Netz genommen. Die Gesamtkosten liegen bei 529 400 Euro. Die Arbeiten sind offiziell bisher bis Ende 2012 vorgesehen. Hinter vorgehaltener Hand sagen Experten allerdings, dass es bis Mitte 2013 noch dauern könnte, bis die allerletzten Arbeiten geschafft seien. Näheres werde in jedem Falle die Internetfirma mitteilen, die im Zuge der Bauarbeiten auch über weitere Anschlussmöglichkeiten informiere.   
Generell wird in den fünf genannten Orten nun die Grundversorgung mit einer Datenübertragungsrate von zwei Megabits je Sekunde (2 Mbit/s) eingerichtet. In den übrigen Orten der Stadt Oberharz am Brocken – in Elbingerode, Hasselfelde, ‍Benneckenstein, Tanne und Sorge – seien diese zwei Millionen Dateneinheiten je Sekunde schon zu senden, so Mämecke, oft auch mehr.   
„Mit dem Abschluss der Aktion ist die Stadt Oberharz dann insgesamt am Netz“, so Reiner Mämecke. Stadtbürgermeister Frank Damsch (SPD) und Reiner Mämecke danken nicht nur Minister Hermann Onko Aeikens und seinem Team für die Unterstützung in dieser Sache, sondern auch Hans-Martin Schulze aus Wernigerode (Harzoptics) sowie Ulrich Marwan Heinz und Hünsche aus dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten in Halberstadt. Sie alle hätten sich dafür engagiert, dass die Stadt Oberharz ihre oft weißen Flecken in punkto Internetversorgung nun tilgen kann.


Minister Hermann Onko Aeikens geht ins Internet, umringt von Volker Kastius (links) und Frank Damsch. So gut wie hier in Elbingerode sollen bald alle Orte am Netz sein. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 07.03.2012

Foto zu Meldung: Aus zwei mach zwölf – die Oberharzorte erhalten viel mehr Internetzugänge: Statt 263 sind inzwischen 1200 moderne Anschlüsse vorgesehen, Tendenz steigend

Bauhofleitung in Hasselfelde konzentriert / Umzug des Chefs von ‍Elbingerode vollzogen / Stadt Oberharz setzt Neustrukturierung fort

(07.03.2012)

Hasselfelde (bfa) Die Führung des flächendeckend tätigen Bauhofs der Stadt Oberharz hat seit 1. März einen neuen Standort. Das Büro der Leitung ist nicht mehr im Mühlental zwischen ‍Elbinge‍‍rode und Rübeland zu finden, sondern im Dienstleistungszentrum Hasselfelde, Nordhäuser Straße.   
„Der Umzug ist Teil der Neustrukturierung unserer Verwaltung, es geht um die größere Nähe zum Bauamt, das ja schon in Hasselfelde ist, und zur Bauamtsleitung“, begründet Stadtbürgermeister Frank Damsch (SPD) die Neuerung auf Nachfrage.   

Dadurch könnten sich Bauhofchef Roland Lamm und Bauamtsleiter Dieter Bock nun schneller und effektiver abstimmen. Außer dem sei von diesem zentraler gelegenen Punkt als es das Mühlental war, der Einsatz der Bauhofleute in den umliegenden zehn Ortsteilen etwas leichter zu steuern, so der Stadtchef weiter.   
Für diesen Umzug habe sich das Dienstleistungszentrum in Hasselfelde als Standort angeboten, da das Gebäude ohnehin für etwa 18 Jahre per Vertrag von Stadt Oberharz zu nutzen und die Kommune an diesen Vertrag für das Dienstleistungszentrum auch gebunden sei. „Warum sollen wir für viel Geld, für sehr viel Geld, in ‍Elbinge‍‍rode oder im Mühlental neue Verwaltungsräume schaffen, wenn wir sie in Hasselfelde eh haben?“, argumentiert Damsch gegenüber Harzer Volksstimme. Er sieht den Umzug auch als Schritt auf dem Weg zu einer optimalen Verwal tung. „Ziel ist letztlich, drei Verwaltungsmitarbeiter und einen Bauhofmitarbeiter pro 1000 Einwohner zu haben“, so Damsch. Bei derzeit rund 12000 Einwohnern wären das 36 Leute für die Stadtverwaltung Oberharz, 12 Leute für den Bauhof für die zehn Orte. Damsch: „Die räumliche Zusammenlegung von Bauamt und Bauhofleitung ist ein Schritt dazu.“   
Umgezogen ist Bauamtsleiter Roland Lamm mit den beiden Sachbearbeiterinnen Annemarie Hase und Beate Gattermann. Die bisherige Telefonnummer für den Bauhofchef konnte „nicht mitgenommen werden“, hieß es. Erreichbar ist Roland Lamm über Telefon (03 94 54) 4 51 62 oder (03 94 59) 78 91 62.

Bild: Bauhofchef Roland Lamm: nicht mehr im Mühlental, sondern nun in Hasselfelde.

Volksstimme Wernigerode, 06.03.2012

 

Foto zu Meldung: Bauhofleitung in Hasselfelde konzentriert / Umzug des Chefs von ‍Elbingerode vollzogen / Stadt Oberharz setzt Neustrukturierung fort

Viel Geld für den Anschluss an die Welt - Förderbescheid für Oberharzstadt zum Internetausbau in sechs „weißen Flecken“ überreicht

(04.03.2012)
Elbingerode Die Stadt Oberharz am Brocken bekommt neue Anschlüsse an den Daten-Highway, die Daten-Autobahn. Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann Onko Aeikens überreichte dazu gestern Nachmittag einen Förderbescheid für insgesamt rund 460 700 Euro.   
Mit dem Geld soll der Ausbau des schnellen Internets in den Orten Elend, Stiege, Rübeland, Neuwerk, Trautenstein und Königshütte finanziert werden. Sie galten bisher als sogenannte weiße Flecke, was den modernen Anschluss ans Internet betrifft.   
„Der Breitbandausbau im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts ist für uns ein besonderer politischer Schwerpunkt“, sagte Aeikens gestern bei der Übergabe der Bescheide im Haus Bodfeld in ‍Elbingero‍‍de. Der Minister gratulierte noch nachträglich zum gewonnenen Streit um den Namen Stadt Oberharz und sagte, dass mit dem Geld vor allem auch das Gewerbe und der moderne Tourismus befördert werden sollen. So günstig wie jetzt, werde die Stadt nie wieder solch eine Förderung bekommen.   
Zur Übernahme des fetten Bescheides hatten sich gestern Nachmittag die Landtagsabgeordneten Angela Gorr (CDU), Ronald Brachmann (SPD) und Evelyn Edler (Linke) ebenso eingefunden wie einige Stadträte und Bürgermeister von den Orten, die Internetzugänge bekommen.   
Oberharz-Stadtbürgermeister Frank Damsch (SPD) dankte dem Minister wie der Regierung sowie allen Oberharz-Stadträten und Landespolitikern, die durch ihren Einsatz den Geldregen ermöglichten. Bis Jahresende sollen die Anschlüsse nun gebaut werden.   
Der finanzielle Rückenwind komme zur rechten Zeit, so Damsch weiter, um nun das neue Tourismuskonzept anzugehen, für das die moderne Kommunikation ebenso unerlässlich sei wie für die Gewerbetreibenden.   
„Und wie für unsere Kinder“, ergänzte Monika Badstübner und berichtete aus ihrer Bürgermeistersprechstunde in Rübeland/ Neuwerk. Dort hatten Familien geklagt, dass ihre Kinder in die Betriebe der Eltern oder zu Verwandten gehen müssten, um schulisch auf dem Laufenden zu bleiben. Das falle nun bald weg.


Bild: Der Erfolg hat viele Mütter und Väter: Minister Aeikens (mit Mappe) gestern in Elbingerode, umringt von Landtags- und Oberharzstadtpolitikern mit Stadtchef Frank Damsch. Foto: Burkhard Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 03.03.2012

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Tourismus: Zuwachs, aber auch leichte Rückgänge

(03.03.2012)

Hasselfelde (bfa) 261824   Übernachtungen wurden nach vorläufiger Statistik des Tourismusbetriebes für das Jahr 2011 erreicht. Das sind 4,4 Prozent mehr als 2010. Da übernachteten Urlauber 250305-mal in der Stadt ‍Oberharz am Brocken.

Ein durchwachsenes Bild zeigt sich beim Zuwachs von rund 11500 Übernachtungen 2011 gegenüber 2010.
Die Orte sind unterschiedlich beteiligt: Zuwächse gibt es laut Tourismusbetrieb in ‍Elbingerode, Tanne, Sorge, Elend, Trautenstein und Stiege. Leichte Rückgänge haben dagegen Beneckenstein, Königshütte und Hasselfelde (nach der Trennung vom einst eingemeindeten Trautenstein) zu verzeichnen. Ebenso Rübeland, wobei zum Rückgang dort ein Erfassungsproblem vermutet und noch geprüft wird.

Volksstimme Wernigerode, 02.03.2012

Schnelles Internet für Oberharz am Brocken

(03.03.2012)

Elend (dapd) Die Stadt Oberharz am Brocken (Landkreis Harz) bekommt Anschluss an das schnelle Datennetz.
Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) überbringt der Kommune heute einen Förderbescheid von rund 460700 Euro. Damit soll der Ausbau des schnellen Internets in den Ortsteilen ‍Elend, Stiege, Rübeland, Neuwerk, Trautenstein und Königshütte finanziert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 529400 Euro.

Volksstimme Wernigerode, 02.03.2012

Aussagen aus dem Tourismuskonzept

(03.03.2012)

Ausrichtung: Die Stadt Oberharz ist grundsätzlich richtig ausgerichtet, vornehmlich auf Wandern im Harz als Trend für die nächsten Jahre sowie viele flankierende Angebote.
Qualität: Sie muss flächendeckend verbessert werden, vor allem im Bereich des modernen Marketings, wofür eine Stelle umgehend geschaffen werden soll.
Struktur: Die Form des Eigenbetriebs ist zukunftswürdig, für den Umbau in ein Amt der Stadtverwaltung oder eine GmbH besteht kein Grund.
Status: Die Stadt Oberharz soll insgesamt den Status Erholungsort anstreben, auch wenn etliche Orte Luftkurort waren/sind; diesen Status zu erhalten, wäre sehr teuer, der Gast achte aber nicht vornehmlich auf den Status, sondern auf die Anbebote und den Service vor Ort.
Leuchttürme: Als solche werden neun Bereiche mit großer Ausstrahlung und Magnetwirkung genannt: die Schmalspurbahn in ‍Benn‍‍eckenstein, die Westernstadt bei Hasselfelde, die Tropfsteinhöhlen in Rübeland, der Schaubauernhof in Tanne, das Grenzmuseum Sorge, die Harzköhlerei Hasselfelde, die Besucherbergwerke bei Elbingerode, der Hexenstieg im Stadtgebiet und die Rappbodetalsperre bei Rübeland.

Volksstimme Wernigerode, 02.03.2012

Durchbruch nach drei Stunden – Neustart mit weniger Tourist-Infos, aber mehr Kraft / Wirtschaftsausschuss empfiehlt Studie Stadtrat zum Beschluss als Richtlinie

(03.03.2012)
Hasselfelde Nach drei Stunden stand es fest: Der Wirtschafts- und Tourismusausschuss nimmt das vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwif) erarbeitete Tourismuskonzept für die Stadt Oberharz an. Der Stadtrat möge es als strategische Richtlinie beschließen, um danach den Fremdenverkehr in allen zehn Orten zwischen Stiege und Elend aufs Modernste zu entwickeln.   
Zur längeren Debatte war es gekommen, weil etliche Ausschussmitglieder das hundertseitige Konzept als 1a-Grundlage für die Arbeit akzeptieren, wie Carsten Brett (Bürgerfraktion) deutlich machte, aber andererseits das Papier nicht als stringente Vorgabe festlegen wollen. Dazu gebe es zu viele offene Detailfragen, wie Dietmar Wiekert und Heiko Kaschel (beide Bürgerfraktion) deutlich machten. Stadtbürgermeister Frank Damsch (SPD) und die anderen Mitglieder sahen das ebenso.   
Den Schlüssel zum Durchbruch lieferte Hauptamtsleiter Hans-Henning Friedrichs im Verein mit Carsten Brett und Michael Labahn (SPD). Sie ertüftelten eine Formulierung als Beschlussvorschlag für den Stadtrat, mit der die Studie als strategisches Handlungskonzept anerkannt und zugleich Spielraum für die Umsetzung geschaffen wird. Schon ab 2013 soll das Konzept greifen.   
Dies schnelle Handeln sei nötig, hieß es mehrfach, um den Anschluss der Stadt Oberharz an den modernen Tourismus nicht zu verpassen und die guten Ansätze zu nutzen. Dazu sieht das Konzept viele Schritte vor, so auch die bereits diskutierte Reduzierung der Tourist-Informationen.   
Wegen geringerer Nutzung sollen die Tourist-Infos Stiege, Tanne, Sorge, Trautenstein und ‍Benneckenstein geschlossen werden, um dafür die stark genutzten Büros Hasselfelde, Elbingerode, Elend und Rübeland mit längeren Öffnungszeiten und besserem Service anzubieten. Motto: Lieber an Schwerpunkten Top-Service für das Gros der Gäste als flächendeckend nur Mittelklasseservice.   
Wobei auch in Orten künftig ohne Tourist-Info Anlaufpunkte für Gäste bleiben sollen – durch Übernahme von Präsentationsaufgaben in örtlichen Hotels oder auch mit einem zeitweiligen Fremdenverkehrsbüro, etwa zu Spitzenzeiten im schneereichen ‍Benneckenstein.   
Die Mitarbeiterinnen der Tourist-Infos, auch das besagt die Studie und gilt als unstrittig, werden alle dringend für die Tourismusentwicklung gebraucht. Die Schließung von Tourist-Infos dürfe zudem nicht mit einem Rückzug der Kommunalverwaltung aus den Orten verwechselt werden, betonte Stadtchef Damsch. Die werde gesichert.   
Der Stadtrat tagt am Dienstag, ebenfalls in Hasselfelde, um 19 Uhr im Kursaal, zu dem Konzept.


Bild: Tüfteln am Beschlussvorschlag für den Rat: Michael Labahn, Carsten Brett und Hans-Henning Friedrichs (v. li.) in Hasselfelde. Foto: Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 02.03.2012

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Arbeitslosenquote gegenüber Januar nur leicht gestiegen / KoBa vermeldet deutlichen Rückgang bei Bedarfsgemeinschaften / Harzkreis verteidigt landesweit mit Rang fünf Platz im Vorderfel

(02.03.2012)

Halberstadt/Blankenburg Der strenge Frost im Februar habe auch dem Arbeitsmarkt im Harzkreis zugesetzt, bilanzierte gestern Heike Schittko bei der Vorstellung der neuesten Zahlen (siehe Grafik). Dies betreffe vor allem den Bausektor und die Gebäudetechnik, aber auch Verkehr und Logistik sowie Schutz- und Sicherheitsgewerbe beziehungsweise Land- und Forstwirtschaft.   
Diese Entwicklung sei allerdings weder überraschend, noch in dieser Höhe außergewöhnlich, betonte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halberstadt. Mit Rang fünf im Landesschnitt lägen die Harzer weiter „im vorderen Feld“. Und: „Wir haben wieder die geringste Arbeitslosenzahl seit 1991. Das ist eine positive Entwicklung.“   
Ein weiterer Grund sei, dass weniger Frauen und Männer in Arbeitsgelegenheiten aufgefangen würden. 1733 Personen im Februar 2011 stünden aktuell 1490 gegenüber.   
Dennoch, so Heike Schittko: „Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung am Arbeitsmarkt ist bereits jetzt spürbar.“ Die Unternehmen meldeten schon vermehrt freie Stellen. Derzeit würden 360 Angebote vorliegen. Etwa 90 Prozent davon bewegten sich im sozialversicherungspflichtigen Bereich. Auch dies sei aus Sicht der Agentur äußerst erfreulich, vermerkte deren Chefin.   
Für den Eigenbetrieb Kommunale Beschäftigungsagentur Jobcenter Landkreis Harz (KoBa) erläuterte Monika Reuschel die statistischen Eckdaten. Laut Fachbereichsleiterin Arbeitsmarktpolitik der Halberstädter Filiale würden momentan 26921 Personen in 15772 Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II) beziehen. Deren Zahl habe sich im Vergleich zum Januar um 756 verringert. Monika Reuschel: „Das entspricht einer Senkung um 4,6 Prozent innerhalb eines Jahres und ist der niedrigste Februarwert seit 2006.“   
Hervorzuheben sei ebenfalls der deutliche Rückgang bei den sogenannten Aufstockern von 9,6 Prozent gegenüber 2011. Die KoBa-Bedienstete: „Das deutet darauf hin, dass es gelungen ist, mehr Menschen in Jobs zu vermitteln, die einkommendeckend sind.“ Seit Jahresbeginn hätten über den Eigenbetrieb 402 Arbeitssuchende in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit oder Selbständigkeit vermittelt werden können. Für 159 Kunden sei eine geringfügige Beschäftigung gefunden worden. Der KoBa-Arbeitgeberservice habe insgesamt 408 offene Stellen akquiriert. Monika Reuschel: „Bis Februar konnten davon 297 sofort besetzt werden.“ 70 Prozent davon hätten zuletzt anteilig im Dienstleistungssektor gelegen, 8,8 Pro zent im Baugewerbe, 8,2 Prozent in der Zeitarbeit sowie 0,6 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft.   
Die jüngste Arbeitsmarktbilanz wurde übrigens im Blankenburger AZURIT Pflegezentrum vorgestellt. Aus gutem Grund, so Heike Schittko, denn „diese Branche boomt“. Gerade der Landkreis Harz sei mit solchen Einrichtungen „stark besetzt“ (mehr dazu demnächst).

Von Ingmar Mehlhose, Volksstimme Wernigerode, 01.03.2012

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Minister bringt Geld für den Internetausbau

(02.03.2012)

‍Elbingerode (bfa) Der Ausbau des Netzes für schnelle Zugänge ins Internet aus allen zehn Orten der Stadt Oberharz soll weiter vorangebracht werden. Am Freitag wird dazu Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) gegen 14 Uhr in ‍Elbingerode im Rathaus erwartet. Wie vorab von der Verwaltung informiert wurde, will Aeikens Förderbescheide für den kabelgestützten Ausbau von Internetzugängen überbringen. Dieser Ausbau war zuletzt favorisiert worden, um in der weitverzweigten Kommune mit einer größeren Fläche als Magdeburg allen Nutzern den schnellen Zugang ins Internet zu ermöglichen. Besonders Gewerbetreibende fordern das nach wie vor mit Nachdruck.

Volksstimme Wernigerode, 01.03.2012

Skilanglauf Hüttenröder SV verdient sich Bestnoten als Ausrichter der Landesmeisterschaft

(01.03.2012)
Sonnenberg Neben den heimischen Skilangläufern der Verbände Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wetteiferten auch Starter aus Thüringen, Hessen, Bremen und Berlin um gute Platzierungen. Der Hüttenröder Skiverein überzeugte dabei einmal mehr als hervorragender Organisator, die über 30 Kampfrichtern sorgten mit Unterstützung des Niedersächsischen Skiverbandes für einen reibungslosen Ablauf.   
Besonderer Reiz dieser Disziplin war der Skiwechsel, ab der Altersklasse 12 wurde jeweils die Hälfte der Strecke in der klassischen Technik und im Freistil absolviert. Trotz des großen Andrangs im Wechselgarten behielten die Mannen um Landestrainer Holger Stein stets die Übersicht.   
Sportlich wurde das Niveau gegenüber den bisherigen Veranstaltungen weiter angehoben, da auch die Biathleten des Bundesstützpunktes Clausthal-Zellerfeld das freie Wochenende zu einem Start bei der „Tour de Harz“ nutzten. Mit den beiden Siegern Vanessa Köllner und Danilo Riethmüller sowie Valentin Suttkus (2.) und Frederike Schökel (3.) liefen gleich vier Ostharzer aus dieser Biathlon-Trainingsgruppe auf einen Podiumsplatz.   
Auch die fünf Skivereine aus dem Harzkreis präsentierten sich sehr erfolgreich, allen voran der NSV Wernigerode. Mit Jannis Grimmecke (M 10), Nicole Gerlach (W 15) und Juliane Schökel (W 17) stellte die Trainingsgruppe von Dieter Gersten drei Sieger, Lea Gleichmann (W 12), Konstantin Badstübner (M 13) und Mark Labbow (M 41-56) liefen jeweils auf den zweiten Platz.   
Der Skiverein Hasselfelde platzierte sich mit Dario Riethmüller, Jean-Michel Fräsdorf und Max Kermer ebenfalls dreimal auf dem Silberrang, für den Veranstalter aus Hüttenrode erzielte Alexander Glanz mit Rang drei das beste Ergebnis.
Der WSV Benneckenstein bestätigte mit den Podestplätzen für Albert Engelmann, Maja Suttkus, Wayne Hocke und Julia Busch seine hervorragende Nachwuchsarbeit.
Beim WSV „Grün-Weiß“ ‍Elbingerode erzielte Trainerin Stephanie Wetterling als Drittplatzierte der Damen 41-56 das beste Resultat.    Mit den guten Ergebnissen verbesserten die Ostharzer Skilangläufer gleichzeitig ihre Ausgangsposition für das Finale der „Tour de Harz“, das am Sonntag mit einem Einzelrennen ebenfalls am Sonnenberg ausgetragen wird.

Bild: Siegerinnen im Duell: Die für den WSV Clausthal-Zellerfeld startende Wernigeröderin Vanessa Köllner (vorn) gewann in der W 13, Jessica Löschke (TSV Leuna) siegte in der W 12. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler, Volksstimme Wernigerode, 29.02.2012

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Bereitschaft der Feuerwehr am Tage gefährdet - Stadtwehrleiter sucht Unterstützung

(28.02.2012)

Benneckenstein Insgesamt 285 Männer und 75 Frauen sind zwischen Stiege und Elend im aktiven Dienst der freiwilligen Feu erwehren tätig. Doch zu Einsätzen in der Zeit von 6 bis 18 Uhr stehe von diesen 360 Brandlöschern nur ein Bruchteil, 75 bis 80 Kameraden, zur Verfügung. Das ergab eine aktuelle Untersuchung, wie die Stadtwehrleitung um Dirk Czekay in ihrer jüngsten Zusammenkunft informierte. „Wir haben ohnehin schon mit unseren elf Feuerwachen im Stadtgebiet ein sehr großes Einsatz- und Aufgabenspektrum abzudecken“, so Czekay. Wenn dann in dieser Zeit ein Einsatz nötig ist, kann es Probleme geben. Wehren hätten schon mal nicht ausrücken können, weil Leute fehlten.   
Dirk Czekay appelliert deshalb an alle Einwohner und auch die Unternehmen in der Stadt, ihren Beitrag für die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr zu leisten. „Meist sind es unberechenbare Umstände, die den Einsatz der Feuerwehr erfordern, und es kann jeden zu jeder Zeit betreffen“, warnt Czekay. „Niemand möchte erleben, wenn das Haus, die Wohnung, das Auto oder das mühsam aufgebaute Unternehmen in Flammen steht, dass dann nicht genügend Leute zum Löschen vor Ort sind.“   
Dringend nötig sei ein Zuwachs an Einsatzkräften tagsüber. „Deshalb sollte jeder zuhause, sollte jedes Unternehmen prüfen, wie sie zu mehr Sicherheit beitragen können“, bittet der Stadtwehrleiter. Mitglied einer Feuerwehr könne jeder werden, der volljährig ist und über eine gesundheitliche Eignung zum Dienst verfügt, heißt es weiter. Es gebe interessante Ausbildungen sowie Lehrgänge, und die dabei erworbenen Fertigund Fähigkeiten könnten auch im Berufs- und Privatleben von Vorteil sein.   
„Wer Interesse hat – bitte bei der örtlichen Feuerwehr melden oder einfach einen Brandschützer in der Nachbarschaft anspre chen“, rät Dirk Czekay.   
Und wer für sein Kind eine sinnvolle Freizeitgestaltung suche, zugleich etwas für einen besseren Schutz in seiner Heimatstadt tun möchte, der finde auch dafür gute Angebote.   
Sechs Kinderfeuerwehren mit derzeit 65 Mädchen und Jungen unter zehn Jahren und acht Jugendfeuerwehren mit 109 Mitgliedern würden quasi nur auf Neuzugänge warten. Auch da gilt laut Feuerwehrchef: „Wer Interesse hat, einfach bei der Wehr im Heimatort oder dem Feuerwehrmann nebenan mal nachfragen.“

Bild: Dirk Czekay

Von Katja Dybus und Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 27.02.2012

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Benneckensteins Rat gegen Schließung der Tourist-Information Nur vier von derzeit neun Büros sollen bleiben / Schulteß: Standorte Rübeland und Elbingerode nochmal prüfen

(26.02.2012)

Benneckenstein (bfa) Die Debatte um die künftige Zahl der Tourist-Informationen in Stadt Oberharz gewinnt an Fahrt.   

Einhellig spricht sich der Ortschaftsrat von ‍Benneckenstein für den Erhalt seines Betreuungsbüros für Besucher aus. „Es kann nicht angehen, dass unter den drei oder vier Tourist-Informationen, die bleiben sollen, ‍Bennecken‍‍stein nicht ist“, sagte Bürgermeister Hans-Herbert Schulteß.   
Hintergrund: Das vom Deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwif) entwickelte Tourismuskonzept empfiehlt die Reduzierung der neun auf nur noch vier Büros: Rübeland, Elbingerode, Hasselfelde und Elend. Sorge, Tanne, Trautenstein, Stiege und ‍Bennecken‍‍stein sollen geschlossen werden.   
Stadtchef Frank Damsch (SPD), der an der Tagung teilnahm, bekräftigte die Notwendigkeit dieser Einsparung, relativierte aber auch, dass das nur erst ein Vorschlag sei, der verändert werden könne. Er selbst befürworte den Erhalt der ‍Benneckensteiner Stelle aus territorialen Gründen, so Damsch, und weil ‍Bennecken‍‍stein eine Wintersportzentrale der Stadt Oberharz sei.   
Rückenwind bekamen die Mitglieder des Rates für ihre Position in der Einwohnerfragestunde. Vertreter von Harzklub, Wintersportverein und Heimatverein äußerten ihr Unverständnis zu der Schließempfehlung. ‍Bennecken‍‍stein sei Luftkurort seit 1887 und ein Zentrum an der Landesgrenze, wurde betont.   
Nächsten Mittwoch berät der Tourismusausschuss, Donnerstag der Hauptausschuss und am 6. März der Stadtrat Oberharz öffentlich auch über dieses Thema.

Volksstimme Wernigerode, 25.02.2012

Für die Ferienfahrt jetzt schon melden

(25.02.2012)

Elbingerode (bfa) Alle Eltern in der Stadt Oberharz, die ihr Kind vom 26. August bis 2. September mit auf Ferienfahrt an den Werbellinsee schicken möchten, sollten sich jetzt anmelden. Wie Jugendpflegechefin Evelyn Zinke informierte, laufen die Vorbereitungen bereits. Meldungen sind im Jugendclub ‍Elbingerode möglich, Telefon (03 94 54) 4 24 00. Bisher hätten sich schon Eltern von sieben Sprösslingen angemeldet, so Evelyn Zinke.

Volksstimme Wernigerode, 24.02.2012

Paradox, aber schön: Warme Bode vereist / Stadtverwaltung warnt vor dem Betreten von Eisflächen / Talsperrenbetrieb auf Schmelze vorbereitet

(25.02.2012)
Elbingerode Skifahren ist streckenweise nur noch in ‍Benn‍‍eckenstein möglich, der Frühling kündigt sich vielerorts an. Doch selbst die Warme Bode bei Tanne und vor allem die stehenden Gewässer sind trotz Tauwetters zugefroren. „Die Eisflächen sind da, aber jetzt besonders gefährlich“, warnt Ordnungsamtsleiter Roland Krebs vor dem Betreten solcher Flächen. Nach wie vor sei kein Teich oder Badesee offi ziell freigegeben wor den. Unfälle habe es in diesem Winter bisher auch nicht gegeben. „Dabei soll es bleiben“, so Krebs.    Im Talsperrenbetrieb werden das Wetter und der mitunter imposante Eisgang auf den Flüssen im Bereich Brocken und Stadt Oberharz ebenfalls genau beobachtet.   
„Der meiste Schnee ist ja bereits weggetaut und abgeflossen“, sagte Joachim Schimrosczyk vom Geschäftsbereich Überwachung des Talsperrenbetriebes gestern. „Wir haben die Stauwasserpegel gesenkt, um viel Platz zu schaffen.“ Um die 25 Millionen Kubikmeter Stauraum stehen in den Talsperrenseen zur Verfügung, um weitere Schmelzwässer aufzufangen.


Bild: Ein Anblick, den vor allem Besucher aus niederen Höhenlagen kaum glauben: Trotz Wärme ist die Bode hier in Tanne völlig vereist. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 24.02.2012

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Lichttest: Unter der Laterne hängt plötzlich keine Leuchtglocke mehr Fakten / Stadt Oberharz baut neue Lampen ein, um Strom und Geld zu sparen

(24.02.2012)

Tanne Passanten müssen schon genauer hinschauen, um den Unterschied zu erkennen. Denn nur sechs der vielen Straßenlampen in Tanne haben seit kurzem nicht mehr die herkömmliche Lichtglocke, sondern sehen eher wie Heizkörper aus.   
„Etwas futuristisch muten sie an, aber auf das ganz andere Innenleben kommt es an“, sagt Ralf Heyder (CDU). Er ist Stadtratsmitglied, Chef im Bau- und Ordnungsausschuss und Elektromeister aus ‍Benneckenstein. Heyder hat unter Federführung eines Lampenherstellers aus Lippstadt die Neuerung für die Stadt Oberharz installiert. „Die Kommune kostet das nichts, könnte unserer Stadt Oberharz aber sehr viel bringen“, argumentiert der Fachmann. Denn statt mit Quecksilber- oder Natriumdampf werde bei LED das Licht durch eine Leuchtdiode erzeugt, die erheblich weniger Energie benötige (siehe Infokasten). „Bis zu 75 und 80 Prozent weniger als herkömmliche Lampen“, so Heyder. Das wäre für das Stadtsäckel ein Geldregen.   
Wieviel genau, wird laut Vizebürgermeister Roland Krebs gerade ermittelt. Die derzeitige Stromrechnung für Straßenlampen gehe aber in die Tausende, so Krebs auf Nachfrage. Er unter stützt die Aktion. „Auch Stadtchef Frank Damsch ist der neuen Technik gegenüber aufgeschlossen und gab mir grünes Licht“, so Heyder mit Dank. Nun gehe es um einen Praxistest und um das Durchrechnen einer Umstellung der Straßenbeleuchtung.   
Sechs LED-Lampen in vier Varianten wurden dazu am Schierker Weg in Tanne als Musterstrecke aufgebaut. Sie sollen die etwa sechs Wochen Licht und Verbrauchsdaten liefern. Zwischendurch hält der Lampenhersteller eine Tagung zu dieser Technik im Hotel „Tannenpark“ ab. Dazu gehört auch ein Besuch der Musterlampen – quasi gleich schräg gegenüber.   
LED: Licht aus einer stromdurchflossenen Leuchtdiode, englisch: light-emitting diode, Vorteil: Energieeinsparung um bis zu 75 bis 80 Prozent gegenüber herkömmlichen Straßenlampen.

Bild: Stadtrat und Bauausschusschef Ralf Heyder (rechts) im Gespräch mit seinem Kollegen Uli Sobol bei Wartungsarbeiten gestern in Tanne.

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 23.02.2012

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Gratulationen zum Oberharz-Urteil beim ersten Empfang „fürs Zusammenwachsen“ / Parteiübergreifender Neujahrsempfang in Elbingerode gilt als geglückt und soll Tradition werden

(21.02.2012)
Elbingerode Als ob es abgesprochen worden wäre, hatte just kurz vor dem ersten parteiübergreifenden Neujahrsempfang der CDU der Stadt Oberharz am Brocken das Oberverwaltungsgericht den Namensstreit zugunsten der Oberharzstadt beschieden (Volksstimme berichtete).    So gratulierte Landesentwicklungsminister Thomas Webel (CDU) als Hauptgast sofort zu diesem Erfolg und zum Namen. Ebenso wie die Organisatorin: die Landtagsabgeordnete Angela Gorr. „Ich habe das Treffen auf meinen Wahlkreis bezogen, nicht nur auf die CDU, und alle eingeladen, mit denen ich schon gut zusammenarbeite“, sagte sie.   
Angela Gorr zeigte sich vor den etwa 40 Gästen im Elbingeröder „Goldenen Adler“ erfreut über die Resonanz. „Es sollte mein Beitrag zum Zusammenwachsen in der Stadt sein, ich denke, es ist ein guter Anfang“, resümierte Angela Gorr drei Stunden später. So einen Empfang solle es im nächsten Jahr wieder geben.   
Mit dabei waren die CDU-Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer, Stadtchef Frank Damsch und weitere SPD-Mitglieder wie Inge Winkel aus Sorge und Monika Badstübner aus Rübeland; dazu auch Rainer Wernicke und Familie Hörning aus Trautenstein, Dieter Herdam und Johanna Karries aus Königshütte.   
Die Mutterhaus-Führung war mit Oberin Anita Rost und Direktor Reinhard Holmer vertreten, die Fels-Werke mit Werkleiter Gunter Ulbrich und Rübelandbahnchef Frank Heydecke.   
Dazu kamen der Vizepräsident des Bundesverbandes für Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Hans-Dieter Otto aus ‍Benneckenstein, Tourismuschefin Cathleen Hensel, Jugendpflegerin Evy Zinke und, und, und...   
Auch Landrat Michael Ermrich (CDU) wurde begrüßt. Er würdigte die bisherige Arbeit in der neuen Kommune, schränkte aber auch ein: „Die Probleme der Stadt sind noch nicht gelöst.“ So sei das neue Tourismuskonzept und dessen Umsetzung eine Herausforderung. Ebenso die parallel anzugehende Neuorganisation der Stadtverwaltung. Beide Herausforderungen, so Ermrich, sollten nun angenommen werden.   
Zu Minister Webel gewandt, wies der Landrat darauf hin, dass es auch in seinem Bereich mit dem Erfolg beim Bau der hoffentlich baldigen Autobahn B 6 im Rücken nun weitergehen müsse. Etwa beim Bau der Ortsumgehung an der B 27 von Rübeland/ Hüttenrode zur Bundesstraße 81 bei Almsfeld, um diese dann direkt in die B 6 münden zu lassen.


Bild: Angela Gorr dankt Michael Ermrich und Thomas Webel (von links) für ihren Einsatz für die Oberharzstadt.

Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 20.02.2012

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Idee zum Schließen von Tourist-Infos sorgt für Protest / Neues Tourismuskonzept sorgt vorab für Zündstoff / Offene Beratung beginnt im Ausschuss

(21.02.2012)

Elbingerode (bfa) Alles, was den Harz im Kern ausmacht – Berge, herrliche Wanderrouten, Tradition, Bergwerke, Höhlen – das hat die Stadt Oberharz in ihrem Bereich konzentriert“, schätzt Cathleen Hensel ein und geht von einem guten Start ins neue touristische Jahr 2012 aus.   
Die städtische Tourismuschefin verweist auf steigende Übernachtungszahlen, auch auf 190000 Höhlenbesucher 2011 und auf eine steigende Zahl von Nutzern des für Urlauber kostenlosen Bustickets.   
„Die Urlauber wollen Kurtaxe zahlen, um den Service im Nahverkehr kostenlos nutzen zu kön nen“, so Hensel. So verbessere sich dadurch auch die Meldemoral in Bezug auf die Kurtaxabgabe.   
„Vor ihren Leistungen und denen ihrer Mitarbeiter kann man nur den Hut ziehen!“ lobte Entwicklungsminister Thomas We bel am vergangenen Freitag bei seinem Besuch in Rübeland die Arbeit. 22 feste Mitarbeiter und etliche Saisonkräfte arbeiten in der Tourismussparte in der Oberharzstadt, die es nun weiter zu entwickeln gelte, so Hensel.   
Das Konzept dafür liege vor und gründe auf einer soliden Analyse des renommierten Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif), berichtet Hensel weiter.   
Unter Beteiligung aller Oberharzer Ortsteile entstand ein Buch, das zunächst mit Professor Matthias Feige vom dwif intern vorgestellt wurde und nun in die offene Beratung kommt.   
„Dagegen wehren wir uns vehement!“   
Insgesamt, so Cathleen Hensel vorab, bestätige das Konzept den bisherigen Weg mit Wandern, Radfahren, Höhlenfestspielen, Qualitätserhöhung. Der Eigenbetrieb für Tourismus in der Stadt Oberharz sei zukunftsträchtig. „Ich sehe noch unglaublich viel Entwicklungspotenzial“, sagt Hensel. Das gelte es nun zu nutzen. Dabei birgt das Konzept auch Zündstoff. Etwa mit dem Vorschlag, die Tourist-Informationen von neun auf etwa sechs zu reduzieren. Wegfallen könnte danach zum Beispiel das Büro in ‍Benneckenstein.    „Dagegen wehren wir uns vehement!“, signalisiert ‍Benne‍‍ckensteins Ortschaftschef Hans-Herbert Schulteß bereits jetzt. „Wieso soll unsere Tourist-Information geschlossen werden? Wir haben 2011 etwa 20•Prozent mehr Übernachtungen als 2010“, sagt Schulteß und kündigt nach ersten internen Beratungen dazu Protest aus seinem Ort an.   
Stadtchef Frank Damsch lenkt ein – der demokratische Prozess zum Tourismuskonzept beginne ja erst. Wichtig sei, dass alle die Entwicklung der gesamten Stadt in den Blick nehmen.   
Das Tourismuskonzept ist nun als erstes Thema in der öffentlichen Tagung des Wirtschaftsund Tourismusausschusses sowie des Betriebsausschusses der Höhlen. Der tagt am Mittwoch, 29.•Februar, um 19 Uhr im Dienstleistungszentrum Hasselfelde.

Kommentar: Ein Anstoß ‍B‍enneckenstein scheint jedesmal arg getroffen zu sein, wenn es um die Entwicklung des Tourismus geht. Schon bei der neuen Image-Broschüre hagelte es wütende Proteste wegen vermeintlicher Unterbelichtung des schönen Urlaubszieles. Zum Teil zu Recht. Denn bei der hastigen Erarbeitung der Broschüre wurden Fehler gemacht. Nun auch beim Tourismuskonzept? Ist der Vorschlag zur Schließung der Tourist-Information ‍Bennecken‍‍stein ein neuer Fehler?
Auf den ersten Blick scheint es unlogisch, ausgerechnet eine der gestandenen Tourist-Informationen der früheren drei selbständigen Städte dichtmachen zu wollen. Andererseits zeigen kleinere Orte wie Tanne, wie effektiv eine kleine Touristinformation sein kann. Deshalb ist es gut, wenn ‍Benneckenstein schon früh Widerspruch einlegt. In die Schmoll- oder Krakeeler-Ecke sollte sich aber niemand zurückziehen oder drängen lassen.
Das Konzept ist ein Anstoß, die Beratungen, die jetzt beginnen, selbstbewusst und sachlich für die Auswahl der nötigen Tourist-Infos zu nutzen. Aber auch, um Fragen nicht aus den Augen zu verlieren, die vielleicht noch wichtiger sind. So etwa, wie das Marketing von der Arbeit quasi nebenbei zu einer Haupttätigkit wird. Das ist in der modernen Kommunikation überfällig. Das hilft der ganzen Oberharzstadt, und also auch ‍Benneckenstein.
Burkhard Falkner

Volksstimme Wernigerode, 20.02.2012

Starterfeld reicht vom sechsjährigen Jason bis zum „Harzer Urgestein“ Armin Förster / Skilanglauf Stadtmeisterschaften „Oberharz am Brocken“ in ‍Benneckenstein

(21.02.2012)
Benneckenstein Knapp 50 Teilnehmer wetteiferten auf dem Rappenberg um die begehrten Pokale der Stadt Oberharz, der ursprünglich geplante Gastgeber Skiverein Hasselfelde hatte die Veranstaltung wegen Schneemangel in das etwas höher gelegene ‍Benneckenstein verlegt. Beim Ausrichten zeigten die drei Vereine hervorragendes Teamwork: Angefangen vom Organisator SV Hasselfelde über den heimischen WSV ‍Benneckenstein (Strecke und Versorgung) bis zum WSV  Elbingerode (Zieleinlauf) trugen alle Helfer zu einer gelungenen Veranstaltung bei.   
Dass es am Ende nicht noch ein paar mehr Teilnehmer waren, lag sicher auch im Wetter begründet. Nieselregen bei 3°C über dem Gefrierpunkt verlangten den Skiläufern bei dem nassen Schnee alles ab. Gelaufen wurde auf fünf verschiedenen Strecken, der erste Startschuss war den kleinsten Teilnehmern bis sieben Jahre vorbehalten. Die beiden Benneckensteinerinnen Melina Holland und Amanda Heyder ließen der männlichen Konkurrenz auf der 700 m-Schleife keine Chance.   
Während in den jüngeren Altersklassen die heimischen Läufer vom ‍WSV Benneckenstein mit vier Siegen dominierten, trumpfte ab der Altersklasse 10 die starke Hasselfelder Trainingsgruppe von Hans-Jürgen Schomburg auf. Die absolute Bestzeit auf der 1,2-km- Strecke erzielte Max Kermer in 6:34 min. Über zwei Kilometer überquerte Julia Busch (10:30 min) vor ihren beiden männlichen Konkurrenten den Zielstrich.   
Höhepunkt des Tages war die spannende Entscheidung im Herrenklassement. Frühzeitig bildete sich ein hochkarätig besetztes Spitzenquartett, das bis zum Schluss um den Sieg kämpfte. Der Elbingeröder Matthias Hinze, der als ehemaliges Mitglied der Nationalmannschaft sein Comeback in der Loipe gab, setzte sich kurz vor Schluss leicht von der Konkurrenz ab und triumphierte als Gesamtsieger auch in der Herrenklasse ab 46 Jahre. Den Sprint der Verfolgergruppe verlor zwar der Hasselfelder Nicky Ehrlich, dennoch reichte es hinter zwei Star tern der Gästeklasse zum Sieg in der Herrenklasse 21-45. Schnellste Frau im Starterfeld war die Benneckensteinerin Jenny Engelmann, gefolgt von Josephine Ziemba (Hasselfelde) und Ulrike Steitenberger (Tanne). Neben den Siegern und Platzierten wurden mit Jason Röker (‍Benneckenstein/6 Jahre) und Armin Förster (Elbingerode/70 Jahre) auch der jüngste und älteste Starter ausgezeichnet.


Bild: Alle Sieger und Platzierten der 2. Stadtmeisterschaft Oberharz am Brocken im Skilanglauf. Foto: Ingolf Geßler


Von Ingolf Geßler, Volksstimme Wernigerode, 20.02.2012

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Brücke in ‍R‍übeland soll erneuert werden

(19.02.2012)

Rübeland (bfa) Gut 450000 Euro für die Sanierung der maroden Brücke nach Neuwerk stellte Entwicklungsminister Webel gestern in ‍R‍ü‍beland in Aussicht. Auch die fehlenden 150000 Euro seien in Arbeit. Damit können die Vorbereitungen zur dringend nötigen Reparatur der einzigen Zufahrt in diesen Teil des Höhlenortes beginnen. Es ist nur eine von mehren unabdingbaren Straßenprojekten im Ort.

Volksstimme Wernigerode, 18.02.2012

Licht in ‍R‍übelands Höhle: Geld für Brücke nach Neuwerk, Studie für Susenburg: Ergebnisreicher Ministerbesuch gestern Nachmittag zu dringenden Bauvorhaben

(19.02.2012)

Rübeland „Wir hatten letztes Jahr schon 250 305 Übernachtungen in den zehn Orten der Stadt Oberharz, die Zahlen für 2011 versprechen sogar noch ein weiteres Plus“, berichtete Tourismuschefin Cathleen Hensel gestern im Foyer der Baumannshöhle.   
Und der Zuschussbedarf für den Tourismusbetrieb sei von 120000 Euro (2004) auf 40000 (2010) gesunken. Dieses Jahr würde wieder weniger gebraucht.   
„Es hätte auch schlecht ausgesehen, wenn die Defizite steigen, und wir die Stadt fördern“, meinte Entwicklungsminister Thomas Webel (CDU) erfreut über diese Tendenz. Webel war auf Drängen der Landtagsabgeordneten Angela Gorr (CDU) gestern im Höhlenort, um die im Sommer begonnene Arbeit an den zahlreichen maroden Straßen fortzusetzen.   
Der Minister signalisierte für 2012 343•000 und für 2013 114•000 Euro zur Sanierung der Brücke nach Neuwerk. Die noch fehlenden rund 150•000 Euro seien auch in Sicht. „Dann können wir ja mit den Arbeiten anfangen!?“, meinte ‍R‍ü‍belands Ortschefin Monika Badstüber – „Ja!“, so der Minister .   
Im Gegenzug überreichte später Stadtchef Frank Damsch die Machbarkeitsstudie für die Sanie rung der zur Bode hin abgängigen Straße in den Ortsteil Susenburg. Sie sagt aus, dass eine neue Straße gehörig weniger kosten würde, als die alte Trasse zu sanieren. Wann diese ebenfalls einzige richtige, aber marode Zufahrt in diesen ‍R‍ü‍‍bel‍ä‍nder Ortsteil gebaut werden kann, ist offen. Sie koste mehrere Millionen Euro, hieß es. Der Minister will sich die Studie nun erstmals anschauen.

Bild: Monika Badstübner, Angela Gorr, Thomas Webel, Reiner Mämecke, Hans Herbert Schulteß und Frank Damsch (von links) gestern auf Rübelands wichtigster Kreuzung – auch sie ist demnächst eine von etlichen unvermeidlichen Baustellen. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 18.02.2012

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Endgültig: ‍Oberharz darf ‍Oberharz bleiben - Klage der Niedersachsen abgewiesen

(18.02.2012)

 Magdeburg (dpa) Der Streit um die Exklusivität des Namens „‍Oberharz“ ist beendet. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Magdeburg wies am Donnerstag die Klage der gleichnamigen Samtgemeinde in Niedersachsen gegen die sachsen-anhaltische „Stadt ‍Oberharz am Brocken“ endgültig ab.   
Damit bestätigte das OVG ein Urteil des Verwaltungsgerichts, das die Klage der Niedersachsen im Juni 2011 abgewiesen hatte. Bei der Verwendung beider Namen bestehe keine Verwechslungsgefahr, lautete das Urteil. Die werde durch Zusätze wie „Stadt“, „Samtgemeinde“ und „am Brocken“ ausgeschlossen. Die OVG-Entscheidung sei nicht anfechtbar, sagte eine Gerichtssprecherin.   
Mehrere Kommunen im Ostharz hatten sich am 1. Januar 2010 zu der Gemeinde mit dem umstrittenen Namen „‍Oberharz am Brocken“ zusammengeschlossen. Die 1972 gegründete niedersächsische Samtgemeinde sah dadurch ihr Namensrecht verletzt.

Kommentar:Endlich Schluss mit Provinzposse Gut so!

Endlich ist Schluss mit einer Provinzposse, die seit drei Jahren bundesweit für ungläubiges Staunen gesorgt hat. Es bleibt beim doppelten ‍Oberharz – endgültig. Sachsen-Anhalts Oberverwaltungsgericht hat „eine unanfechtbare Entscheidung“ getroffen, die niedersächsische Samtgemeinde ‍Oberharz muss akzeptieren, dass es fast in ihrer Sichtweite eine Stadt ‍Oberharz am Brocken gibt.   
Anwälte hören es gewiss nicht gern: Die juristische Keule zu schwingen, war falsch. Die Harzregion präsentierte sich uneins – allen offi ziösen Beteuerungen zum Trotz. Landräte, Minister, sogar Regierungschef mussten sich im kleinkarierten Streit zu Wort melden. Das Urteil gibt allen Beteiligten die Chance zum Neuanfang. Harzer in Ost und West eint Probleme gleichermaßen wie Chancen. Das gemeinsam anzupacken, ist längst überfällig.

Tom Koch zum Ende im Oberharzer Namensstreits

Volksstimme Wernigerode, 17.02.2012

 

Freude nach Oberharz-Urteil, Hand angeboten

(18.02.2012)

‍Elbingerode (tk/bfa) „Ich bin hoch erfreut, unsere Hand bleibt nach wie vor weit ausgestreckt zur sachlichen Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde gleichen Namens“, sagte Oberharzstadtchef Frank Damsch gestern. Es ist seine erste Reaktion auf das neue Urteil zum bislang bestrittenen Stadtnamen Oberharz am Brocken. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte nun abschließend den Namen. Für die Zusammenarbeit beider Oberharzer, so Damsch, gebe es speziell im Tourismus viele Möglichkeiten. Auf Ortsteilebene etwa zwischen Tanne und Wildemann oder insgesamt im Mountainbikepark Harz. „Es ist seit langem unser Wunsch und Angebot“, so Damsch, „dass aus diesem Streit ein Miteinander, vielleicht auch eine Freundschaft wird.“

Volksstimme Wernigerode, 17.02.2012

HSB-Fahrkarten kosten ab März „Kilometergeld“ - Geschäftsführung der Harzer Schmalspurbahnen begründet Tariferhöhung mit steigendem Kostendruck

(18.02.2012)
Wernigerode Rund 1,2 Millionen Fahrgäste und ein Jahresumsatz von 11 Millionen Euro bedeuten, 2011 war für die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) ein erfolgreiches Geschäftsjahr.    Geschäftsführer Matthias Wagener nannte gestern in der Bilanzpressekonferenz vor allem das Wetter als Grund für diese positiven Unternehmenszahlen. Ein später Ostertermin und vor allem ein fast frühlingshafter November hätten für viele Bahnreisende gesorgt – mithin für viele Touristen im Harz, so der Wernigeröder Bahn chef. Nach wie vor ist die Brockenpassage dabei das wirtschaftliche Zugpferd: Fast eine dreiviertel Million Menschen haben sich im Vorjahr ein Zugticket hinauf zum Harzgipfel gekauft. 220 000 Gäste zählte die kommunale Bahngesellschaft im Nordhäuser Bereich, 106 000 Reisende nutzten die Selketalbahn.   
Dass die HSB mehr als ein bloßes Verkehrsmittel ist, darauf verwies Wagener als er von 29 000 Passagieren bei Sonderfahrten im Vorjahr sprach und ankündigte, in diesem Jahr werde der „Mephisto-Express“ 29 Mal zu den Aufführungen der Rockoper „Faust“ auf dem Brocken starten.   
Allen diesen positiven Zahlen zum Trotz, kündigte Wagener eine Preiserhöhung zum 5. März an. Beispielsweise verteuert sich von Wernigerode nach Drei Annen Hohne das Billet um einen auf 7 Euro, die Hin- und Rückfahrt von Drei Annen nach ‍Bennecken‍‍stein kostet hingegen unverändert 11 Euro. Die HSB verabschiedet sich nämlich zugleich vom Tarifzonensystem, um auf den Strecken der Harzquer- und Selketalbahn zum kilometerabhängigen Tarif zurückzukehren.    Der Brockentarif indes verteuert sich auf 21 bzw. 32 Euro für eine einfache bzw. Hin- und Rückfahrt, das sind 3 bzw. 4 Euro mehr.   
Die letzte Fahrpreiserhöhung stammt vom vergangenen Mai. Geschäftsführer Matthias Wagener begründete diese erneute Anhebung der Tarife des von Harzer Kommunen getragenen Verkehrsunternehmens (ihr Zuschuss allein beträgt rund 770 000 Euro) „mit gestiegenem Kostendruck“.   
Dass die HSB-Fahrten bereits im März, also deutlich vor dem Fahrplanwechsel im Mai, teurer werden, hat übrigens einen einfachen Grund. Die Fahrgäste sollen rechtzeitig vor den Osterferien für Mehreinnahmen sorgen.


Bild: Volksstimme-Regionalverlagsleiter Thomas Helmuth und HSB-Chef Matthias Wagener (r.) mit dem „Scooter“-Plakat für das Wernigeröder Bahnhofsfest.

 

Von Tom Koch, Volksstimme Wernigerode, 17.02.2012

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Partei- und Ortschefin gibt gesellschaftlichem Engagement ein Gesicht / SPD-Ortsverein ‍Elbingerode sagt Stadtchef Unterstützung zu / Ehrung für Vorsitzende Monika Badstübner

(17.02.2012)

Königshütte (bfa) Ihren Arbeitsplan für das erste Halbjahr beschlossen die Genossen des SPDOrtsvereins ‍Elbingerode jüngst bei einer offenen Versammlung im Gasthaus „Am Felsen“ in Königshütte.   
Zehn der 14 Mitglieder aus ‍El‍‍bingerode, Königshütte und Rübeland waren dabei. Dazu etliche Sympathisanten und Gäste, so dass das Kaminzimmer gerade groß genug war. Neben der Teilnahme am politischen Ascher mittwoch in Silstedt steht u. a. im April eine reguläre Vorstandswahl an. Einig habe sich die Runde gezeigt, so Monika Badstübner, ihrem Parteifreund und Stadtbürgermeister Frank Damsch alle Unterstützung im Wirken für die Stadt Oberharz zu geben.    Badstübner selbst wurde in der Versammlung für 20-jährige Parteimitgliedschaft ausgezeichnet.
„Sie gibt dem gesellschaftlichen Engagement ein Gesicht“, lobte Marcus Tanzen, Vizechef des Kreisparteirates. Er sprach ihr im Namen der Mitglieder Dank und Anerkennung aus. Die 66-jährige Rübeländerin hatte 1998 die Geschäfte von Rübelands SPD-Chef Fredi Fischer übernommen, wurde nach der Fusion der Ortsvereine von Rübeland, ‍Elbingerode und Königshütte zur Vorsitzenden gewählt, ist Ortschaftschefin.  
Die Ortsvereinsvorstandsmitglieder Klaus Fischer (‍Elbingerode) und Rolf Müller (Rübeland) überreichten ihr die Ehrenurkunde.

Bild: Oberharzstädter SPD-Aktivisten, von links: Marcus Tanzen, Monika Badstübner, Frank Damsch, Klaus Fischer, Rolf Müller. Foto: privat

 

Volksstimme Wernigerode, 16.02.2012

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Drei Vereine ziehen an einem Strang: 2. Stadtmeisterschaft Oberharz / Skilanglauf für Jung und Alt am Wochenende / Starts nach Schneelage in Hasselfelde oder ‍Benneckenstein

(16.02.2012)

‍Hasselfelde/Benneckenstein (bfa)    Zur 2. Stadtmeisterschaft im Skilanglauf der Stadt Oberharz am Brocken wird am Sonnabend, 18. Februar, eingeladen. Erstmals ziehen bei der Organisation drei große Sportvereine an einem Strang. Die Wintersportvereine Elbingerode und ‍Benneckenstein und der Skiverein Hasselfelde laden gemeinsam ein.   
Teilnehmen können alle Einwohner und Gäste der Stadt Oberharz. „Auch die Allröder sind als Gäste herzlich willkommen“, hieß es gestern augenzwinkernd. Für die Sieger werden über Sportfreund Bernd Ehrlich insgesamt 72 Pokale bereitgestellt. Ausgezeichnet werden nicht nur die schnellsten Skiläufer, sondern auch der jüngste und der älteste.    Gestartet wird Sonnabend ab 14.30 Uhr in Hasselfelde an der Skihütte/Camp, Abfahrt von der B•81 im Ortsteil Rotacker. Falls Schnee fehlt, wird in ‍Bennecken‍‍stein, Waldschneise, gestartet. Die Information erfolgt Freitag.   
Das gilt auch für den Harzer Staffeltag, zu dem der Skiverein Hasselfelde am Sonntag, 19. Fe bruar, ab 10 Uhr einlädt. Er ist für alle offen, prämiert werden die Besten sowie die „schwerste“ Staffel. Meldungen nimmt Peter Anders bis Freitag entgegen, Nachmeldungen vor Ort möglich. Weitere Infos:   oder: skiverein-hasselfelde.de

Volksstimme Wernigerode, 15.02.2012

Tanner rufen „‍Benneckenstein Bodé!“ / Vier Orte der Stadt Oberharz zur Freude vieler Gäste geradezu von Faschingsfimmel erfasst

(16.02.2012)

Benneckenstein/Elbingerode/Tanne/Stiege (jks/bfa) Wenn ein Lachrekord in ‍Benneckenstein bestünde, er wäre letzten Samstagnachmittag im Schützenhaus gebrochen worden!   
Die Lachsalven hallten nur so durch den restlos ausverkauften Saal der Schützenkompanie. Kaum zu glauben: Gerald Seitz und seinen Tanner Jecken war es doch tatsächlich gelungen, mit ihren Späßen die eher als unkarnevalistisch bekannten ‍Benne‍‍ckensteiner zu ungeahnten Beifallsstürmen hinzureißen.   
Den bunten Reigen eröffnete Lisa Herfurth in der Rolle einer Kreuzfahrtpassagierin, die unter Deck mehr Abenteuer erlebte als an Land. Der nie um einen Gag verlegene Moderator Gerald Seitz bestritt seine großen Auftritte als Malermeister und Reporter, während Ehefrau Karin als leidgeprüfte Hausfrau die zweifelhaften Heimwerkerqualitäten ihres Gatten aufs Korn nahm.   
Der Tanner Holger Gropp, sonst Ortschaftschef, erzeugte als „Frau Prutschke“ viele Lacher, und Stadtbürgermeister Frank Damsch, seit Jahren bei den Tanner Jecken, verwandelte sich geradezu meisterlich in „Pater Frank“ , wobei weiß Gott nicht nur fromme Sprüche über seine Lippen kamen. Den Schluss des etwa zweieinhalbstündigen Programms gestaltete das Putzfrauenduo „Frau Polskaja und Frau Russkaja“ alias Karin und Lisa.   
Ein Dankeschön für den tollen Spaß geht an die Akteure und an die Schützenfrauen um Organisator Axel Busse, die als vortre• iche Gastgeber gelobt wurden.   
Bei dieser Gaudi in ‍Benn‍‍eckenstein wurden – wie zuvor schon beim Skifasching in Tanne selbst und vor allem auch beim Elbingeröder Carneval-Verein „Grün-Weiß“ – viele Narren und Zuschauer geradezu von einem Faschingsfimmel erfasst. Mehrere gut besuchte, auch ausverkaufte Abende mit Figuren und Tänzen erfreuten hunderte von Besuchern. Am 25. Februar sind die Elbingeröder sogar Gastgeber für Vertretern von Karnevalvereinen aus der ganzen Region, was zugleich als Dankeschön für Elbingerodes Unterstützer gedacht ist. Danke sagt auch in Stiege nach dem tollen Fastnachtszug am Sonntag Lothar Gaßmann. Er ist Chef des Schützenvereins, unter dessen Dach die Fastnachter seit langem gut gedeihen.   
Es seien zwar Kostümbilder gewertet und platziert worden, so Gaßmann, aber einen Preis verdient hätten alle für ihre fleißige, quasi ehrenamtliche Arbeit an der Freude. Sein Lob kann sicher für alle Harzer Karnevalisten gelten.

Bild: Kinder haben ihren besonderen Spaß - hier die Kleinen Funken des ECV mit einem „Biene-Maja-Tanz“ als Augenweide im Goethehaus Rübeland. Sonnabend tanzen sie wieder. Foto: Jürgen Kohlrausch

Volksstimme Wernigerode, 15.02.2012

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Stadt Oberharz kann Trinkwasser nicht mehr subventionieren – Teuerung in Sicht / Rund 360000 Euro „stützen“ den Preis und fehlen ab 2013 / Land wird um Hilfe gebeten

(15.02.2012)
Elbingerode „Da kommt ein ganz schönes Problem auf uns zu“, sagt Frank Damsch, Bürgermeister der Stadt Oberharz, und weist gegenüber Harzer Volksstimme auf den möglicherweise bald steigenden Trinkwasserpreis hin.   
Denn ab dem kommenden Jahr kann die Stadt Oberharz die Versorgung mit dem lebensnotwendigen Nass nicht mehr subventionieren. Um die 350 000 Euro wurden dafür bisher Jahr für Jahr aus dem Stadtsäckel als freiwillige Leistung gezahlt. „Nun aber zwingen Haushaltsdisziplin und Verschuldung endgültig zum Umdenken“, so der Stadtchef.   
Die Kommunalaufsicht habe das Problem schon immer angemahnt. Die drohende Teuerung bei Trinkwasser sei auch keine Sache oder Schuld der neuen Stadt Oberharz und ihrer Führung, argumentiert Damsch. Auch früher schon sei der Trinkwasserpreis subventioniert worden, nur eben in kleineren Beträgen als Umlage aus den einzelnen Orten. Nun falle der zusammengefasste große Batzen dieser Zahlungen sofort ins Auge und zwinge nur noch mehr zum Handeln.
Im Klartext: Orte wie Elbingerode zahlten zum Beispiel im Jahr 2010, vor der Gründung der Stadt Oberharz, 103 600 Euro, Hassel felde 66 300 Euro, das kleine Sorge 2900 Euro, ‍Benneckenstein 59 900 Euro und so weiter.   
Nach der Stadtgründung läpperten sich die Einzelbeträge auf rund 360000 Euro zusammen, die pro Jahr zu zahlen sind, um den Trinkwasserpreis zwischen Stiege und Elend bei derzeit 3,90 Euro Brutto je Kubikmeter halten zu können. „Das kann die Stadt nicht mehr zahlen“, so Damsch.   
Zumal Abwanderung und das Sinken des Trinkwasserverbrauchs die Kosten pro Einwohner für die vorhandenen und zu pflegenden Wasseranlagen zusätzlich erhöhen. Die Zahl der Einwohner im Verbandsteilgebiet „Bode“ sinke von einst 16 000 Einwohnern (2000) auf nur noch 12 000 im Jahr 2013, informiert Nikolai Witte, Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbandes Holtemme-Bode. Ein Oberharzstädter ver brauche pro Tag nur rund 81 Liter Wasser, der Landesdurchschnitt liege bei rund 91 Litern – im Bund bei 125 Litern. Auch der neu eingeführte Wassercent trage mit sechs Cent je Kubikmeter zur Kostensteigerung bei.   
Wegen dieser Situation, so Frank Damsch, habe der Stadtrat Oberharz den Verband Holtemme-Bode letztes Jahr beauftragt, im Rahmen der für 2013 anstehenden Kalkulation eine Lösung mit einer Grundgebühr auszuarbeiten, ohne den bisherigen Abnahmepreis von 3,90 Euro zu erhöhen.   
„Wir arbeiten an einem kostendeckenden, verbrauchsunabhängigen Grundpreis. Er wird in der ersten Jahreshälfte der Verbandsversammlung vorgelegt“, bestätigt Verbandschef Witte. Wie hoch der neue Grundpreis werde, sei schwer zu sagen. Eher „deutlich“ über den bisherigen knapp 27 Euro, heißt es bei Experten.   
Für den Bürger werde der Wasserpreis insgesamt, also Mengenpreis und Grundgebühr, so Frank Damsch, höher liegen als jetzt. 4,70 Euro oder gar fünf Euro pro Kubikmeter könnten es werden, um die ausfallende Subvention der Stadt auszugleichen. Es wäre einer der Spitzenwerte weit und breit.   
"Das ist für unsere Stadt nicht gut, und die Abwanderung stoppt es auch nicht“, warnt Bürgermeister Damsch. Mit der Landesregierung gebe es Gespräche über eine Hilfe gegen dieses sich abzeichnende Problem. Eine Lösung sei bisher nicht in Sicht.
Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 14.02.2012

- 24 Grad Celsius

(08.02.2012)

Diese Temperatur wurde gestern bei Hasselfelde, Trautenstein gemessen - neuer Rekord in Stadt Oberharz 2012. Schäden gibt es kaum. Ein Rohrbruch in der Kita ‍Elend wurde schnell behoben.

Volksstimme Wernigerode, 07.02.2012

Diese Kürzung wäre Todesstoß für jede Stadt

(08.02.2012)
Zu drohenden Einschnitten bei den sogenannten freiwilligen Leistungen einer Kommune und zum Sparen kleinster Beträge bei Oberharzstadträten bei Diätenerhöhung von Abgeordneten in Land und Republik, „Dreist“, Harzer Volksstimme, 1. Februar:  

„Eigentlich ist dem Kommentar von Burkhard Falkner nichts mehr hinzuzufügen, aber dennoch möchte ich meine eigenen Gedanken darlegen.   
Da verschlägt es doch jedem Normalbürger glatt die Sprache bei soviel Dreistigkeit. Über Jahre hinweg wurden die Städte im Oberharz dazu aufgefordert, oder besser gesagt, gezwungen, sich zu einem großen Moloch zusammenzutun. Das gleiche wurde ja auch auf Kreisebene durchgesetzt.    Obwohl Beispiele aus den alten Bundesländern eindeutig gezeigt haben, dass die erhoffte Einsparung gegen Null tendiert, wurde dies einfach ignoriert, wurden mit aller Macht diese unsäglichen Gebilde durchgeboxt.   
Wenn eine Entschuldung stattgefunden hätte, wäre dies auch in Ordnung. Aber weit gefehlt, erst wurde mit Zuckerbrot geworben – und nun kommt die Peitsche.   
Wenn ich Abgeordneter der Stadt Oberharz am Brocken wär‘, würde ich mein Mandat niederlegen, um mit den eingesparten 13 Euro Sitzungsgeld und den 87 Euro Aufwandsentschädigung die Oberharzstadt zu retten.   
Ich habe immer gedacht, dass Politiker dazu da sind, alles zum Wohle ihrer Bürger zu tun. Schließlich haben sie es ja so ge schworen bei ihrer Amtseinführung. Aber da ist leider nicht viel Wahres mehr daran, denn wie lässt es sich dann erklären, dass da mal eine Diätenerhöhung von rund 859 Euro pro Abgeordnetem vorgeschlagen wird? Und das bei leeren Kassen!   
Diese 1,08 Millionen Euro, die allein nur für diese Erhöhung benötigt werden, würden der Stadt Oberharz am Brocken jährlich mehr als gut tun. Da bräuchte dann keine Forderung auf Streichung der freiwilligen Leistungen mehr vom Finanzministerium per Brief aufgemacht werden. Ich finde sowieso: Wenn diese freiwilligen Leistungen eingestellt oder gekürzt werden würden, wäre dies ein Todesstoß für jede Stadt. Dann werden immer mehr junge Leute abwandern, und die Zukunft würde düster aussehen. Dann hat das Land der Frühaufsteher eine andere Bedeutung, denn wenn nichts mehr los ist, kann man früh ins Bett und somit früh aufstehen. Noch ein Grund zum Frühaufstehen sind die vielen Pendler, die nach Niedersachsen zur Arbeit fahren.   
Vielleicht machen aber die Abgeordneten der Stadt Oberharz am Brocken einen großen Fehler, denn nach Vorbildwirkung der Landtagsabgeordneten müssten sie gerade jetzt ihre Aufwandsentschädigung und das Sitzungsgeld drastisch erhöhen: Aus der Mathematik weiß man ja, dass minus mal minus plus ergibt.“    Dietmar Grunwald, Elbingerode

Volksstimme Wernigerode, 07.02.2012

Eisflächen sind nicht freigegeben

(05.02.2012)

Hasselfelde (bfa) „Es ist keine Eisfläche in der Stadt Oberharz zum Betreten freigegeben“, informierte Ordnungsamtsleiter Roland Krebs gestern die Harzer Volksstimme. Weder der Stieger See noch die früher manchmal zugängliche Fläche in ‍Elbinge‍‍rode dürfe betreten werden. Für eine Freigabe wären kostspielige statische Untersuchungen nötig, die bei Tauwetter hinfällig würden. Die Gefahr sei nicht zu unterschätzen. „Deshalb sind wir mit der Freigabe im Interesse aller sehr vorsichtig“, so Krebs.


Volksstimme Wernigerode, 04.02.2012

„Weiße Flecke“ in Harzgerode

(04.02.2012)

Halberstadt (tk) Fast 98 Prozent der Bewohner des Harzkreises können das Internet nutzen. Diese Bilanz hat Landrat Michael Ermrich auf seinem Neujahrsempfang gezogen, mit der Einschränkung, „zumindest über eine Grundversorgung im Rahmen des Breitbandausbaus“. Laut Ermrich sind 100 der insgesamt 122 Ortsteile im Harzkreis versorgt, für drei Orte sei der Ausbau beantragt und für sieben weitere werde ein Fördergeldantrag vorbereitet.   
Auf Volksstimme-Nachfrage teilte die Kreisverwaltung mit, dass derzeit in Emersleben, Neinstedt, Stecklenberg und Warnstedt der Internetausbau verwirklicht werde, darum zählten diese Orte bereits zu den 100 als erschlossen erwähnten. Die Förderung des Internetausbaus beantragt wurde für Bad Suderode, Cattenstedt und Wienrode. Jene sieben Orte, für die solche Anträge derzeit vorbereitet werden, sind: Heimburg, Elend, Königshütte, Neuwerk, Rübeland, ‍Stiege und Trautenstein.   
Die Kreisverwaltung listete schließlich auch jene „weißen Flecke“ auf, für die es bislang weder Planungen noch Anträge auf einen Breitbandausbau gibt: Alexisbad, Dankerode, Königerode, Mägdesprung, Schielo, Siptenfelde und Straßberg (alle Harzgeröder Ortsteile). Bis vor Kurzem gehörten zu dieser Auflistung auch Deesdorf und Nienhagen aus dem Vorharz und die Nordharzer Orte Danstedt, Schmatzfeld und Veckenstedt. Die Verantwortlichen dieser Orte hätten im neuen Jahr Kontakt mit dem Breitbandzentrum aufgenommen, hieß es.  
• weitere Infos unter www.breitbandregion-harz.de

Volksstimme Wernigerode, 03.02.2012

Tourismusplan beim Landrat diskutiert

(04.02.2012)

Elbingerode (bfa) Das Tourismuskonzept der Stadt Oberharz war Thema eines Treffs am Mittwoch beim Harzer Landrat Dr. Michael Ermrich. Dazu waren Stadtchef Frank Damsch und Tourismus- sowie Höhlenbetriebschefin Cathleen Hensel in Halberstadt. Gemeinsam mit Vertretern der Landesregierung und Landtagsmitgliedern wurde über den künftigen Tourismus in der Kommune beraten. Das Konzept müsse dieses Jahr fertig werden und solle demnächst vorgestellt werden, war zu erfahren.

Volksstimme Wernigerode, 03.02.2012

Kälte, Schnee und Loipenspaß – sogar ein fröhlicher Frostzelter in Elbingerode / Verschiedenste Winterfreuden und die Vorbereitung auf die Ferien in Stadt Oberharz

(04.02.2012)
Elbingerode Pünktlich zu den Winterferien rüstet sich die Stadt Oberharz in ihren Ortsteilen für eine schöne Wintersaison.   
In Hasselfelde ist die Tourist-Information bereits seit Mittwoch und nun noch bis 29. Februar montags bis freitags durchgehend und samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Ebenso die Skiausleihe in Hasselfelde (siehe Kasten rechts). Gespurt ist an der Hassel die beliebte Carlshausloipe ab B•81, Radeweghaus Richtung Carlshausturm und Trautenstein.   
In ‍Benneckenstein freut sich Volker Schirmer am Pfeiferberg über Betrieb an seinem Skilift. „Ich bin teils gar nicht zum essen gekommen“, so Schiermer gegenüber der Harzer Volksstimme. Der Blankenburger hat letztes Jahr erstmals für dieses Angebot ge sorgt und dieser Tage geöffnet.   
Und zwar heute von 13.30-16 Uhr sowie an den Wochenenden und in der kommenden Ferienwoche durchgängig von 10 bis 16 Uhr – je nach Lage auch mal länger oder früher oder nach Absprache.   
In Elbingerode machen nicht nur die Wintersportler mobil, son dern auch Campingplatzbetreiber Elke und Horst Bittner. Sie staunten nicht schlecht, als jetzt ein Gast sogar mit Zelt anreiste. Karl Allwardt aus Bargteheide ist geradezu erpicht, auch bei klirrender Kälte sein Zelt in den Bergen aufzuschlagen. Sowas haben Bittners auch noch nicht erlebt.    Der Gast übernachtet einige Tage auf dem Campingplatz am Brocken und lässt sich auch von den minus 18 Grad gestern nicht ins Bibbern bringen. „Urlaub bedeutet für mich campen“, so der Schleswig-Holsteiner. Eigentlich habe er nach Österreich gewollt, berichtet der Gast. Aber seine Frau habe gefragt: „Warum denn nach Österreich, der Harz ist doch so nahe?“ Bei der Suche nach Wintercampingplätzen sei er dann auf Elbingerode gestoßen.   
„Warum nach Österreich, der Harz ist nahe?“ hatte seine Frau gefragt So schlug Karl Allwardt bei Kälte, aber herrlichstem Sonnenschein sein Zelt oberhalb Elbingerodes auf. Ein Ofen drinnen und viele Felle schützen den passionierten Campingfreund vor der grimmigen Kälte. Sein aus Norwegen stammendes Zelt sei geräumig, fast drei Meter hoch, so der Gast gestern, legt noch ein Stück Holz nach, genießt den Tag. Vor dem Zelt liegen seine Langlaufski, um die Harzer Loipen zu erkunden. Viele Gäste und Harzer selbst werden es ihm sicher gleich tun.


Bild: Betrieb am Skilift zum Pfeiferberg in Benneckenstein. Foto: Jürgen Kohlrausch

Von Burkhard Falkner und Günther Breutel, Volksstimme Wernigerode, 03.02.2012

Foto zu Meldung: Kälte, Schnee und Loipenspaß – sogar ein fröhlicher Frostzelter in Elbingerode / Verschiedenste Winterfreuden und die Vorbereitung auf die Ferien in Stadt Oberharz

Quote witterungsbedingt deutlich gestiegen / Dennoch günstigste Entwicklung seit 1991 registriert / Aufschwung spätestens ab März

(02.02.2012)

Halberstadt (im) Das Jahr 2012 ist mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit gestartet.   
Heike Schittko, Chefin der Halberstädter Agentur für Arbeit, zeigte sich davon gestern bei der Vorstellung der Januarzahlen nicht überrascht. Sie sagte: „Es war zu erwarten, dass die kühleren jahreszeitlichen Bedingungen zu steigender Arbeitslosigkeit führen.“ Außerdem würden nicht mehr so viele Frauen und Männer an Fortbildungen teilnehmen. Heike Schittko: „Dennoch war dies die günstigste Januar-Entwicklung seit 1991.“   
Sie rechne fest damit, dass sich der wirtschaftliche Aufwärtstrend spätestens im März durchsetzen werde. Dazu verwies die Agenturchefin auf die unverändert gute Bereitschaft der regionalen Unternehmen bei Einstellungen. Es müsse deshalb vorrangiges Bestreben sein, deren Wünsche und Anforderungsprofile mit den beruflichen Vorstellungen und Leistungsparametern der Jobsuchenden in Einklang zu bringen. Dies alles mit dem Ziel, damit daraus möglichst viele neue Beschäftigungen entstehen.   
35,3 Prozent aller Arbeitslosen (im Vorjahr 35,9 Prozent) waren bei der Agentur registriert – die anderen 64,7 Prozent (64,1 Prozent) in der KoBa Jobcenter Landkreis Harz. Betriebe und Verwaltungen meldeten dem Arbeitgeberservice im Januar 230 offene Stellen. Dies waren 127 weniger als im Dezember 2011. Bei 210 dieser Offerten handelte es sich um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen (-114 zu Dezember 2011).   
Zum Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente bilanzierte die Agentur 535 Eingliederungszuschüsse und 291 Förderungen im Rahmen der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit. Zudem befanden sich 1611 Frauen und Männer in von der KoBa geförderten Arbeitsgelegenheiten.

Volksstimme Wernigerode, 01.02.2012

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Foto zu Meldung: Quote witterungsbedingt deutlich gestiegen / Dennoch günstigste Entwicklung seit 1991 registriert / Aufschwung spätestens ab März

Land rät auch bei Sitzungsgeld zum Sparen

(02.02.2012)

Magdeburg/Elbingerode (bfa) Per Brief aus dem Finanzministerium wird die Stadt Oberharz am Brocken aufgefordert, angesichts der Millionen umfassenden Finanzlücke freiwilligen Leistungen zu überdenken. Ausdrücklich genannt werden die Ausgaben für Fremdenverkehr (154 000 Euro), Sportanlagen (rund 93 000 Euro), die Harzer Schmalspurbahnen (rund 19 000 Euro), die Jugendarbeit (knapp 66 000 Euro), die Büchereien (gut 90 000 Euro) und auch für die Wirtschaftsförderung/Arbeitsförderungsgesellschaft Harz (37 000 Euro). Erwähnt wird in diesem Zusammenhang auch, dass die Aufwandsentschädigungen der Stadtratsmitglieder (87 Euro im Monat) und das Sitzungsgeld (13 Euro) in die Sparüberlegungen mit einzubeziehen sind.

Kommentar:Dreist

In einem Brief mahnt das Finanzministerium angesichts des vorhersehbaren chronischen Geldmangels in der Oberharz-Stadt neue Sparvorkehrungen an. Das ist verständlich. Merkwürdig aber ist, dass dabei auch das mickrige Sitzungsgeld von Ratsmitgliedern in die Konsolidierungsbemühungen „einzubeziehen“ sei, wie es so schön heißt. 13 Euro pro Sitzung angesichts fehlender Millionen? So viele Sitzungen hält kein Hosenboden aus, wie da notwendig wären, um Abhilfe zu schaffen. Okay, irgendwo muss man ja anfangen. Warum aber am unteren Ende? Sachsen-Anhalt ist im Durchschnitt höher verschuldet als die Stadt Oberharz, vom Bund ganz zu schweigen. Da müssten viele Diäten statt weiter erhöht glatt gestrichen werden. Und dann auf 13 Euro zu schielen, ist da schon irgendwie dreist.

Von Burkhard Falkner
Volksstimme Wernigerode, 01.02.2012

Stadt Oberharz lebt zwei Jahre – „Saat ist gelegt!“ / Bürgermeister dankt für überparteiliche Zusammenarbeit

(29.01.2012)
Elbingerode „ Trotz großer Schwierigkeiten viel erreicht. Ich möchte mich für die konstruktive und vor allem parteiübergreifende bisherige Arbeit der Stadtratsmitglieder, der Harzer Landtags- und Bundestagsabgeordneten und der Ortschaftsräte bedanken.“ Mit diesem dicken Lob eröffnet Stadtbürgermeister Frank Damsch (SPD) seine Bilanz für das vergangene Jahr – das zweite der noch neuen Stadt Oberharz am Brocken. „Mein Optimismus mag manchen verblüffen, aber er ist begründet“, so Damsch weiter.   
Ein wichtiger Ausdruck für den Fortschritt ist aus Sicht des Stadtchefs die Zusammenarbeit, „ein Zusammenspiel nach Vorn“, zu dem sich die rund 50 Leute in der Kernverwaltung in sehr kurzer Zeit zusammengefunden hätten. So seien finanzielle Probleme nicht zum lähmenden Hindernis geworden, wurde der Freiraum für Stadtentwicklung genutzt.   
„Ich habe hier eine Liste, es gibt keinen Ortsteil in dem wir nicht etwas geschafft haben“, zählt Damsch auf. Manchmal verführe der Alltag zur negativen Sicht, das verstehe er, aber beim genauen Hinschauen sei die Liste des Erreichten doch ganz schön lang (siehe Infokasten rechts).   
„Auf so eine Entwicklung habe ich eigentlich auch gehofft, als ich das Bürgermeisteramt annahm“, sagt Damsch. „Ich denke, es war ein gutes Jahr, die Saat ist gelegt, um daran anzuknüpfen.“   
Das nun begonnene dritte Jahr der Oberharzstadt werde sicher nicht leichter, so das Stadtoberhaupt weiter, aber mit dem Erreichten im Rücken könne es zuversichtlich angegangen werden.   
Eine der wichtigsten Aufgaben sei dieses Jahr die Erarbeitung des Tourismuskonzeptes für die Stadt samt der Debatte um „freiwillige Aufgaben“. Wegen des allgemeinen Geldmangels verweisen die Landesbehörden auf die Ausgaben für Tourist-Informationen, Bäder und Jugendarbeit als Oberharzer Sparpotenziale (wir berichteten).    „Da gibt es unterschiedliche Sichtweisen“, argumentiert Damsch: „Wir meinen, dass es falsch wäre, zum Beispiel das Harzbad zu schließen. Die Stadt generiert rund 50 Millionen Euro Umsatz durch den Tourismus. Wenn wir jetzt ein Basiselement wie die einzige Schwimmhalle schließen würden, wären gleich zig Millionen Euro Umsatz weg. Da hätten wir nichts gekonnt.“
Es gebe Einsparpotenziale anderswo, darüber werde nun zu reden sein, erläutert Damsch. Er zähle weiter auf die bereits in den ersten beiden Jahren der Stadtexistenz bewiesene Hilfsbereitschaft in Magdeburg bei der Landesregierung und bei der Kommunalaufsicht im Harzkreis für die jun ge Einheitsgemeinde.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr weiterkommen, natürlich unter der Voraussetzung, dass wir weiter so gut zusammenarbeiten, überparteilich an einem Strang für die Stadt Oberharz ziehen“, so Damsch. Stück für Stück werde es gelingen, vom Reagieren zum Agieren überzugehen.


Bild: Frank Damsch. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 28.01.2012

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Stadtbilanz 2011

(29.01.2012)

Benneckenstein: Hochwasserschutzeinrichtungen an der Rappbode.
Elbingerode: Sanierung der Grundschule, Einrichtung eines neuen Hortgebäudes, Reparatur der Feuerwehrdrehleiter, Beginn Neugestaltung der B 27, Bau des Verkehrskreisels zur Freilenkung des Marktes, Beitrag zur Rettung des Besucherbergwerks „Drei Kronen & Ehrt“.
Elend: Bau der Schutzmauern an der Kalten Bode und des neuen Feuerwehrhauses.
Hasselfelde: Bau eines neuen Feuerlöschteiches am Bahnhof und eines Durchlasses am Hoyerteich, Beginn der Sanierung der Turnhalle Hagenstraße.
Königshütte: Erneuerung der Straßenbeleuchtung.
Rübeland: Sanierung der Amtsbrücke, erste Reparatur an Susenburger Straße, bauliche Rettung der Burgruine Birkenfeld, Sanierung eines Durchlasses in der Burgstraße, der Treppe am Baumannshöhlenweg und eines Ufermauerstückes im Mühlental.
Stiege: Neugestaltung des Friedhofs.
Sorge: Neugestaltung der Kriegsgräber.
Tanne: Bau der großen Bodemauer, Abriss einer Ruine in der Waldstraße.
Trautenstein: Brücke am Bauhof (Schafstall) überholt, Unterstützung beim Ausbau des Jugendraumes durch die Jugendlichen selbst.

Volksstimme Wernigerode, 28.01.2012

Landesregierung drängt zum Sparen

(28.01.2012)

Elbingerode (bfa) Die Landesregierung drängt die Stadt Oberharz am Brocken zum stärkeren Sparen. Wie Harzer Volksstimme erfuhr, haben die Behörden unter anderem im Visier, dass 17 Prozent der Einnahmen der Stadt im Verwaltungshaushalt für „freiwillige Aufgaben“ ausgegeben werden. Darunter für die Bäder 2011 über 563000 Euro, allein für das Harzbad in ‍Bennecken‍‍stein 333000 Euro. Auch Ausgaben für Tourist-Informationen (27000 Euro), Jugendarbeit und Büchereien sind Thema. Die Hinweise würden jetzt eingehend geprüft, hieß es im Rathaus.

Volksstimme Wernigerode, 27.01.2012

Naturspaß grenzenlos: Mountainbike-Park nun von Seesen bis Ilfeld / Stadt Oberharz mit Goslar, Blankenburg, Clausthal-Zellerfeld, Wernigerode und Ilsenburg in der Arbeitsgemeinschaft

(27.01.2012)

Elbingerode (bfa) Die Eroberung schöner Landschaften per Bergfahrrad, das Mountainbiking, gilt als Trendsport. Und die Stadt Oberharz ist nun auch Teil des dafür angelegten Mountainbike-Parkes Harz.   
Bürgermeister Frank Damsch unterzeichnete dazu kürzlich in Clausthal-Zellerfeld den Vertrag zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft. Mit im Boot oder besser, im Fahrradsattel, sitzen die Stadtchefs von Blankenburg, Wernigerode und Ilsenburg. Hanns-Michael Noll, Peter Gaffert und Denis Loeffke unterzeichneten ebenfalls den Vertrag. Trägerorganisation für das Routennetz ist die Volksbank Arena Harz beziehungsweise die Harz-Agentur aus Clausthal Zellerfeld. Deren Geschäftsführer Michael Beyer-Zamzow hat die Gründung der Arbeitsgemeinschaft ebenfalls mit seinem Namen versehen. Als Ansprechpartner für die nächsten drei Jahre wurde der Vertreter Wernigerodes bestimmt, später soll von den AG-Mitgliedern ein neuer ausgewählt werden.   
Damit tritt die Stadt Oberharz einem im Nachbarkreis Goslar und anderen Städten schon seit Jahren bestehenden Angebot für Mountainbiker bei. Seit Mitte 2011 gestatten die Routen länderüber greifende Touren von Seesen über Goslar und Ilsenburg, Schierke bis Osterode und Ilfeld. Nun kommen quasi in der Mitte rund 34 Kilometer Radwege in den landschaftlich reizvollen Bereichen Elbingerode (Büchenberg, Galgenberg), Rübeland, Königshütte, Hasselfelde (Hasselvorsperre) hinzu.   
Dazu werde nichts umgeschildert oder neu angelegt, die Routen seien bereits da, wie Michael Kubocz, Vize-Bauamtsleiter Oberharz, erläutert. Im Frühjahr sollen lediglich Pfosten gesetzt werden, um die von der Volksbank-Arena zur Verfügung gestellten Schilder rechtzeitig zur neuen Mountainbike-Saison anzubringen.   
Insgesamt gibt es damit nun weit über 2000 Kilometer Strecke für Bergfahrradfans. Der Stadtrat Oberharz hatte den Lückenschluss für den Harz und damit den Ausbau der touristischen Infrastruktur schon letzten Dezember einstimmig befürwortet. Laut Kubocz soll das Wegenetz künftig noch in Richtung ‍Bennecken‍‍stein und in Richtung Ilsenburg vervollkommnet werden, auch eine Wegekarte sei in Arbeit.

Bild: Mountainbiker im Harz auf Fahrt.

Volksstimme Wernigerode, 26.01.2012

 

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Harzer Treff morgen unterm Berliner Funkturm / Präsentation als Wirtschafts-, Tourismus- und Wissenschaftsort auf der „Grünen Woche“

(27.01.2012)

Halberstadt Morgen ist der Harz gleich in drei Messehallen unter dem Berliner Funkturm zu finden. Ein Vorteil für jene Besucher die die Urlaubsregion als grenzenloses Angebot wahrnehmen wollen? Neben den Ständen in den Länderhallen von Sachsen-Anhalt und Niedersachen ist der traditionelle Tag der deutschen Landkreise in der Halle 4.2b die dritte Bühne für die Region.   
Einer gestern verbreiteten Mitteilung aus dem Halberstädter Landratsamt zufolge, wolle sich der Harzkreis am Freitag auf der „Grünen Woche“ als „einer der bedeutendsten Wirtschafts-, Tourismus- und Wissenschaftsstandorte Sachsen-Anhalts“ präsentieren. Unter dem Motto „5 Jahre – Harzkreis“ wirbt der Wernigeröder Bürgerpark mit einer Miniatur aus dem „Kleinen Harz“ in der Hauptstadt. Das Puppenmuseum aus Nienhagen stellt dort erneut historische und moderne Puppen aus und demonstriert die Teddyherstellung. Fertigkeiten in der Holzbearbeitung können am Stand der Schnitzerei Bormann aus Rieder ausprobiert und auf einer Mini-Golfanlage des Parkhotels Schloss Meisdorf gespielt werden, heißt es in der Presseinformation. Erfrischungen würden von den Harzer Mineralquellen aus Blankenburg gereicht, Hochprozentiges könne bei der „Destilia Quitilinga“ verkostet werden. Der Auftritt des Harzer Jodlermeisters Andreas Knopf mit seiner Gesangspartnerin Martina Weber aus Altenbrak gehört zum bekannten Angebot der Harzer für die Messebesucher, ein „Medley der besonderen Art“ wolle hingegen das Nordharzer Städtebundtheater darbieten.   
In der Sachsen-Anhalt Halle will die Kreisverwaltung mit Partnern aus der Region noch bis zum letzten Messetag am Sonntag auf die Angebotsvielfalt der Region hinweisen. Dazu gehören die Oberharzer Orte ‍Benneckenstein, Elbingerode, Elend, Hasselfelde, Sorge, Stiege, Tanne, die Halberstadt-Information, die Harzer Schmalspurbahnen, die Wernigerode Tourismus GmbH sowie die Tourismusgemeinschaft Unterharz. Laut Kreisverwaltung können sich die Besucher in Gesprächen an den Ständen dieser Touristiker über Ausflugsziele und Übernachtungsmöglichkeiten im Harzkreis informieren.

Bild: Blick in die Messehalle der „Grünen Woche“ in Berlin, in der sich vor allem Unternehmen aus Sachsen-Anhalt präsentieren. Foto: privat

Von Tom Koch, Volksstimme Wernigerode, 26.01.2012

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„Harzjumper“ rollt los und bringt Hilfe für die Jugendarbeit – Wie soll sie aussehen?/Kreis- Kinder- und Jugendring sowie Stadt Oberharz schicken heute Briefe an alle Eltern

(27.01.2012)

Elbingerode Angebote für Jugendliche gibt es in fast jedem Ortsteil von Stiege bis Elend. Aber nicht selten stehen die jungen Leute allein da und machen sich eine Kopf, um Mädchen und Jungen im Ort etwas zu bieten. Das meint die Stadtjugendpflege und charterte nun den „Harzjumper“.   
Dahinter verbirgt sich ein Auto, das vom Kreis- Kinder- und Jugendring Harz zu einem mobilen Jugendklub umgebaut wird. Der „Harzspringer“, wie das Auto auf deutsch heißt, soll echte Hilfe für die Jugendszene bringen.   
„Es geht darum, die Angebote für Kinder und Jugendliche vor Ort zu verbessern, Hilfestellung für die bereits aktiven jungen Leute zu geben“, sagt Thomas Richardt, Leiter der Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendrings, zugleich Erfinder des Projektes. „Wir wollen, dass sich die Jugend im Heimatort wohlfühlt, zuhause ist und hier bleibt“, so Richardt.   
Er stellte die Aktion gemeinsam mit dem Jugendring-Mitarbeiter Sven Webel und Stadtjugendpflegerin Evelyn Zinke in Elbingerode vor. Sie stießen bei Oberharzstadtbürgermeister Frank Damsch auf offene Ohren. „Uns liegt es sehr am Herzen, dass die Kinder und Jugendlichen sich wohlfühlen und ein frohes Jugendleben organisieren können“, so Damsch. Gerade in einer Flächenstadt wie Oberharz mit einem Areal fünfmal so groß wie Magdeburg sei es besonders wichtig, trotzdem flächendeckend Angebote an den Nachwuchs zu haben und auszubauen.   
Dazu soll nun der Truck „Harzjumper“ im Frühjahr anrollen und Raum für Treffs bieten. Er soll zugleich Raum sein für Beratungen bei vielen Themen. Von den oft kniffligen Rechtsfragen bis hin zu pädagogischen Tipps für zuhause oder zur Berufswahl. Das Spekt rum sei breit und werde von den Kindern und Jugendlichen selbst bestimmt, so Richardt.   
Vorbereitet wird das Ganze ab heute mit einem Brief an alle Eltern der Stadt Oberharz am Brocken. Auf Fragebögen können die rund 800 Oberharzstädter zwischen 8 und 18 Jahren ihre Hinweise und Wünsche kundtun und über die Tourist-Information im Ort zurückgeben. „Es ist eine Bedarfsanalyse“, so Richardt, „um dann gleich mit dem richtigen Angebot im ,Harzjumper‘ in den jeweiligen Ort zu fahren.“   
Dabei gehe es sowohl um den Ausbau von Angeboten, aber auch um den Rückbau dort, wo sie sinnlos seien. „Uns geht es nicht darum, in bestehende Strukturen, etwa gut arbeitender Clubs und so, einzugreifen“, so Evelyn Zinke. „Ich kenne viele aktive Gruppen, war zum Beispiel in Trautenstein und Tanne verblüfft, was dort auf die Beine gestellt wird. Aber das ist nicht überall so, und manchmal kommt selbst ein sonst guter Club nicht weiter - da wollen wir ansetzen und Hilfestellung geben.   
Daten und Fakten:
Bevölkerungsanteil: rund 800 Oberharzstädter sind zwischen 8 und 18 Jahren,   
Jugendräume: in Elbingerode, ‍Benneckenstein, Hasselfelde (Arbeiterwohlfahrt), Stiege, Trautenstein, Tanne, Elend,   
Kein Jugendraum: in Sorge, Rübeland, Königshütte   
Zeittafel zur Aktion:
- heute Umfragebriefe an Eltern,
- 3. Februar: Abholung der Fragebögen in den Tourist-Informationen der Orte,   
-Frühjahr: „Harzjumper“ rollt an,
-Frühsommer: Kinder- und Familienfest in ‍Benneckenstein, Auswertung der Fragebögen, Vorstellung Ferienpass-Card.

Bild: Sven Webel, Evelyn Zinke, Thomas Richardt und Frank Damsch (von links) mit den Briefen an alle Eltern. Foto: Burkhard Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 26.01.2012

 

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Oberharzer sind im Durchschnitt 50

(26.01.2012)

Elbingerode (bfa) Das Durchschnittsalter der Oberharzstädter liegt bei 50 Jahren, wie aus der neusten Statistik hervorgeht. Danach hat die Stadt Oberharz am Brocken 11880 Einwohner. Das sind 620 weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang, heißt es, sei größer als erwartet.

Volksstimme Wernigerode, 25.01.2012

Oberharzstadt am Mountainbike-Netz

(22.01.2012)

Elbingerode (bfa) Unterzeichnet wurde am Donnerstag in Clausthal-Zellerfeld von Vertretern der Stadt Oberharz der Beitritt zum Mountainbike-Netzverbund der Volksbank Arena. Es ist der offizielle Startschuss zum bereits in Wernigerode vereinbarten Ausbau des Angebotes reizvoller Mountainbiketouren inklusive Downhill-Abfahrten von Goslar bis in den Südharz und nun auch im Areal der Stadt Oberharz.

Volksstimme Wernigerode, 21.01.2012

Stadt Oberharz informiert zur Steuerzahlung

(21.01.2012)

Elbingerode (bfa) Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B bleiben in diesem Jahr gegenüber 2011 unverändert, so dass auf die Erteilung von Abgabenbescheiden für 2012 verzichtet werde, informiert die Stadtverwaltung Oberharz. Die Grundsteuer werde wie üblich am jeweils 15. Februar, Mai, August und November fällig. Für Steuerpflichtige, für die die Grundsteuer als Jahresbetrag festgesetzt wurde, werde sie am 1. Juli fällig. Die gleiche Prozedur gelte für die Hundesteuer, da sich auch dort die Steuersätze nicht geändert haben. Weitere Infos zu diesen Fragen im Internet oder in den Rathäusern vor Ort.

Volksstimme Wernigerode, 20.01.2012

Vertragsabschluss für Mountainbikenetz

(20.01.2012)

Clausthal-Zellerfeld (im) Die Arbeitsgemeinschaft „Mountainbike Park Harz“ nimmt weiter Formen an. Nach dem Abschluss einer Vereinbarung zwischen den Städten Wernigerode, Blankenburg, Ilsenburg und Oberharz am Brocken im Dezember (wir berichteten) wird heute in Clausthal-Zellerfeld ein Kooperationsvertrag mit der niedersächsischen Lenkungsgruppe für dieses Projekt abgeschlossen.

Volksstimme Wernigerode, 19.01.2012

Meldeämter nur eingeschränkt auf

(19.01.2012)

Stadt Oberharz (bfa) Ab sofort und noch für sechs Wochen sind die Einwohnermeldeämter der Stadtverwaltung Oberharz am Brocken aus technischen Gründen nur eingeschränkt geöffnet, teilt die Stadtverwaltung mit. Mal ist das Meldeamt in Hasselfelde geschlossen, mal das in Benneckenstein und Elbingerode. Informationen zu den vorübergehenden Öffnungszeiten gibt es im Internet unter Oberharzstadt.de/news und in den Rathäusern der Orte.

Volksstimme Wernigerode, 18.01.2012

Gebührenbescheide mit neuen Zahlen

(19.01.2012)

Elbingerode (bfa) Der Stadtrat Oberharz am Brocken hat in den vergangenen beiden Sitzungsperioden die Neufassung der Friedhofsgebührensatzung beschlossen. Die neuen Entgelte wurden auf der Grundlage der Gebührenkalkulationen der letzten drei Jahre ermittelt. „Nunmehr werden in diesen Tagen durch die Stadtverwaltung Gebührenbescheide auf der Grundlage dieser neuen Satzungen versandt“, informiert Hauptamtsleiter Hans-Henning Friedrichs. „Die Verwaltung weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Einzugsermächtigungen nicht verändert werden müssen. Die Abbuchung erfolgt automatisch entsprechend des Gebührenbescheids“, so Friedrichs, und: „Daueraufträge müssen jedoch vom Gebührenpflichtigen entsprechend des neuen Bescheids geändert werden.“ Für eventuelle Rückfragen stehe Mitarbeiterin Edeltraut Stöber, Telefon (039459) 78 91 36, zur Verfügung.

Volksstimme Wernigerode, 18.01.2012

„Nicht alles Streugut gleich wegfegen!“ / Bauhofchef Lamm informiert über aktuelle Aktion und warnt Voreilige: Die Winterperiode sei noch nicht zu Ende

(13.01.2012)

Elbingerode (bfa) „Wir sammeln in den Orten das herabgefallene Astwerk an Gemeindestraßen ein, in ‍Elbingerode haben wir gerade auch Sturmschäden an der Schule beseitigt“, informiert Oberharz-Bauamtsleiter Roland Lamm.   
Dafür seien die Mitarbeiter derzeit viel unterwegs und hätten nach den stürmischen letzten Tagen allerhand zu tun. „Zugleich wollen wir den gröbsten Schmutz von den ersten Streuaktionen beseitigen“, so Lamm weiter. Er betont zugleich: „Aber nicht alles Streugut gleich wegfegen!“. Denn laut Stadtsatzung werde das Streugut durch den Bauhof erst zum Ende der Winterperiode beseitigt. Deren Ende sei aber noch nicht in Sicht. So wäre es auch nicht hilfreich, argumentiert der Bauhofchef, wenn Anlieger jetzt schon alles Streugut penibel wegfegen, womöglich in die Gosse oder zu Häufchen an Gullys aufschichten.   
„Falls es schneit oder regnet, sind die Abläufe dann schnell verstopft“, warnt Roland Lamm und bittet zugleich um Verständnis und Beachtung dieser Hinweise. Lamm: „Freitag soll es schneien.“

Bild: Werner Geist (links) aus Elbingerode und Günter Schmalisch (Wernigerode) vom Bauhof der Stadt Oberharz am Brocken entsorgen herabgefallene Äste in Elbingerodes Innenstadt. Foto: Burkhard Falkner

Volksstimme Wernigerode, 12.01.2012

Foto zu Meldung: „Nicht alles Streugut gleich wegfegen!“ / Bauhofchef Lamm informiert über aktuelle Aktion und warnt Voreilige: Die Winterperiode sei noch nicht zu Ende

Kein Hochwasser im Harz / Pegelstände „knapp unter Meldegrenze“

(11.01.2012)

Wernigerode (mpi) Trotz des anhaltenden Regens der vergangenen Tage gibt der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Entwarnung für die Flüsse im Altkreis Wernigerode. Mitarbeiterin Antje Rentsch: „Die Pegelstände von Bode, Holtemme und Zillierbach liegen knapp unter der Meldegrenze.“   
In der vergangenen Woche gab es allerdings drei Warnmeldungen, „aber alle im Oberharz“. So erreichte die Warme Bode bei ‍Tan‍‍ne am 2. und am 5. Januar die Meldemarke ebenso wie die Holtemme im Bereich Steinerne Renne. „Momentan verzeichnen wir aber gleichbleibende bis leicht fallende Pegel an allen Messstationen“, so Antje Rentsch von der Vorhersagezentrale in Magdeburg. Aktuelle Warnungen gebe es hingegen für die Weiße Elster bei Halle. Im Bereich Oberthau bei Schkeuditz gelte die erste Alarmstufe.

Volksstimme Wernigerode, 10.01.2012

Abwasserverband senkt eine Gebühr, muss aber die für Regenwasser kräftig anheben - Immer mehr Oberharzstädter lasssen Niederschlagswasser versickern / Kontrollen angekündigt

(08.01.2012)

Mit dem neuen Jahr sinken und steigen Gebühren beim Wasserund Abwasserverband Holtemme-Bode. In Stadt Oberharz wird vor allem die Niederschlagswasser-Entsorgung teurer. Volksstimme-Redakteur Burkhard Falkner sprach dazu mit Verbandsgeschäftsführer Nikolai Witte.   
Harzer Volksstimme: Herr Witte, neues Jahr – neue Gebühren. Die Verbandsversammlung hat Ende 2011 getagt und für 2012 neue Gebühren beschlossen. Was ändert sich für die Stadt Oberharz?
Nikolai Witte: Der eingeschlagene Weg der letzten Jahre und auch die Fusion sind erfolgreich. Im Bereich Bode/Stadt Oberharz bleiben die Versorgungspreise für Trinkwasser 2012 auf dem Niveau von 2011. Die Gebühren für die zentrale Abwasserentsorgung sinken sogar, und zwar für die Entsorgung in der Zentralkläranlage ‍R‍ü‍beland von 4,40 auf 4,20 Euro je Kubikmeter und für die Entsorgung der wenigen verbliebenen Öffentlichen Kleinkläranlagen von 4,38 auf 4,18 Euro je Kubikmeter.   
Volksstimme: Wie sieht es im Vergleich mit dem Holtemme-Bereich mit den Gebühren aus?
Witte: Im Bereich Holtemme haben wir eine Senkung herausgearbeitet. Die Gebühr für die zentrale Schmutzwasserentsorgung in der Kläranlage Silstedt sinkt von 3,10 auf 3,00 Euro je Kubikmeter, und die Gebühr für die Entsorgung in den 22 öffentlichen Kleinkläranlagen dieses Bereiches von 3,22 auf 3,05 Euro. Die Gebühr für zentrale Niederschlagswasserentsorgung ermäßigt sich von 9,33 auf 8,80 Euro je 10 Quadratmeter.   
Volksstimme: Niederschlagswasser ist oft ein Reizwort in der Stadt Oberharz. Sinken da jetzt auch die Gebühren?   
Witte: Nein, leider nicht. Die Verbandsversammlung hat zu Jahresbeginn für die nächste Kalkulationsperiode die Gebühr für die zentrale Niederschlagswasserentsorgung von 7,25 auf 9,53 Euro je 10 Quadratmeter sogar deutlich anheben müssen.   
Volksstimme: Das sind saftige 2,28 Euro. Warum?   
Witte: Weil die Einleitflächen stetig zurückgegangen sind, die Anlagen zur Entsorgung aber vorhanden bleiben, unterhalten und gepflegt werden müssen.
Volksstimme: Wieso gingen die Einleitflächen so stark zurück?
Witte: Vor allem durch Versickerung des Niederschlages auf dem eigenen Grundstück. Dazu haben uns die Kunden angezeigt, dass sie ihr Regenwasser selbst ordnungsgemäß versickern zu lassen. Das mussten wir hinnehmen.   
Volksstimme: Wenn die Zahl der sogenannten Einleiter aber immer weiter sinkt, wird es für die Verbleibenden immer teuerer. Die letzten, die nicht versickern lassen können, beißen sozusagen die Hunde, sie zahlen die Anlagen für alle. Wollen Sie das?   
Witte: Bislang mussten wir das wegen der Rechtsprechung so akzeptieren. Künftig geht dies nicht mehr, denn hier haben die Richter in Sachsen-Anhalt wieder den Solidargedanken gestärkt. Andererseits mehren sich Hinweise, dass in einigen Fällen doch Niederschlagswasser auf öffentliche Flächen läuft. Das darf von Gesetzes wegen nicht sein, unter anderem auch, weil das Wasser derzeit gefrieren und etwa auf den Straßen zu Gefährdungen führen kann.
Volksstimme: Was wollen Sie dagegen tun?   
Witte: Der Verband ist nun gehalten, nach und nach die Grundstücke zu überprüfen und bei nicht ordnungsgemäßer Versickerung des Niederschlagswassers das Grundstück wieder in die öffentliche Ableitung einzubinden. Möglich, dass später die Gebühr wieder gesenkt werden kann.
Volksstimme: Letzte Frage: Et liche Oberharzstädter entsorgen noch zu Hause in privaten Klärgruben, was ändert sich da? Witte: Bis zu einer Neukalkulation der Gebühren vorerst nichts. Über diese Gebühr im Bereich Bode/Stadt Oberharz wird die Verbandsversammlung erst in einer kommenden Sitzung entscheiden. Volksstimme: Wann etwa?
Witte: Ich denke, so etwa im Juli wird über eine eventuelle Anpassung ab 2013 beraten werden.

 

Neue Gebühren 2012 auf einen Blick

Erhöhung:

Niederschlagswasserentsorgung zentral, von 7,25 auf 9,53 Euro je 10 Quadratmeter,   

Senkung:

-Schmutzwasserentsorgung in der Zentralkläranlage ‍R‍übel‍and von 4,40 auf 4,20 Euro je Kubikmeter, -Schmutzwasserentsorgung in den öffentlichen Kleinkläranlagen von 4,38 auf 4,18 Euro je Kubikmeter,    Gleichbleibend:   

Mengenpreis für Trinkwasser,   

Offen:   

Preis für Abwasserentsorgung privat/dezentral. 

 

Bild: Kläranlage bei Rübeland: Die zentrale Abwasserentsorgung wird etwas billiger, bei Niederschlagswasser wird‘s teuer. Foto: B. Falkner

Volksstimme Wernigerode, 07.01.2012


Foto zu Meldung: Abwasserverband senkt eine Gebühr, muss aber die für Regenwasser kräftig anheben - Immer mehr Oberharzstädter lasssen Niederschlagswasser versickern / Kontrollen angekündigt

Zwei Riesenfeten und sieben Gottesdienste

(31.12.2011)
  • Oberharzer Silvestergaudi: Elbingerode, Bodfeldhalle, ab 19 Uhr, mit Show-Band, letzte Restkarten unter Telefon (03 94 54) 3 75, übers Internet oder vor Ort,
    Western-Silvester: Hasselfelde, „Pullman City Harz“/Music-Hall, Einlass ab 18 Uhr, mit Countrymusic, Rockabilly und Show, Restkarten: Telefon (039459) 7310, Internet oder vor Ort.   


Gottesdienste heute:

  • Elbingerode: heute, 10 Uhr Jahresschlussandacht im Seniorenheim am Bleichenkopf, 17 Uhr Jahresschlussandacht in St. Jakobi, Mutterhaus Elbingerode: heute 17 Uhr, Jahresschlussgottesdienst mit Abendmahl und Verkündigung, mit Pfarrer Torsten Ernst,
  • Hasselfelde: heute, St. Antoniuskirche, 18 Uhr, Jahresschlussandacht,
  • Trautenstein: heute 15 Uhr Predigtgottesdienst,
  • Königshütte: heute, Kirche, 15 Uhr, Jahresschlussandacht, ‍
  • Benneckenstein: heute 17 Uhr, St. Laurentiuskirche, Jahresschlussandacht mit Abendmahl


Volksstimme Wernigerode, 31.12..2011

Rettende Geldspritze für die Oberharzstadt: Finanzminister gibt gut 1,2 Millionen und mahnt Sparbemühungen an / Stadtchef dankt: 2012 wird spannendes Jahr

(24.12.2011)
Magdeburg/Elbingerode Frohe Botschaft pünktlich zu Weihnachten: „Wegen erheblicher Finanzprobleme hilft das Land erneut. Um sofortige Zahlungsverpflichtungen leisten zu können, erhält die Stadt eine Liquiditätshilfe von 1204800 Euro.“   
Das teilte Rotraud Schulze, Sprecherin des Finanzministeriums, gestern mit. Bisher schon seien Bedarfszuweisungen in Höhe von 19,8 Millionen Euro geflossen, plus der zwei Millionen Euro zuvor zum Ausgleich von sogenannten Altfehlbeträgen in der Gemeindegebietsreform.   
Mit dem Geld können nun die drängendsten Probleme weiter gelöst werden“, reagierte Oberharz-Stadtchef Frank Damsch mit Dank. „Es zeigt zugleich, dass in Magdeburg unsere Probleme ernst genommen werden und speziell Finanzminister Jens Bullerjahn mit uns konstruktiv daran arbeitet, aus dem einzigartigen Gebilde unserer Stadt langfristig eine tragfähige Kommune zu machen“, sagte Damsch.   
Zu den drängendsten Problemen, die mit der neuen Finanzhilfe nun angegangen würden, gehöre die Zahlung der gestundeten Kreisumlage, hieß es. Deren aufgelaufene Höhe betrage auch etwa 1,2 Millionen Euro.   
„Damit ist das neue Geld wieder weg, aber wir stehen trotzdem besser da als vorher, weil wir mit der zugesagten Überziehung unseres Kredites wirtschaften können. Das wäre sonst nicht der Fall“, erläutert Damsch, der sich gestern noch von einer überstandenen Krankheit erholte.   
Dabei sei auch klar, so der Stadtchef weiter gegenüber Harzer Volksstimme, dass die Oberharzkommune ihre Sparbemühungen verstärken müsse. Finanzminister Jens Bullerjahn legte dazu gestern gegenüber der Presse unmissverständlich dar:   
„Das Land hilft den Kommunen im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten. Wir erwarten auf der anderen Seite aber auch, dass die Kommunen sich zuallererst selbst bemühen, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen. Wer auf kommunale Selbstverwaltung pocht, muss alles daran setzen, die eigenen Probleme offensiv anzugehen“, so Bullerjahn. Kommentar Frank Damsch: „Das haben wir so besprochen, es wird ein spannendes neues Jahr mit vielen Herausforderungen.“   
Vor diesen Herausforderungen sei ihm nicht Bange, so Damsch weiter: „Wir bekommen Unterstützung von den Behörden, vor allem auch von den Landtagsmitgliedern der Region und der Kommunalaufsicht, denen ich extra danken möchte“, sagte Damsch, und: „Wir haben in der Stadt Oberharz eine gute Mannschaft, mit der wir die Dinge angehen und neu ordnen können.“


Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 23.12.2011

Mountainbike-Netz auf Ostharz erweitert

(23.12.2011)

Wernigerode (im) Das bislang auf Niedersachsen und Thüringen begrenzte rund 2000 Kilometer lange Mountainbike-Netz der Volksbank Arena Harz wird mit dem Jahreswechsel um 55 Kilometer auf den Ostharz erweitert. Die Städte Wernigerode, Ilsenburg, Blankenburg und ‍Oberharz am Brocken haben jetzt einen Vertrag zur Bildung einer entsprechenden Arbeitsgemeinschaft abgeschlossen. Offiziell vollzogen werden soll der Lückenschluss am 19. Januar in Bad Lauterberg.

Volksstimme Wernigerode, 22.12.2011

Brücken verbinden – und bereiten Sorgen:Amtsbrücke in ‍R‍übeland begehbar, Bahnhofsknotenpunkt für 2012 im Plan, Philosophenbrücke problematisch

(23.12.2011)
Rübeland Zwei Fußgängerbrücken, der Bodeübergang für Straße, Bahn und Fußgänger in der Ortsmitte sowie der einzige Bodeüberweg zum großen Ortsteil Neuwerk – das sind nur die wichtigsten Brückenbauwerke des Höhlenortes, und sie alle sind mehr oder weniger marode.   
Ein Sanierungsstau wurde schon im Sommer bei einer Brückeninspektion mit Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) festgestellt. Seit dem wird versucht, Stück um Stück die drängendsten und insgesamt mehrere Millionen Euro teuren Probleme abzuarbeiten.
Die gesperrte Amtsbrücke, auch Konsumbrücke genannt, wurde trotz prekärer Kassenlage wieder hergestellt und kann seit Kurzem begangen werden. Ganz fertig ist sie aber noch nicht. Letzte Arbeiten erfolgen demnächst, so Ortschefin Monika Badstübner.
Inzwischen kam der nächste Schlag: Die Philosophenbrücke musste gesperrt werden und zwingt Anwohner nun seit Oktober zu Umwegen. Eine Reparatur gestaltet sich schwierig, weil Geld fehlt, aber auch wegen hoher Sicherheitsanforderungen. Denn zur Philosophenbrücke gehört ein Fußweg übers Gleis der Rübelandbahn. Der galt bisher wegen des Bestandsschutzes nicht als Problem, bei der Sanierung möglicherweise schon. Das Oberharzer Bauamt sondiert das derzeit, Ergebnis ist offen.   
Währenddessen sorgen sich die Anwohner um ihren kurzen Weg ins Zentrum, drängt die Bürgerinitiative ‍R‍ü‍beland auf eine Lösung. Es gibt Gespräche in der Stadt Oberharz und Schreiben an Landespolitiker. Die Landtagsabgeordnete Angela Gorr (CDU) signalisierte inzwischen der Presse gegenüber die Abarbeitung der Probleme gemäß des Besuchs von Minister Thomas Webel, wobei das Problem Philosophenbrücke berücksichtig werde.   
Landtagsmitglied Evelyn Edler (Linke) signalisierte der Bürgerinitiative, mit dem Verkehrsminister am 11. Januar zu einem Gespräch über die Philosophenbrücke zusammenzutreffen. „Inwieweit wir die Hoffnung auf eine zeitnahe Reparatur der Brücke haben können“, so Dietmar Wiekert, 1. Sprecher der Bürgerinitiative, „wird sich zeigen.“ Sofern sich etwas bewege, soll es eine Bürgerversammlung geben.   
Indes geht die Planung zum Neubau der ‍Rübel‍ä‍nder Bahnhofsbrücke ab etwa Mitte 2012 samt Klippensanierung und Höhlenbär-Aufstellung weiter. Für die Brücke nach Neuwerk ist Fördergeld beantragt. An der Susenburger Straße wurde ein sogenanntes abgängiges Teilstück nach dem Ministerbesuch saniert. Inzwischen senkte sich jedoch ein anderes Randstück bedenklich in Richtung Bode. Sie fließt dort etwa 30 Meter tiefer als die Straße.


Bild: Minister Thomas Webel mit Monika Badstübner, Angela Gorr und Reiner Mähmecke (von rechts) bei der Brückeninspektion im Sommer in Rübeland - hier auf Neuwerks Brücke. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 22.12.2011

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Stadt Oberharz nun doch für Kabelausbau

(22.12.2011)
Hasselfelde Der Stadtrat Oberharz am Brocken ist nun doch für den lange diskutierten flächendeckenden Sprung ins Internet, und zwar so schnell es geht.   
Einstimmig beschloss das Gremium am Dienstagabend nichtöffentlich den Breitbandausbau für die Orte Elend, Trautenstein, Stiege, Königshütte, Sorge und Rübeland samt Neuwerk. (Hasselfelde, ‍Benneckenstein und Elbingerode gelten als versorgt.)    Der erforderliche Investitionsanteil von 69300 Euro soll über einen Kredit umgehend bereitgestellt werden. Die Freigabe dafür liege vor, hieß es. Der Auftrag wurde vom Rat an die Deutsche Telekom vergeben.   
Unmittelbar vorausgegangen war eine öffentliche Tagung im Hasselfelder Kursaal, bei der etliche Bürger, vor allem aus Trautenstein und Königshütte, noch einmal auf die großen Probleme aufmerksam machten und den Kabelausbau forderten. Vor allem Gewerbetreibende in den kleineren Orten drängten auf Modernisierung. Ein Internetzugang sei im normalen Geschäftsbetrieb unabdingbar, hieß es. Und mehrere Väter wollen nicht mehr die Hausaufgaben ihrer Kinder mit ins Büro nehmen müssen, weil es zuhause keinen oder keinen ausreichender Anschluss gebe. Auch wurde gefragt, warum denn noch eine Debatte geführt werde, wenn klar sei, dass der Kabelausbau möglich und nötig wäre.   
Hintergrund dafür war eine frühere Ausschreibung und im vergangenen Sommer auch schon eine Debatte im Stadtrat, ebenfalls in Hasselfelde. Dabei war jedoch der Ausbau der Internetzugänge über Funk- beziehungsweise LTE-Technik favorisiert worden, was zu Bürgerunmut führte. Diese von Anfang an auf wenig Gegenliebe stoßende Variante erwies sich aus Sicht der Bürger und der Ratsmitglieder als nicht zielführend, wie am Dienstag erneut betont wurde. Das unterstrich ein Fachvortrag.   
Hans-Martin Schulze von der für die kommunale Beratung autorisierten Firma HarzOptics Wernigerode erläuterte vor dem Stadtrat und den Bürgern die Sachverhalte, Varianten und Möglichkeiten. Seine Empfehlung: Kabelausbau in den kleinen Orten, um den Internetanschluss mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 2 MBit/s flächendeckend zu erreichen.   
„Dann sieht es ja gar nicht mehr so finster aus, ist endlich Licht am Ende des Tunnels“, sagte Werner Bleßmann aus Trautenstein zum Schluss der öffentlichen Tagung. Er und weitere Bürger ließen deutlich werden, dass sie ein Ja vom Stadtrat erwarten.   
Danach wurde nichtöffentlich ohne große Debatte der klare Beschluss gefasst. Gebaut werden soll nun umgehend, um möglichst noch 2012 fertig zu werden.


Bild: Hans-Martin Schulze erläutert Varianten für Internet-Zugänge. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 21.12.2011

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Arbeitsagentur stellt aktuelle Zahlen für Harzregion vo: Insgesamt positive Signale

(29.07.2011)
Wernigerode. „Vom Arbeitsmarkt gibt es insgesamt positive Signale, auch wenn die Quote ganz leicht gestiegen ist“, sagte gestern Heike Schittko. Die Chefin der Arbeitsagentur in Halberstadt führte den Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen (plus 143) auf das Ende des Ausbildungsjahres und auf einige saisonale Einflüsse zurück. Im Vergleich zum Vorjahr jedoch sind es 1074 Menschen weniger, die im Harzkreis einen Job suchen.   
Während sich die steigende Nachfrage nach Arbeitnehmern auch positiv auf die Zahl der Hartz-IV-Empfänger insgesamt auswirke, sei die Anzahl der sogenannten Aufsto cker aber nach wie vor hoch, war auf Nachfrage von Monika Reuchel zu erfahren. Die Quedlinburger Regionalstellenleiterin der KoBa vertrat Geschäftsführer Dirk Michelmann und verwies auf die gesunkene Zahl von Bedarfsgemeinschaften im Harzkreis, bei denen beide Eltern arbeitslos seien. „Allerdings reicht oft selbst die Vollzeitstelle eines Partners nicht aus, um ausreichend Geld nach Hause zu bringen und komplett unabhängig von Sozialleistungen zu sein. Das gilt besonders, wenn Kinder unter 15 Jahren im Haushalt leben. Diese Tendenz, dass man von seiner Arbeit allein nicht leben kann, ist leider ungebrochen.“   
Ebenso wie das Verhältnis von Arbeitslosengeld-I-Empfängern zu den sogenannten ALG-II-Empfängern. Ein Viertel der Arbeitslosen wird von der Agentur, der Großteil, nämlich drei Viertel, jedoch von der KoBa betreut. Was heißt, die Betroffenen sind mehr als zwölf Monate arbeitslos oder aus anderen Gründen auf die Sozialhilfeleistungen angewiesen.   
Als bemerkenswert verwies Heike Schittko darauf, dass es bei den 50- bis 65-Jährigen erstmals seit Jahren nicht zu einer Erhöhung, sondern zu einer Senkung des Bestands gekommen sei. „Auch die Chance älterer Arbeitnehmer, wieder einen Job zu bekommen, steigt dank der guten Wirtschaftslage“, sagte die Agenturchefin-Heike Schittko.
Von Sabine Scholz, Volksstimme Wernigerode, 29.07.2011








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Internet-Nutzung - Unterstützung vom Land nötig

(22.07.2011)
Zu „Internet-Nutzung: Land fällt bundesweit auf den letzten Platz“,Volksstimme

Im Land der Frühaufsteher schlafen die Politiker. Vergessen wird die Entwicklung der Infrastruktur, zu der nun mal auch der Breitbandanschluss gehört. Diese Entwicklung zieht sich wie ein roter Faden bis zu den Kommunen.

Die Einwohner der Stadt Oberharz am Brocken können ein Lied davon singen wie sicherlich etliche andere auch. Fördergelder werden nicht in Anspruch genommen, es wird sicherlich noch nicht einmal eine zuverlässige Kalkulation der Kosten für einen Breitbandausbau geben. Jetzt soll es Vodafon richten. Mit Freude wird man sagen, wir sind den schwarzen Peter los.

Wenn auf der Kommunalebene diese Aufgaben nicht gelöst werden können, weil es an Verständnis und Sachverstand fehlt, sollte es aber der Landesregierung möglich sein, unterstützend einzugreifen. Wenn aber vier Ministerien dafür die Verantwortung tragen, kann es zu keinem guten Ergebnis kommen. Nicht umsonst sagt das Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei.“

Diese Herren sollten die verschiedensten Breitbanderlasse mit den angegebenen Netzgeschwindigkeiten betrachten und auswerten. Es sind Fantasiezahlen und Abdeckungsbereiche. Jeder macht etwas dazu, am Ende wird es schon passen. Große Angst macht es mir, wenn ein Ministeriumssprecher von einem Ziel spricht 50-Mbit-Anschlüsse für drei Viertel aller Haushalte bis 2014 zu schaffen. Das letzte Viertel bekommt keinen. Dazu gehört natürlich auch die Stadt Oberharz. Der Sprecher des Ministeriums hat sicherlich den falschen Breitbandatlas angesehen.

Bald werden wir sehen, wohin die Reise geht. 2014 ist nicht mehr so weit. Die nächste Wahl auch nicht.

 

Detlef Methner, 38899 ‍Trautenstein

Volksstimme Wernigerode, 21.07.2011

Forderung von Landrat Ermrich: „Wassercent“ auch für ‍Oberharzer Landschaft

(09.07.2011)

Halberstadt. Die Einnahmen des Landes aus dem sogenannten Wassercent sollen auch der Landschaftspflege im ‍Ober‍‍harz zugute kommen, forderte der Harzer Landrat Michael Ermrich (CDU).   

In den ‍Oberharzer Trinkwasserschutzgebieten gebe es einen zusätzlichen Aufwand zur Landschaftspflege, auch gebe es Einschränkungen für die Landwirtschaft, argumentierte Ermrich. Zudem seien wegen der dortigen Bodenverhältnisse viele Bauvorhaben deutlich teurer als in anderen Regionen Sachsen-Anhalts.   

Die Landesregierung plane in ihrer Haushaltsplanung einerseits den Rotstift im Landschafts- und Umweltschutz einzusetzen und erwarte andererseits ab 2013 zusätzliche Einnahmen aus dem „Wassercent“. Da das Aufarbeiten des Harzer Trinkwassers für Verbraucher in Mitteldeutschland mit erhöhten Aufwendungen für die ‍Oberharzer verbunden ist, müssten Einnahmen aus dem „Wassercent“ auch in diese Region fließen, so Ermrich.   

Im Volksstimme-Gespräch wies der CDU-Politiker gestern darauf hin, dass in Sachsen bereits seit Jahren auf diese Weise verfahren werde.


Von Tom Koch, Volksstimme Wernigerode, 08.07.2011

Neue Struktur steht, Wechsel in „Touri“ Hasselfelde vollzogen

(15.01.2011)

Der Wechsel in der Tourist-Information Hasselfelde ist vollzogen, der Tourismusbetrieb der Stadt startet in veränderter Struktur durch.   

Hasselfelde/Stadt Oberharz (bfa). Mit neuer Struktur startet der frühere Höhlenbetrieb ‍Elbingerode, jetzt Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz, ins neue Jahr durch.   

Auffällig dabei: der Wechsel in der Tourist-Information Hasselfelde. Dort übernahm Ines Obermann (47) die Leitung von Jutta Wenzel, die in den verdienten Ruhestand ging.

Die Nachfolgerin ist seit 1985 für die Kommune an der Hassel tätig – viele Jahre als Bürgermeistersekretärin, seit 2004 zugleich für die Tourist-Information.   

In Hasselfelde geboren, sorgte Ines Obermann mit ihrer Ausbildung als Qualitätscoach mit für die Güte-Klassifizierung der Hasselfelder Tourist-Information. Unterstützt wird sie donnerstags, Mittwoch- und Freitagvormittag von Sabine Aschenbach aus der nahen Tourist-Info Trautenstein. Die Aufgaben als Bürgermeistersekretärin übernahm Viola   Fehse. Sie ist ab sofort auch Ansprechpartnerin für die Anmietung des Hasselfelder Kursaales zu Veranstaltungen.   

Insgesamt gehören zu dem von Cathleen Hensel und Stellvertreterin Carmen Klein geleiteten Tourismus-Betrieb mit Zentrale in Rübeland neben den dortigen Tropfsteinhöhlen neun Tourist-Info‘s. Diese präsentieren die fünf Luftkurorte und fünf staatlich anerkannten Erholungsorte der Stadt Oberharz. Außerdem werden Parkplätze an der Rappbodetalsperre sowie in Rübeland und in Elend bewirtschaftet.  

Bild: Ines Obermann gestern in der Tourist-Information Hasselfelde.   Foto: Burkhard Falkner

Volksstimme Wernigerode, 14.01.2011

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„Wer muss den Gehweg räumen?“

(22.12.2010)

Hasselfelde (uba). „Wann muss das Ordnungsamt tätig werden?“, fragt Horst Böhme aus ‍Hasselfelde. Der Volksstimme-Leser hat in jüngerer Vergangenheit beobachten müssen, dass nach starkem Schneefall der Gehweg zum Nettomarkt in ‍Hasselfelde nicht geräumt worden sei.    Daraufhin habe er sich mit dem Ordnungsamt der Stadt Oberharz am Brocken in Verbindung gesetzt. „Es hat an der gleichen Straße seinen Sitz wie der Einkaufsmarkt“, merkt der Leser an. Von dort habe er allerdings die Auskunft erhalten, dass es sich bei dem besagten Wegstück nicht um einen Gehweg handele. „Nur komisch, dass der Weg dann gegen 16 Uhr doch geräumt worden war“, kommentiert Horst Böhme die Auskunft.

„Wer muss den Schnee eigentlich räumen: Gemeinde, Hausbesitzer oder die Mieter?“, fragt der Oberharzer und gibt gleich selber eine Antwort, indem er aus der einschlägigen Satzung zitiert: „Auf öffentlichen Straßen obliegt die Räum- und Streupflicht grundsätzlich den Gemeinden. Bei Gehwegen können die Gemeinden die Verantwortung auf den Eigentümer übertragen – was sie in der Regel auch tun“, weiß der Leser und fährt fort: „Ist die   Gemeinde selber Eigentümer muss sie auch selber für die Sicherheit sorgen.“    Harzer Volksstimme hakte dazu beim städtischen Ordnungsamt nach. „Das Grundstück gehört dem dort ansässigen Verbrauchermarkt“, stellt Amtsleiter Roland Krebs auf Nachfrage der Volksstimme richtig, „Herr Böhme hat recht, der Eigentümer muss dafür sorgen, dass der Fußweg hier begehbar ist. Wir haben den Betreiber am gleichen Tag aufgefordert, den Gehweg zu räumen.“   

Dem seien die Mitarbeiter des Markts dann auch nachgekommen, allerdings mit einiger Verspätung. „Wir werden darauf achten, dass auch in Zukunft ordnungsgemäß geräumt wird , verspricht der Behördenchef, „das ist schließlich unsere Aufgabe.“

 

Bild: Der Fußweg links ist überhaupt nicht geräumt“, kommentiert Horst Böhme das Bild, „die Fußgängerin benutzt die Straße.“ Foto: privat

 

Volksstimme Wernigerode, 21.12.2010

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Allrode regelt Personalfragen

(15.12.2010)

Allrode (bfa). Der Gemeinderat tagt am Freitag, 17. Dezember, um 19.30 Uhr im Haus des Gastes. Öffentlich geht es dabei lediglich um Informationen des Bürgermeisters, Einwohnerfragen und Anregungen der Räte.

Nichtöffentlich werden Personalangelegenheiten und die Vergabe von Arbeiten auf dem Friedhof behandelt.

 

Volksstimme Wernigerode, 14.12.2010

Stadtchefkandidat Damsch stellt sich am Montag vor

(13.12.2010)

Königshütte (bfa). Zur öffentlichen SPD-Ortsvereinssitzung mit Frank Damsch, Kandidat für die Wahl des Oberharz-Bürgermeisters    2011, wird am Montag, 13. Dezember, um 19 Uhr in die Gaststätte „Am Felsen“ in Königshütte eingeladen.    Der Ortsverein gibt Einblicke in seine Arbeit, stellt die   Tätigkeit seiner Ratsmitglieder in Ortsräten und Stadtrat vor und begrüßt den langjährigen Tanner Bürgermeister Damsch zur Kandidatenvorstellung. Es können Fragen gestellt und aktuelle Themen rund um die Einheitsgemeinde Stadt Oberharz diskutiert werden, wie Marcus Tanzen ankündigt. Interessierte sind willkommen.

 

Volksstimme Wernigerode, 11.12.2010

Sieben auf einen Streich – lieb und munter unterm Feuerwehrauto

(02.12.2010)

Tanne (lme/bfa). Sie heißen Janis, Alida oder Lea-Marie, kommen aus Tanne, Trautenstein und Sorge und bilden nun den neuesten Nachwuchs für die Feuerwehr Tanne und die Stadt Oberharz.

Nachdem bereits Hasselfelde, ‍Bennecken‍‍stein, Elbingerode und Elend mit Kinderfeuerwehren gute Erfahrungen gesammelt haben, gründete Tanne kürzlich die 5. Kinderfeuerwehr in der Stadt Oberharz, die zehnte im Altkreis Wernigerode. Leiter ist Hans-Jürgen Ebert, der schon 18 Jahre als Jugendfeuerwehrwart erfolgreich war: „Eine neue Herausforderung, der ich mich Dank Unterstützung einiger Kameraden stellen kann   und möchte“, so Hans-Jürgen Ebert.

„Ihr seid etwas ganz Besonderes – nämlich die jüngsten Feuerwehrleute, die Tanne bisher hatte“, sagte Lars Meißner, Vize-Verbandsjugendwart des Kreisfeuerwehrverbandes Wernigerode, bei der Aushändigung der offiziellen Gründungsurkunde der Jugendwehr Sachsen-Anhalt. Meißner wünschte den Knirpsen und der Wehr alles Gute und sagte seine Unterstützung zu.

 

Bild: Die sieben Gründungsmitglieder der Kinderfeuerwehr Tanne unter ihrem Lieblingsfeuerwehrauto, von links: Janis Gropp und Lukas Heidecke aus Trautenstein, Marika Mauß und Alida Fieber aus Tanne, Lea-Marie Röske aus Königshütte, Albert Engelmann aus Sorge sowie Niclas Venz (Tanne). Foto: Lars Meißner/Harzer Feuerwehr-Kurier

Volksstimme Wernigerode, 01.12.2010

 

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Zehn Weihnachtsmärkte allein in Stadt Oberharz

(30.11.2010)

Stadt Oberharz (bfa). Der erste Advent ist vorüber, erste Weihnachtsmärke öffneten ihre Pforten.    In Rübeland sorgten neben besonders vielen Ständen in diesem Jahr u. a. die Kinder aus der Tagesstätte, Rosi Brenner sowie natürlich auch ein Weihnachtmann für gute Stimmung. Im Ortspark war zeitweise kaum noch Platz.   

Auch ‍Allrode, Trautenstein sowie an der Harzköhlerei und in der Westernstadt, beides bei Hasselfelde, weihnachtete es am Wochenende schon sehr. Diese fünf Angebote sind aber erst der Anfang. Weitere Orte bereiten nun die nächsten Adventsfreuden vor. Insgesamt zehn Advents- oder Weih   nachtsmärkte gibt es in diesem Jahr allein in der Stadt Oberharz am Brocken – plus noch einem im Bodetal. Hier die Termine zum Vormerken:   

Am 4./5. Dezember laden die Marktmacher in Benneckenstein auf den Max-Schmeling-Platz, in Elbingerode an die Stadtkirche, in Hasselfelde auf den Markt und in Stiege auf das Schloss zum Christmarkt ein. Beginn ist jeweils 14 Uhr. Außerdem gibt‘s am Wochenende nochmal die Köhlerweihnacht und den Amerikanischen Advent bei Hasselfelde.    Am Sonnabend, 11. Dezember, locken dann der Weihnachtsmarkt in Königshütte sowie auch der im Bodetal für Altenbrak/Treseburg.

 

Bild: Die „Grünen“, die Jagdhornbläser „Hasselfelder Jäger“ in Rübeland.
 
Titelbild: Massenandrang zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Rübeland.

Volksstimme Wernigerode, 27.11.2010

Foto zu Meldung: Zehn Weihnachtsmärkte allein in Stadt Oberharz

Heute gehts um die Jugendarbeit

(29.11.2010)

Elbingerode/Stadt Oberharz    (bfa). Die Jugendarbeit in den zehn Orten der Stadt Oberharz ist Thema der öffentlichen Tagung des Sozialausschusses des Stadtrates.

Er tritt dazu heute um 19 Uhr im Haus Bodfeld in ‍Elbingerode zusammen. Weitere Themen: Auswertung von Besuchen in Grundschule und Bibliothek, Einwohnerfragen, Anregungen der Mitglieder.

 

Volksstimme Wernigerode, 27.11.2010

Den Bären im Dunkeln bezwungen

(26.11.2010)

In einer konzentrierten Aktion wurde das Wahrzeichen von ‍Rübeland Dienstagabend vom Felsen geholt. Der gut zwei Tonnen schwere Steinbär wurde eingelagert und soll nun untersucht werden. Ein Wiederaufbau ist „auf jeden Fall“ geplant.      ‍

Rübeland. Es ist 20 Uhr und stockdunkel. Dicke Schneeflocken treiben durch die wenigen Lichtflecke an der Hermannshöhle und gegenüber auf der verschneiten Herzklippe.   

Trotzdem machen sich dort oben zwei Bergexperten zu schaffen. Karsten Distel und Mathias Reichardt von der Bergsicherung Ilfeld versuchen, das Fundament des etwa zweieinhalb Meter hohen Kolosses zu lösen. Zuviel Licht, hieß es, würde eher blenden als helfen. So reichen Helmstrahler und wenige Lampen für die Fachmänner aus. Marian Pohl   bedient mit viel Gefühl den herangerollten Autokran der Fels-Werke. Zuvor hatte die Straßenmeisterei die Durchfahrt mit rotleuchtenden Barrieren pünktlich gesperrt.   

Am Fuße der Klippe hat sich indessen trotz des miesen Wetters eine kleine Menge Neugieriger versammelt: Stadtbürgermeister Andreas Flügel ebenso wie Ortsbürgermeister Uwe Anderfuhr, Höhlen- und Tourismuschefin Cathleen Hensel, Bärenexperte Holger Stenzel und einfach Neugierige. Schließlich geht es um das Wahrzeichen des Höhlenortes. „Wann hat man schon mal die Gelegenheit, unseren Bären so nah zu sehen“, meint selbst Uwe Anderfuhr, der das Standbild Mitte der 80-er Jahre mit aufgestellt hat. Alle Blicke gehen immer wieder nach oben, ins spärlich erleuchtete Schneetreiben.   

Auf der Klippenspitze zahlt sich nun aus, dass die Bergsicherung schon den Nachmittag   über das Anschlagen, die Verbindung von Bär und Kranseil, vorbereitet hat. Weitere Seile werden dem Bären um die Hüfte gelegt, dann wird er sachte angehoben. Bange Fragen: „Bewegt er sich?“ Ja. Nein, doch nicht. Noch ein Seil ist nötig, dann wieder anheben.    Plötzlich ruckt das 2,2 Tonnen-Tier, gellt der erleichterte Ruf: „Er löst sich!“ Aber nicht ganz. Eine Sockelkante steht noch auf. Also nochmal ruckeln, noch ein Seil, wieder sanft anziehen - dann schaukelt die Figur frei. Geschafft!   

Sanft wird ‍Rübelands Bär zu Boden gelassen und bestaunt. Risse sind deutlich zu sehen. Aber insgesamt sehe er besser aus als gedacht, heißt es. Die Teile sind noch fest, die Tatze schön geformt, alle Zähne noch dran. „Dabei wurde immer erzählt, ein Zahn sei weg“, meinte jemand. Ein Märchen.    Behutsam wird der Koloss aufgeladen und in Sicherheit gebracht. In den nächsten Wochen soll er genau untersucht werden, ob eine Sanierung ratsam ist. „Auf jeden Fall“, so   sichert Ortsbürgermeister Uwe Anderfuhr zu, wird ‍Rübeland seinen Bären behalten.   

Ein Dank für das nicht einfache, aber geglückte Bergen der Figur an diesem Schlechtwetterabend geht an die Bergsicherung, die Fels-Werke und die Straßenmeisterei.

 

Titelbild: Seltenes Gruppenfoto: Bärenbezwinger, Helfer und Zuschauer am Dienstagabend im Schneeregen: hinter ihnen das berühmte Wappentier des Ortes.   Foto: Burkhard Falkner
 
Bild: Nach einer guten Stunde schon hing Rübelands Steinbär am Haken. Die Skulptur wurde sofort in Sicherheit gebracht. Foto: Holger Stenzel
Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 25.11.2010

 

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Drei erste Weihnachtsmärkte und ein Theater locken zum Wochenende in Stadt Oberharz

(26.11.2010)

Rübeland/Allrode/Westernstadt (bfa). Mit drei Weihnachtsmärkten beginnen am Sonnabend, 27. November, die Weihnachtsmärkte in der Stadt Oberharz und im Bodetal.

In Rübeland wird das bunte Treiben Sonnabend um 15 Uhr eröffnet. Mit dabei: die Kindergartenkinder, die Hasselfelder Jäger, „Rosis Musik“ und - gegen 17 Uhr - der Weihnachtsmann. Am Sonntag ab 13 Uhr ähnliches Programm, aber mit Spielmannszug Neuwerk (15 Uhr) und Weihnachtsmann schon um 16.30 Uhr.   

In ‍Allrode wird am Sonnabend von 15 bis 20 Uhr an der Kirche zum „weihnachtlichen Treiben“ eingeladen. Es erfreut sich Dank der Arbeit von Vereinen und Bürgern seit Jahren eines guten Zuspruchs.   

In der Westernstadt Pullman City Harz bei Hasselfelde be   ginnt am Sonnabend um 11 Uhr der Amerikanische Advent mit einem bunten Markt in der Mainstreet. Stände und Läden sind an allen Adventswochenendenvon 11 bis 18 Uhr geöffnet. Als Clou gibt es Sa/So jeweils ab 15 Uhr ein Bühnenstück in der Music-Hall zu erleben: „Die Weihnachtstrumpferzählung“ mit dem Anderswelt-Theater. Auftakt auch dafür ist Samstag.

 

Bild: Anheimelnde Lichter wie hier in der Westernstadt leuchten ab Sonnabend auf den ersten drei Weihnachtsmärkten in der Stadt Oberharz.
Volksstimme Wernigerode, 25.11.2010

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Bürgermeisterwahl 2011: Erster Kandidat steht schon: Frank Damsch

(25.11.2010)

Hasselfelde/Stadt Oberharz (bfa). Der erste Kandidat für die Wahl des Bürgermeisters der Stadt Oberharz im kommenden Jahr am 20. März steht fest: Frank Damsch aus Tanne.   

Der 46-jährige Projektentwickler für die Nutzung regenerativer Energien wurde in einer von Landtagskandidat Siegfried Siegel geleiteten Mitgliederversammlung der SPDOrtsvereine Oberharz in ‍Hasselfelde mit großer Mehrheit nominiert, informiert Sprecherin Christa Grimme.   

„Ich will daran arbeiten, dass unsere Stadt, die von den Ausmaßen her eine der größten im Land Sachsen-Anhalt ist, lebenswert für Jung und Alt bleibt und die Abwanderung junger Menschen gestoppt wird“, nennt Damsch als Hauptziel und sagt: „Ich lebe gern im Oberharz und möchte, dass das vorhandene Umfeld erhalten bleibt und sich die Lebensbedingungen für unsere Mitmenschen verbessern.“

Der SPD gehört Frank Damsch seit 1994 an, er arbeitet außerdem seit 15 Jahren ununterbrochen als ehrenamtlicher Bürgermeister bzw. Ortsbürgermeister in Tanne für die Bürger und wirkt auch im Rat der Stadt Oberharz am Brocken mit.

 

Bild: Siegfried Siegel (re.) gratuliert Frank Damsch zur Nominierung für die Oberharzwahl. Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 24.11.2010

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Wintereinbruch am Montag bringt Freude und Verkehrschaos

(24.11.2010)

Wintereinbruch im Harz – auch in Drei Annen Hohne (Foto). Was viele Kinder und Touristen freute, führte auf den Straßen rund um Wernigerode und im ‍Oberharz zum Verkehrschaos. Zahlreiche Unfälle auf eisglatter Fahrbahn und Verzögerungen im Linienbusver   kehr waren die Folge. Bis zum Abend spitzte sich die Lage noch zu. Die Mitarbeiter des Winterdienstes hatten alle Hände voll zu tun. Bis zum heutigen Morgen erwarten die Meteorologen 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee im Harz. Foto: Matthias Bein

 

Volksstimme Wernigerode, 23.11.2010

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Stadt Oberharz mit Amtsblatt

(24.11.2010)

Stadt Oberharz (bfa). In einem amtlichen Mitteilungsblatt werden gemäß der Hauptsatzung der Stadt Oberharz am Brocken künftig die gesetzlich vorgeschriebenen Bekanntmachungen erfolgen, teilt die Stadtverwaltung mit. Das neue Amtsblatt Oberharz werde erstmals in dieser Woche herausgegeben und beinhalte die wortgetreue Neufassung der Hauptsatzung der Stadt Oberharz am Brocken. Den Bürgerinnen und Bürgern solle damit und künftig weiter die Gelegenheit gegeben werden, außer in der Tagespresse auch über ein Amtsblatt von den im Stadtrat beschlossenen Satzungen Kenntnis zu erlangen, hieß es.

Das Amtsblatt liegt in den Verwaltungsgebäuden in Elbingerode (Rathaus I und II), ‍Benneckenstein und Hasselfelde sowie in den Tourist-Informationen bzw. Gemeindebüros aller Ortschaften ab Ende der Woche zur Einsichtnahme während der Sprechzeiten aus. Sitzungstermine der Räte und Ausschüsse werden weiter u. a. durch Aushang in den üblichen Schaukästen bekannt gemacht.

 

Volksstimme Wernigerode, 23.11.2010

Wer sah das Überhol-Auto?

(23.11.2010)

Elbingerode (bfa). Zu einem Unfall von gestern früh auf der B 244 sucht die Polizei Zeugen. Ein Mann fuhr mit seinem VW Golf gegen 7.25 Uhr vom Abzweig Trecktal nach ‍Elbinge‍‍rode. Etwa einen Kilometer vor dem Ortsschild kam ihm ein Pkw entgegen, der einen Lkw so gefährlich überholte, dass der Golffahrer zur Vollbremsung gezwungen war. Dabei kam er von der Fahrbahn ab und stieß frontal gegen einen Baum. Gesucht werden Zeugen des Geschehens, vor allem Fahrer, die aus Richtung ‍Elbinge‍‍rode kamen wie jener Lkw, der überholt wurde. Hinweise zum Wagen oder Kennzeichen des Überhol-Autos bitte an die Polizei in Wernigerode, Telefonnummer (0 39 43) 65 30.

 

Volksstimme Wernigerode, 23.11.2010

Der Brockenbauer und seine Kühe sind Botschafter – für uns und den Harz

(20.11.2010)

Über die etwa 400 rotbraunen Kühe auf grünen oder gelben Weiden der Stadt Oberharz freuen sich Einheimische wie Touristen. Harzkühe sind deutschlandweit bekannt, dafür sorgt hauptsächlich das Team von Brockenbauer Uwe Thielecke aus Tanne. Die Spitzen der Stadt Oberharz würdigen seinen Einsatz und sichern Unterstützung zu.

‍Elbingerode. „Ob Landschaftspflege, Wirtschaftskraft für die Stadt Oberharz oder die touristische Werbewirkung nach außen - Bauer Thielecke ist für uns nicht wegzudenken und erhält alle Unterstützung, die wir geben können.“   

Das sicherte Stadtbürgermeister Andreas Flügel am Mittwoch bei einem Treffen der Verwaltungsspitze mit Uwe Thielecke aus Tanne, größter hiesiger Züchter des Roten Höhenviehs, Harzer Schlag, zu. Anlass war eine Aussprache über Lärm und Fahrbetrieb bei der Unterhaltung der rund 400 rotbraunen Kühe.   

Die Rinder stehen mittlerweile fast in jedem der zehn Ortsteile der Stadt Oberharz am Brocken sowie bei Schierke. „Das ist eine logistische Herausforderung für meinen Betrieb mit zwei Angestellten und einem Lehrling. Wir versuchen alles Mögliche, um die Belastungen für Einwohner, zum Beispiel in Königshütte, so gering wie möglich zu halten“, sagte Uwe Thielecke zu.   

Das betreffe die Einhaltung der Nachtruhe bei der Ernte ab 22 Uhr, obwohl das bei Erntewetter manchmal schwerfalle. Und es betreffe auch die Vermeidung von Sonntagsfahrten, obwohl auch die vom Gesetz her möglich seien. „Viele Arbeiten sind aber unaufschiebbar und müssen erledigt werden, dafür bitten wir um Verständnis“, so Thielecke.   

Er habe extra teure und große Technik angeschafft, um weniger Transportfahrten zu haben, Arbeiten schneller erledigen zu können. Und wenn es manche auch nicht glauben wollen - die jungen Frauen im Betrieb, Thieleckes Töchter Julia und Sarah, dürfen und können die großen Trecker fahren, wurde in der Runde schmunzelnd hervorgehoben. Ältere Anwohner in Königshütte hätten das bezweifelt.   

„Über solche kleinen Probleme muss gesprochen werden, die lösen wir, aber ansonsten kann ich Bürgermeister Flügel in seiner Würdigung nur beipflichten“, sagte Königshüttes Ortsbürgermeister Volker Kastius. Das Thema werde demnächst im Ortschaftsrat Königshütte auf den Tisch kommen. Kastius: „Der Brockenbauer ist eine absolute Bereicherung für die ganze Region, großes Lob dafür! Er muss Geld verdienen und macht zugleich sehr gute Werbung für uns alle, ein Pfund, mit dem wir wuchern sollten.“

Königshüttes Ortschef spielte dabei auf den wirtschaftlichen Beitrag für die Stadt, aber auch auf die Attraktivität und Medienpräsenz des Tanner Bauernhofs an. Vorträge für Gäste aus aller Welt sind gang und gäbe. Zig TV-Drehteams und auch Politiker vieler Parteien und Ebenen geben sich bei Thieleckes seit Jahren die Klinke in die Hand, wollen erstmal informiert und betreut sein.   

„Für uns, die Stadt und den ganzen Harz sind Herr Thielecke und seine Kühe Botschafter“, lobte Cathleen Hensel, Tourismuschefin der Stadt Oberharz. „Es kommen oft Leute und fragen, wo die Kühe sind, wir geben dann Tipps: Fahren sie mal da lang ...“    Sie wisse sehr wohl, so Cathleen Hensel weiter, wie viel Arbeit hinter den Kulissen jedes Films stecke, die neben der eigentlichen Rinderzucht geleistet werden müsse. Der Brockenbauer und die Rinder stünden genau für das, womit die Stadt werbe: Natur, Ursprünglichkeit, ländliches Leben. „Nach jedem Filmauftritt steigen die Anfragen bei uns an“, so die Tourismuschefin.   

Vermutlich wird das nächste Woche auch passieren. Denn am Sonntag sind die Harzkühe wieder zu sehen, diesmal im WDR-Fernsehen, ab 20.15 Uhr in der Sendung mit dem vielsagenden Titel „Wunderschön“.

 

Titelbild: Volker Kastius, Uwe Thielecke, Andreas Flügel und Cathleen Hensel (von links) bei der Würdigung im Rathaus Elbingerode. Hinter ihnen die Karte der Stadt Oberharz: In fast jedem der zehn Ortsteile der Stadt Oberharz stehen rotbraune Harzkühe. Fotos (2): Burkhard Falkner
 
Bild: Filmemacher und Politiker besuchen oft Thieleckes Bauernhof in Tanne, wollen betreut sein und sind begeistert. Hier der Europaabgeordnete Dr. Horst Schnellhardt (CDU) bei einem früheren Besuch.

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 19.11.2010

Foto zu Meldung: Der Brockenbauer und seine Kühe sind Botschafter – für uns und den Harz

Allrodes Wechsel: Zwei Leute sollen nach Thale

(19.11.2010)

Elbingerode/Thale (bfa). „Wir haben begonnen, die Fragen der Übernahme von Verwaltungskapazitäten für ‍All‍‍rode von der Stadt Oberharz zur Stadt Thale zu regeln“, informierte Thales Bürgermeister Thomas Balcerowski.   

Der Stadtchef pocht auf den genehmigten Eingemeindungsvertrag Thale-Allrode und sieht den Wechsel vollzogen, unabhängig von den Beratungen im Innenausschuss des Landtages. Auch Oberharzstadtchef Andreas Flügel reagierte auf die rechtlich korrekte Sachlage.

Ein erstes Gespräch zur Übernahme von Personal und Verwaltungsaufgaben fand statt. Es sei in kollegialer Atmosphäre verlaufen, so Balcerowski und Flügel gleichlautend. In dem ersten Gespräch sei die nötige Auseinandersetzungsvereinbarung vorbereitet worden. Gemäß den Vorschriften und Einwohnerzahlen sollen zwei Verwaltungsmitarbeiter(innen) von Oberharz nach Thale wechseln. „Dabei“, so Balcerowski und Flügel gestern weiter, „setzen wir auf Freiwilligkeit.“

 

Volksstimme Wernigerode, 18.11.2010

Die Spitze ist durch – ein Glück, dass der Regen kein Schnee war

(18.11.2010)

‍Tanne/Benneckenstein/Blankenburg (bfa). Entwarnung wurde gestern an den Flüssen in der Stadt Oberharz gegeben. Trotz des Dauerregens halte sich das Hochwasser nun in Genzen, hieß es. Entsprechend den Wettervorhersagen wird mit einer Beruhigung der Lage gerechnet. Zuvor sah es noch ganz anders aus.   

Vor allem in ‍Benneckenstein verwandelte sich die Rappbode am Wochenende in einen reißenden Fluss und unterspülte die Straße namens Unterstadt. Diese wurde gesperrt. Auch im Kurpark ‍Benneckensteins staute sich Wasser. 15-mal mussten die Kameraden der örtlichen Feuerwehr ausrücken, um Ufer, Straße, Wege und Keller - zum Beispiel im Harzbad - zu sichern.     

Die Warme Bode bei Tanne schwoll am Wochenende mächtig an. Über 70 Kubikmeter Wasser pro Sekunde flossen an der Pegelstation vorbei. Gestern waren es nur noch zehn Kubikmeter. Die Wassermassen seien zeitweise bis 2,38 Meter angestiegen - 40 Zentimeter unter dem Rekord von 1998, wie Oberharz-Ordnungsamtleiter Roland Krebs gestern der Volksstimme sagte. Inzwischen habe sich die Lage aber schnell wieder beruhigt. Ernste Probleme hätte es nicht gegeben.   

Das sieht Joachim Schimrosczyk ebenso. Der Chef des Abteilungsbereiches „Betrieb“ beim Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalts, Sitz Blankenburg, zeigte sich gestern optimistisch für die nächsten Tage. Der drei Tage anhaltende Regen hätte allerdings für gehörig Zulauf im Talsperrensystem gesorgt. Zeitweise flossen bis zu 90 Kubikmeter Wasser in der Sekunde in die Staubecken. Inzwischen liege der Zulauf aber wieder bei insgesamt etwa 25 Kubikmeter je Sekunde.   

„Das ist bei unserem vorhandenen Stauraum kein Problem“, so Schimrosczyk. Der Ablauf werde derzeit etwas gedrosselt, um im Flachland keine weiteren Hochwasserprobleme entstehen zu lassen. Im Bereich Oberharz verfüge die Rappbodetalsperre allein derzeit noch über 28 Millionen Kubikmeter Stauraum. Die Wendefurther Talsperre über drei Millionen, das Hochwasserrückhaltebecken Kalte Bode über rund eine Million Kubikmeter Freiraum. „Und wenn Schnee kommt, wie zum Teil angesagt, beruhigt sich die Lage sowieso wieder“, schätzt Joachim Schimrosczyk ein.

Indessen sind nicht wenige Bauhofmitarbeiter und Hausmeister in den Orten der Stadt Oberharz heilfroh, dass der ganze Regen die letzten Tage kein Schnee war. „Da hätten wir aber ganz schön pflügen und schaufeln müssen“, meinte einer gestern in Elbingerode.  

 

Titelbild: Die Rappbode unterspülte hier in Benneckenstein die Straße, die Warme Bode bei Tanne näherte sich dem Rekordpegel von 1998.
 
Bild: Benneckensteins Kurpark unter Wasser. 15 Feuerwehreinsätze gab es im Ort. Seit gestern gilt Entwarnung. Fotos (2): Jürgen Kohlrausch

Volksstimme Wernigerode, 17.11.2010

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Zu Archiv und Bauvorhaben

(17.11.2010)

Die Schaffung eines gemeinsamen Archivs mit ‍Hasselfelde und Trautenstein inklusive eines Vorschlags zur Benennung eines ehrenamtlichen Archivars für Stiege ist Thema der aktuellen öffentlichen Tagung des Ortschaftsrates.

Dazu wird heute um 19.30 Uhr in den Gemeindesaal eingeladen. Außerdem geht es um den Flächennutzungsplan, die Jahresrechnung 2009, ein neues Einfamilienhaus „Auf der Breite“ und die weitere Gestaltung des Friedhofs. Ebenso auf der Tagesordnung: Anregungen der Ratsmitglieder und die Einwohnerfragestunde.

 

Stadt Oberharz am Brocken

Gebietsdauerreform Allrode:Linke sieht „Verdacht auf Parteinahme“

(17.11.2010)

Allrode/Thale/Oberharz (bfa). Die im Landtag erneut vertagte Zuordnung Allrodes zu Thale oder Oberharz im Zuge der Gebietsreform sorgt für Kritik bei der Opposition.   

„Mit dieser Handlungsweise kann der Verdacht einer politischen Parteinahme nicht mehr ohne weiteres ausgeschlossen werden“, wertet der kommunalpolitische Sprecher der Linke-Fraktion, Gerald Grünert, den Vorgang. Auf Antrag der Koalition, den Holger Stahlknecht (CDU) vorgetragen habe, sei „die Hängepartie zum zweiten Mal vertagt“ worden. Damit werde die Richtlinienkompetenz des Landtages zur Gemeindegebietsreform „einem Verwaltungsgerichtsverfahren geopfert“ und der Landtag „als Gesetzgeber in erheblicher Weise geschädigt“, heißt es in der Stellungnahme.   

Mit der Empfehlung der Zuordnung des Ortes Allrode zur Stadt Oberharz habe der Landtag öffentliches Interesse deutlich gemacht, dessen Umsetzung nun wieder vertagt sei. Die Linke wende sich gegen „diese Art von Politik“.

 

Volksstimme Wernigerode, 16.11.2010

Schlichtung im Namensstreit zu Oberharz vertagt

(17.11.2010)

Magdeburg/Clausthal-Zellerfeld/Elbingerode (bfa). Auch das zweite Schlichtungsgespräch im Streit um den Namen Oberharz blieb gestern vor dem Verwaltungsgericht Magdeburg ohne Erfolg. Wie schon vor vier Wochen konnten sich die Vertreter der Samtgemeinde Oberharz (Niedersachsen) und der Stadt Oberharz nicht gütlich einigen. Gründe dafür waren nicht zu erfahren. Offenbar sind die Fronten auf beiden Seiten fest: Während die niedersächsischen Harzer auf ihren älteren Namen für die Samtgemeinde pochen, sehen sie die Stadt Oberharz eher im Unterharz und deren Namen als Verletzung von Namensrechten. Dagegen wird von Vertretern der Stadt Oberharz am demokratisch gefundenen Namen für die neue Kommune von Stiege bis Elend festgehalten. Ein dritter Schlichtungsversuch, eine neue Mediation ist für den 17. Januar geplant. Ob dann eine Lösung möglich wird, ist offen.

 

Volksstimme Wernigerode, 16.11.2010

Drei Bands beim dritten „Rock im Krug“

(16.11.2010)

Königshütte (bfa). Bisweilen rockt und groovt es so richtig in Stadt Oberharz. Neben ähnlichen Veranstaltungsreihen wie „Rocken am Brocken“ in Elend oder „Der Bär groovt“ in Rübeland zieht auch „Rock im Krug“ jedesmal die Fans aus nah und fern an.   

Jetzt am Freitag, 19. November, ist es wieder soweit. Zum dritten Mal steigt das kleine Rock-Festival im „Königskrug“. Beginn ist um 21 Uhr, Einlass ab 20 Uhr. Mit dabei sind drei Bands: „Burning Kings“ mit Rock‘n‘ Roll aus Königshütte,    „Shut Up‘n‘Listen“ mit Hardrock aus Helmstedt und „Social Discovery“ mit Punkrock aus Bonn.   

Rockfreunde aus der Stadt Oberharz und darüber hinaus sind willkommen, für die Verpflegung sorgt ein Team vor Ort mit Angeboten. Karten für   „Rock im Krug - 03“ gibt es nur an der Abendkasse im „Königskrug“ ab 20 Uhr.  

Bild: „Rock im Krug“ heißt es Freitagabend zum 3. Mal in Königshütte, hier ein Gitarrist beim Event 2009.
Volksstimme Wernigerode, 16.11.2010

 

Foto zu Meldung: Drei Bands beim dritten „Rock im Krug“

Vollsperrung in der Burgstraße

(15.11.2010)

Rübeland (uba). Wegen der Hangsicherungsarbeiten wird ab heute, 15. November, bis voraussichtlich 30. November in der Burgstraße ab Parkplatz Höhlencafé bis zur Fußgängerbrücke (Haus Nummer 4 – Amtsbrücke) eine Vollsperrung eingerichtet. Sie gilt jeweils von 8 bis 10 und von 11 bis 13 Uhr.

Außerhalb dieser Zeiten ist die Straße halbseitig mit einer Ampelregelung befahrbar. Der Zugang für Rettungsfahrzeuge sei jederzeit gesichert, darauf weisen die Mitarbeiter des Fachbereichs Straßenverkehr der Stadtverwaltung hin. Eine Umleitung könne nicht angeboten werden, das Durchfahren des Werkgeländes der Felswerke sei nicht gestattet.

 

Volksstimme Wernigerode, 13.11.2010

Gedenken an Opfer von Gewalt

(12.11.2010)

Stadt Oberharz am Brocken    (uba). In den Ortsteilen der Oberharzstadt versammeln sich am kommenden Sonntag, dem Volkstrauertag, Bürger, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken.   

In Rübeland beginnt um 9 Uhr die Gedenkandacht in der Kirche mit anschließender Kranzniederlegung am Denkmal in der Blankenburger Straße. Die Mitglieder des Schützenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr werden gebeten, sich um 8.45 Uhr an der Kirche zu treffen.   

In Neuwerk ist die Kranzniederlegung am Denkmal für die Opfer der Weltkriege um 10.15 Uhr vorgesehen.     

In Elbingerode wird zur Gedenkveranstaltung um 11 Uhr auf dem Friedhof eingeladen (Treffpunkt vor der Trauerhalle). Die Gedenkandacht hält Vikar Jan Foit von der ev.-luth. Kirche Elbingerode. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr.   

In ‍Benneckenstein ist ein Gedenken mit anschließender Kranzniederlegung um 11 Uhr am Denkmal Friedrich-Ebert-Platz vorgesehen.   

Zu weiteren Gedenkveranstaltungen wird am Sonntag, 14. November, im Ortsteil Elend (Gedenkstein am Kreisel um 11 Uhr), in Stiege (Kriegerdenkmal im Park um 10 Uhr) und im Ortsteil Hasselfelde (auf dem Friedhof um 12 Uhr) eingeladen.

 

Volksstimme Wernigerode, 12.11.2010

Zivilkammer weist Klage im Harzer „Streusalzstreit“ ab

(12.11.2010)

Magdeburg/Elbingerode. Die 10. Zivilkammer des Landgerichts Magdeburg hat im „Streusandstreit“ die Klage eines 62 Jahre alten ‍Elbingeröders gegen die Stadt Oberharz am Brocken abgewiesen. Der Hausbesitzer hatte die Stadt wegen „Amtspflichtverletzung“ verklagt und Schadenersatz in Höhe von knapp 2000 Euro verlangt, weil das im vergangenen Winter in seiner Straße ausgebrachte Streusalz seinen neuen Metallzaun und ein stahlverzinktes Klapptor beschädigt hatte.

Der Kläger hatte vorgebracht, dass es ausreichend gewesen wäre, wenn in der Sackgasse mit nur drei Zweifamilienhäusern der Schnee lediglich geräumt worden wäre. Eine Behandlung mit Lauge sei überzogen gewesen. Und wenn schon unbedingt Salz eingesetzt werden musste, dann hätten die Streumaschinen so eingestellt werden müssen, dass das Salz nicht gegen den Zaun geschleudert wird.   

Einzelrichter Christian Hoppe folgte dieser Argumentation nicht. Die Stadt sei nicht verpflichtet gewesen, den Winterdienst am Oberen Kahlenberg   überhaupt durchzuführen. Dass sie es doch getan hat, sei im Gesetzessinn nicht pflichtwidrig.   

Ein Rechtsanspruch des Klägers auf eine ganz spezielle Art und Weise des Winterdienstes bestehe nicht, so die 10. Zivilkammer. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Kommune eine „willkürliche Auswahl unter den Winterdienstmaßnahmen vorgenommen“ habe. Das Handeln der Stadt sei somit rechtmäßig gewesen.   

Der 62-Jährige sei auch kein „Sonderopfer“ einer behördlichen Maßnahme. Denn er habe den Zaun zu einer Zeit errichten lassen, da er bereits wusste, dass die Straße im Winter gestreut werden würde. Er habe nicht darauf vertrauen können, dass die Straße nicht gestreut wird. Außerdem komme ihm das Streuen „unmittelbar zugute“, weil er dadurch einen besseren Zugang zu seinem Grundstück bekomme und es den Rettungsdiensten im Notfall möglich sei, an das Haus zu gelangen.   

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Mann aus ‍Elbinge‍‍rode kann beim Oberlandesgericht in Naumburg Berufung einlegen.  

Bild: Der durch Streusalz beschädigte Metallzaun. Foto: Frank Drechsler

 

Von Bernd Kaufholz, Volksstimme Wernigerode, 11.11.2010

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Erneut Beratung zu Allrode

(11.11.2010)

Allrode/Magdeburg (uba). Der Landtag von Sachsen-Anhalt tritt heute und morgen in Magdeburg zusammen. Die Volksvertreter beschäftigen sich in der aktuellen Sitzung erneut mit der Zuordnung der Gemeinde ‍Allrode im Rahmen der kommunalen Gebietsreform. In zweiter Lesung ist über einen Gesetzesentwurf der Koalitionsfraktion zu entscheiden, in dem es heißt: „Die Gemeinde ‍Allrode wird in die Einheitsgemeinde Stadt Oberharz am Brocken eingemeindet.“ Die Beschlussvorlage wird voraussichtlich in den Innenausschuss überwiesen.

 

Volksstimme Wernigerode, 11.11.2010

Rübelandbahn - Vereinbarung ist fast perfekt

(11.11.2010)

Elbingerode/Wernigerode (uba). Zu Verhandlungen über den zukünftigen Betrieb der historischen Lokomotive 95027 („Bergkönigin“) zu touristischen Zwecken auf der Strecke der Rübellandbahn trafen sich die beteiligten Akteure vorgestern in den Räumen der Harzer Schmalspurbahn (HSB) in Wernigerode.

Zwischen den Partnern HSB, der Arbeitsgemeinschaft Rübellandbahn, der Havelländischen Eisenbahn, die den Kalktransport für die Felswerke organisiert, und den beiden Städten Oberharz am Brocken und Blankenburg sei Übereinkunft über das weitere Vorgehen erzielt worden, informierte Andreas Flügel, Bürgermeister der Oberharz-Stadt. Nun fehle nur noch die Unterschrift eines Vertreters der Havelländischen Eisenbahn, um die Vereinbarung in Kraft treten zu lassen.

Die Volksstimme wird in einer ihrer nächsten Ausgaben über die Inhalte der Übereinkunft berichten.

 

Volksstimme Wernigerode, 10.11.2010

Fusionsvertrag mit Thale steht – Allrodees Ortschef tritt zurück

(07.11.2010)

Magdeburg/Allrode/Thale/ Stadt Oberharz (bfa). Abgewiesen wurde vom Oberverwaltungsgericht Magdeburg am Donnerstagnachmittag die Beschwerde der Harzer Kreisverwaltung gegen den Vertrag zur Eingemeindung Allrode-Thale.   

Die Stadt am Hexentanzplatz hatte die Kreisbehörde per Gericht verpflichtet, den seit längerem vorliegenden, aber umstrittenen    Eingemeindungsvertrag Allrode-Thale zu genehmigen. Dem kam der Landrat nach, aber mit   einer Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht. Dies wies den Vorstoß nun ab und sieht die Einigung Thale-Allrode als freiwillig und rechtens an.   

„Das Verfahren ist damit beendet“, so Sabine Fiebig, Justitiarin der Kreisverwaltung Harz, gestern auf Nachfrage. Thales Bürgermeister Thomas Balcerowski sieht sich einmal mehr bestätigt und bereitet mit ‍Allrodes Thalefreunden die Eingemeindung vor. Der nötige Beitrittsbeschluss wurde in ‍Allrodes Gemeinderat vor einer Woche gefasst. Stichtag für die Fusion ist der 1. Januar 2011.   

„Zu dem Datum trete ich dann auch zurück“, kündigte ‍Allrodes Bürgermeister Joachim Heidecke an. Er hatte sich mit Ratsmitgliedern und etlichen Bürgern bis zuletzt für einen Anschluss an die Stadt Oberharz eingesetzt. „Mit dem Vertrag, mit dem ‍Allrode jetzt zu Thale geht, ist unser Ort schlechter gestellt, als wenn wir zum Oberharz gegangen wären. Das kann und will ich nicht verantworten und gebe das Ehrenamt auf“, sagte Heydecke.   

Als ein Beispiel nannte er die Grundsteuern, die in der Stadt Thale viel höher seien als bei Oberharz. Der freiberufliche Unternehmer im Holzgeschäft will sich dann seiner Firma widmen. „Wir haben alles versucht, es ist nun anders gekommen. Das habe ich zu akzeptieren“, so der Bürgermeister gestern auf Nachfrage.   

Unabhängig von dieser Entwicklung steht das Thema ‍All‍‍rode Ende nächster Woche im Landtag auf der Tagesordnung. Für den Fall, dass dessen Mitglieder eine erst angestrebte, dann vertagte, nun erneut anberaumte Zuordnung ‍Allrodes zur Stadt Oberharz vornehmen sollten, kündigten Thale und ‍Allrode eine Verfassungsbeschwerde an. 

 

Kommentar: Und Tschüss

Thale und ‍Allrode werden eins – die einen jubeln, die andern trauern, den meisten ist es mittlerweile egal. Zu lange, fast zwei Jahre, wurde gestritten, geschimpft, geklagt. An die 20 Gerichtsverfahren müssen bezahlt werden. Während anderswo tausende Einwohner zugeordnet wurden, wich die Landespolitik bei 600 Allrödern aus, ließ sie lange zappeln. Der Ortschef wird nicht der einzige   sein, der bedient ist und Tschüss sagt. Die Wunden in der Bürgerschaft werden Zeit zur Heilung brauchen, hoffentlich nicht noch einmal zwei Jahre. Und die Stadt Oberharz? Die verliert erneut Territorium, Einwohner, kommunale Kraft – die Reform sah mal anderes vor. Wenigstens geht sie hier zu Ende. Alles Gute ‍Allrode, und Tschüss Reform! Bis zur nächsten.   

Burkhard Falkner

 

Volksstimme Wernigerode, 06.11.2010

 

Bergstraße in ‍Rübeland dicht

(06.11.2010)

Ab Montag, 8. November, 8 Uhr, wird in der Bergstraße gebaut. An der Straße entlang in Richtung Susenburg soll auf einer Länge von 150 Metern der Hang gesichert werden. Die Dauer der Arbeiten ist auf etwa drei Wochen veranschlagt.

Die Straße wird mit Ampelregelung halbseitig gesperrt sein. Für Verkehrsbehinderungen wird um Verständnis gebeten.

 

Stadt Oberharz am Brocken

Harzer Hilfe gegen Hochwasser diesmal nur kurz und bündig

(06.11.2010)

Wieder halfen Harzer im Süden Sachsen-Anhalts gegen das Hochwasser. Diesmal aber nur zwölf Stunden – und ohne so gute Eindrücke wie 2002 beim Einsatz in Großkühnau.      Wernigerode/Blankenburg/ Ilsenburg/Stadt Oberharz. Die Hilfsaktion der Harzer wegen des Hochwassers an der Schwarzen Elster im Süden   Sachsen-Anhalts ist gelaufen. Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse dankt nochmal allen, die dabei waren, für den Einsatz.   

90 Kameraden aus insgesamt zwölf Orten der Region hatten sich am 6. Oktober mitten in der Nacht von Blankenburg aus auf den Weg an die Schwarze Elster gemacht, um gegen die Fluten zu helfen.    Mit dabei waren die Wehren aus Abbenrode/Stapelburg, Blankenburg, Cattenstedt, ‍Benneckenstein, Tanne/Sorge, sowie aus Hasselfelde, Ilsenburg, Elbingerode, Hüttenrode und aus Wasserleben.    Der Einsatz freilich dauerte diesmal nur zwölf Stunden - ein Klacks im Vergleich zur legendären Hochwasserhilfe der Harzer im Jahr 2002 in Großkühnau. Deshalb, so war unter Kameraden zu hören, sei wohl auch keine rechte Zusammenarbeit wie damals aufgekommen. Einige vermissten die Herzlichkeit von Großkühnau. Zudem bemängelten etliche Kameraden die Organisation mit manchem Leerlauf, was auch Zweifel an der Notwendigkeit des Einsatzes überhaupt aufkommen ließ. Offiziell wird das zurückgewiesen.   

Nichtsdestotrotz sicherten die Harzer Straßen, pumpten Wasser, gaben Hilfestellung. Ein weiterer Einsatz – zunächst noch diskutiert – war dann nicht mehr nötig.

 

Bild:  Solche „Straßensperren“ fanden die Harzer an der Weißen Elster vor. Insgesamt war aber nur eine kurzzeitige Hilfe nötig.

 

Titelbild: Ein Einsatzort für das blitzartig abkommandierte Hilfsteam war hier am Ortseingang von Löben. Fotos (2): Marcus Schröter

 

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 05.11.2010

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Experte überzeugt: Wölfe erobern sich den Harz zurück

(05.11.2010)

St. Andreasberg (pwr/mi). Wird dieses Bild eines umherstreichenden Wolfes bald auch im Harz Wirklichkeit? Glaubt man dem Biologen Walter Wimmer, wird der Wolf schon bald den Luchsen in der Harzregion Konkurrenz machen. Die Wilddichte sei auf jeden Fall hoch genug, damit die Raubtiere genug Nahrung fänden, so der Experte.   

1798 wurde der letzte Wolf unterhalb des Brockens erschossen. Seitdem galt der Waldbewohner im Harz als ausgestorben. Nationalpark-Experte Wimmer kann jedoch keinen konkreten Zeitpunkt für die Wolfs-Rückkehr festlegen. Es könne schon morgen sein, oder erst in einigen Jahren.

„Vor allem der Harzrand und das Mittelgebirge bieten dem Wolf einen geeigneten Lebensraum. Im Gegensatz zum ‍Oberharz, der ist zu eng bewaldet“, sagt Wimmer.

Zu dicht besiedelt sei der Harz nach seinen Einschätzungen nicht. „Der Wolf braucht keine einsame Wildnis, sondern ausreichend Nahrung und ungestörte Bereiche für die Jungen-Aufzucht.“   

Bei den „Heimkehrern“ würde es sich vermutlich um vertriebene Jungtiere aus Rudeln in Sachsen handeln. Zudem sei mit Wölfen aus Osteuropa zu rechnen. Die vor Jahren im Harz wieder angesiedelten Luchse werde dies nicht freuen. Kommt es zu Konflikten zwischen den Raubtieren, ist der Wolf eindeutig der Überlegene, und dem Luchs bliebe nur die Flucht. „Das sollte jedoch nicht dramatisiert werden“, so Wimmer.   

Jäger, Naturschützer, Förster und Nutztierhalter wurden während einer Tagung im Kurhaus in St. Andreasberg auf die Entwicklungen und die Rückkehr der Wölfe vorbereitet.  

 

Bild: Werden Wölfe nach über 200 Jahren bald wieder die Harzregion nach Nahrung durchkämmen? Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 04.11.2010

 

Brocken und Forelle stehen für Ehe von Holtemme und Oberharz

(05.11.2010)

Zum 1. Januar 2011 fusionieren der Abwasserverband Holtemme und der Wasserund Abwasserzweckverband ‍Oberharz zum Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode. Der Vertrag ist gestern im Wernigeröder Rathaus besiegelt worden. Damit haben beide Verbände die aus Sicht des Landes „notwendige Richtung“ eingeschlagen, so Wolfgang Milch vom Umweltministerium.     

Wernigerode. Sie hatten allen Grund, auf die Vertragsunterzeichnung mit einem Glas Sekt anzustoßen. „Es ist ein besonderer Tag“, betonte Dr. Wolfgang Milch. Der Abteilungsleiter des Umweltministeriums hatte den Weg bis zum gestrigen Fusionsabschluss des Abwasserverbandes Holtemme mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) ‍Oberharz intensiv begleitet. „Dem Zusammenschluss sei eine sehr konstruktive Vorbereitungsphase vorangegangen, und er ist letztendlich die „richtige Richtung“, um mit der größeren Struktur im Interesse der Bürger vertretbare Gebühren bei hoher Qualität zu garantieren. Milch sicherte dem neuen Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode, der im Logo als Signet Brocken und Forelle trägt, auch weiter die Unterstützung des Landes bei Investitionen zu. Bis 2009 habe der Holtemme-Verband rund 30 Millionen Euro Fördergeld erhalten, die ‍Oberharzer rund 33 Millionen Euro. Die Zahlen verdeutlichen, so Milch weiter, wie hoch der Aufwand gewesen sei, um Abwasser bzw. Trinkwasser in hoher Qualität aufzubereiten.   

Die beiden Vorsitzenden der Verbandsversammlungen - Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert und Oberharz-Bürgermeister An   dreas Flügel – begrüßten gleichermaßen „das glückliche Ende eines langen Prozesses“. Seit 2003 beschäftige man sich mit der Neustrukturierung, 2006 sei eine Zweckvereinbarung abgeschlossen, 2008 seien gleichlautende Beschlüsse gefasst worden.   

Und wie weiter? Bis Dezember 2012 sollen die Satzungen beider Verbände angeglichen werden. „Für den Bürger ändert sich vorerst nichts, Preise und Abrechnungsgebiete bleiben wie bislang“, so der Geschäftsführer Nikolai Witte. Und: „Wenn Angleichung, dann wohl an die Gebühren des Holtemme-Verbandes.“  

 

Fakten:

• Das Logo des neuen Wasserund Abwasserverbandes   Holtemme-Bode verbindet mit Brockenkuppe und Forelle bekannte Signets   

• Der neue Verband betreut rund:   

• 66 000 Einwohner und umfasst:   

• 600 km2 Fläche   

• 412 km Schmutzwasserleitungsnetz   

• 133 km Regenwasserleitungsnetz   

• 32 Pumpwerke und Hebestellen   

• 19 Regenrückhaltebecken   

• 19 Regenrückhaltekanäle   

• 2 Kläranlagen   

• 96 km Trinkwasserleitungsnetz innerorts   

• 56 km Trinkwasserleitungsnetz über Land   

• 13 Druckerhöhungsanlagen,   

• 10 Hochbehälter,   

• 1 Wasserwerk, 6 Stollen  

 

Bild: Mit Sekt stießen auf den Vertragsabschluss an (von links): Horst Miska (WAZV Oberharz), Andreas Flügel (Bürgermeister und WAZV Oberharz), Nikolai Witte (Geschäftsführer des Abwasserverbandes Holtemme), Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert und Wolfgang Milch vom Umweltministerium Sachsen-Anhalt. Fotos: Regina Urbat

 

Von Regina Urbat, Volksstimme Wernigerode, 04.11.2010

Foto zu Meldung: Brocken und Forelle stehen für Ehe von Holtemme und Oberharz

Neue Arztpraxis doch schon fertig, an die 40 Patienten gestern behandelt

(05.11.2010)

Ein Arztnotstand ist überwunden: Nur gut 14 Tage nach dem ersten Besuch eines Bad Segeberger Mediziners in der alten Schule von ‍Stiege wurde gestern dort die erste Sprechstunde abgehalten. Drei Frauen fanden Arbeit. Etwa 40 Patienten kamen allein gestern auf kurzem Weg zum Doktor.

‍Stiege. Gleich um 8.30 Uhr standen die ersten Einwohner gestern vor dem alten ‍Stieger Schulhaus. Aber nicht, um zu lernen, sondern auf der Suche nach ärztlicher Hilfe. Und die bekamen sie auch.   

Dr. Jörg Liebsch eröffnete darin gestern seine neue allgemeinmedizinische Praxis. Wo vor 14 Tagen noch leere Klassenräume vor sich hin gähnten, stehen jetzt Computer, Schreibtische, medizinische Geräte, ist ein Wartezimmer eingerichtet.   

Zur Seite stehen dem Arzt neben Ehefrau Dagmar Regina die medizinischen Fachangestellten Kathleen Nabert und Ramona Kolbe sowie Mitarbeiterin Sonja Trute, alle drei aus ‍Stiege und aus der Praxis des verstorbenen Dr. Jansen.   

„Wir können anfangen, ich bin schon recht zufrieden“, sagt der aus dem Raum Bad Segeberg in den Oberharzort siedelnde neue Arzt. Hier und da gebe es Regelungsbedarf, sei manches noch provisorisch. Das Telefon aber soll ab heute funktionieren. Und rege besucht wurde die Praxis auch sofort.   

„Gut, dass es die Praxis gibt, so müssen wir nicht mehr über Land fahren“, bringt es Lothar Schult im Wartezimmer auf den Punkt. Der ‍Stieger war zum Arzt bis Elbingerode gefahren. Christel Hirsch fuhr bis Friedrichsbrunn. Ebenso Rosemarie Kleie: „Nur als ich Hexenschuss hatte, konnte ich nicht weg, der Arzt aber auch nicht zu mir“, berichtet sie.   Etwa zehn Patienten suchten gestern in der ersten halben Stunde die Arztpraxis auf. „Die Neuereröffnung ist gut für ‍Stiege und die Region“, fasst Ortsratsmitglied Volker Gatzemann zusammen.

Ortschef Rolf-Peter König hatte den Arzt gleich früh mit Blumen im neuen Domizil begrüßt. Nur kurz, weil er Termine hatte - und die Leute warteten. Gestern am ersten Tag wurden etwa 40 Patienten „verarztet“.  

 

Bild: Dr. Jörg Liebsch begrüßte gestern Morgen die ersten Patienten in der ehemaligen Stieger Schule. Die Sprechstunden haben begonnen, bis auf weiteres nun zu folgenden Zeiten: Montag 8.30 - 11.30 Uhr   und 16 -18.30 Uhr, Dienstag 8.30 -11.30 Uhr und 16 -18 Uhr, Mittwoch 8.30 - 11.30 Uhr, Donnerstag 8.30 - 11.30 Uhr und nochmal 16 - 18 Uhr sowie freitags 8.30 - 13 Uhr. Fotos (4): B. Falkner
 
Bild: Ortschef Rolf-Peter König (re.) begrüßte das Arztpaar mit Blumen.
 
Bild: Ramona Kolbe (li.) und Kathleen Nabert gehören als Medizinische Fachangestellte zum Team. Nicht im Bild: Mitarbeiterin Sonja Trute.

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 04.11.2010

Bahnstrecke bis April gesperrt

(05.11.2010)

Hasselfelde/Stiege (bfa). Mit dem Übergang zum Winterfahrplan der Harzer Schmalspurbahnen begann am Montag eine Streckensperrung zwischen Stiege und ‍Hassel‍‍felde. Sie wird bis voraussichtlich 21. April 2011 andauern. Grund dafür ist eine Gleiserneuerung. Für die Sperrzeit wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Sie fahren von den jeweiligen Bahnhofsvorplätzen ab.

Die Fahrzeiten der Ersatzbusse, so Bahn-Sprecherin Heide Baumgärtner gestern auf Nachfrage, sind vor Ort in Aushängen oder auch im Internet (hsb-wr.de) einzusehen. Die Geschäftsleitung der HSB bittet alle Anwohner und Gäste für eventuell entstehende Unannehmlichkeiten während der Bauphase um Verständnis.

 

Volksstimme Wernigerode, 04.11.2010

Schäferhündin am Albrechtshaus

(02.11.2010)

Stiege (bfa). Im Bereich des Albrechtshauses bei ‍Stiege wurde gestern Morgen gegen 8 Uhr eine herrenlose Schäferhündin aufgegriffen. Das Tier ist etwa 13 Jahre alt und hat Tumore am Gesäuge. Die Hündin sei wohl ausgesetzt worden, so wird vermutet und dennoch nach einem Herrchen oder Frauchen bzw. nach Hinweisen zum Halter gesucht.

Ansprechpartner: Tierheim Derenburg, T. (03 94 52) 2 15.

 

Volksstimme Wernigerode, 02.11.2010

Ab 02.11.2010 Gräbersegnungen

(02.11.2010)

Stadt Oberharz (bfa). Die katholische Gemeinde bereitet Gräbersegnungen auf den Friedhöfen etlicher Ortsteile der Stadt Oberharz vor.   

Die feierliche Handlung geht auf etwa 1000 Jahre alte Bräuche eines Allerseelen- oder Allerheiligenfestes zurück. Dazu werden Gräber geschmückt, Grablichter angezündet und die Gräber mit Weihwasser besprengt und/oder mit Weihrauch gewürdigt.

Eingeladen wird zu dem Ritual am 02.11. in: - ‍Elbingerode um 17 Uhr, 18 Uhr Heilige Messe. Am Sonnabend, 6. November, findet die Gräbersegnung dann jeweils statt in: Benneckenstein, 14 Uhr, Tanne, 14.30 Uhr, Königshütte, 15.15 Uhr, Elend, 16 Uhr.

 

Volksstimme Wernigerode, 02.11.2010

Der neue Ski-Schlepplift am Pfeifferberg, dunkle Lampen und ein Klavier im Haus des Gastes

(01.11.2010)

Hochbetrieb herrschte bei den Bürgermeister-Sprechstunden diese Woche in ‍Bennecken‍‍stein. Allein in den 60 Minuten mit der Harzer Volksstimme ging es um Straßenlampen, das Haus des Gastes, ein neues Vereinshaus, einen erstmals georderten mobilen Skilift und ein Klavier des Volkschores.

‍Benneckenstein. „Meistens warten schon zwei, drei Bürger vor der Tür“, erklärt Hans-Herbert Schulteß zu seiner Sprechstunde, immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr.   

Und auch diesen Donnerstag ist das so. Einer der Bürger ist Karl-Heinz Klauser. Er will sich im Namen des Volkschores ‍Benneckenstein erkundigen, was aus dem Klavier und dem Schrank voll Utensilien des Vereins wird, die noch im Haus des Gastes sind. Dort solle doch gebaut werden ... – Der Bürgermeister kann ihn beruhigen: Klavier und Schrank können   bleiben, wo sie sind.   

Das Haus des Gastes werde umgebaut, die Eröffnung der Gaststätte als neues Café und Bistro sei Mitte November geplant, informiert der Bürgermeister. Es habe Probleme gegeben, weil der letzte Gastwirt Inventar „mitgehen“ ließ. Ansonsten bleibe aber erstmal alles wie gehabt. Nur der Umzug der Tourist-Information ins Rathaus stehe an. Mit dem Abriss der Treppe im Haus soll   erst im Frühjahr begonnen werden, so Schulteß. Langfristig werde auch die Heimatstube aus dem für Besucher ungünstigen Obergeschoss des Hauses des Gastes ausziehen.   

Dafür wird bereits das Gebäude des Eisenbahnmuseums in der Bahnhofstraße ausgebaut, erfuhr Bürger Klauser. Ein Haus für Vereine und Museen soll entstehen - mit Bahnmuseum, Heimatstube und vielleicht auch einer Radiosammlung, die ihm angetragen wurde, sagt Schulteß. Saal und Leseraum würden „auf jeden Fall“ weiter für Bürger und Vereine zur Verfügung stehen, und das Klavier sowie der Schrank des Volkschores stünden dort ebenfalls sicher.   

„Der Weg hat sich gelohnt“, meint Karl-Heinz Klauser und lacht vor Freude, als er obendrein vom zufällig anwesenden Volksstimmereporter erfährt, dass er Freikarten für das Gospelkonzert am Sonntag in der Kirche gewonnen hat.    Nicht so recht Lachen kann indes der nächste Bürger nicht: Matthias Hundt berichtet, dass in seiner Gasse am Klausberg seit Mitte September schon die Straßenlampen nicht mehr leuchten. Gerade jetzt im beginnenden Winter sei die Dunkelheit für Schulkinder und Anwohner ein Problem. „Ich bin davon ausgegangen, dass   das geklärt ist“, wundert sich der Ortschef und greift zum Telefon: Der Auftrag ist erteilt, die Reparatur werde erledigt, wenn aufgeschachtet ist. „Und wann wird aufgeschachtet?“, hakt Hundt nach. Neuer Anruf, Ergebnis: umgehend! Matthias Hundt und die Anwohner der Gasse warten darauf.   

Nachdem eine Bürgerin zwischendurch nach einer Busverbindung nach Nordhausen fragt, der Ortschef auf die Bahn verweist und zusagt, bei Busunternehmen nachzufragen, schneien zwei Herren herein. Es sind keine Bürger, die zur Sprechstunde wollen. Aber Frank-Jürgen Quittschorr vom Bau- und Torsten Klopstock vom Ordnungsamt waren Bür   gerhinweisen nachgegangen und sprechen sich nun mit dem Ortsbürgermeister ab.   

So wird dieser Tage das Tempo-30-Schild in der Wildenbach weiter in die Straße versetzt und ein zweites Schild aufgestellt. Anwohner Martin Rußmann und weitere hatten sich über Raser in der frisch sanierten Straße beklagt (wir berichteten). Informiert wurde auch, dass verstellte Parkflächen wieder frei sind, dass aus Räumen am Bahnhofsmuseum Bodenplatten und Kupferdraht verschwanden, welche Hundesteuer zu zahlen ist und dass am Pfeifferberg diesen Winter erstmals ein mobiler Ski-Schlepplift aufgestellt werden soll. Dann war die Sprechstunde mit der Volksstimme auch schon vorbei. Zeitgleich gab es regen Betrieb im Bürgerbüro.   

Die Volksstimme ist in der Sprechstunde von Hasselfeldes Ortschef Heiko Kaschel Zaungast: Donnerstag, 17 bis 18 Uhr im Dienstleistungszentrum.

 

Bild: Mehrmals greift Ortsbürgermeister Hans-Herbert Schulteß (links) in seiner Sprechstunde gleich zum Telefon, hier für Matthias Hundt.
   
Bild: Petra Löser im Bürgerbüro in Benneckenstein (links) hilft gerade Liesa Peters aus Darlingerode bei einem Anliegen.
 
Bild: Karl-Heinz Klauser (re.) bedankt sich. „Weg hat sich gelohnt ...“ Fotos (3): Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 30.10.2010

Agentur für Arbeit stellt Arbeitsmarktbericht vor / Joachim Tag: „Zehn-Prozent-Hürde gekratzt“

(30.10.2010)

Halberstadt (je). Die Politik feiert den wirtschaftlichen Aufschwung im „XXL-Format“. Auch im Harzkreis hat sich damit verbunden die Lage am Arbeitsmarkt weiter entspannt, wie Joachim Tag, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halberstadt, gestern sagte.

Erfreulicherweise ziehe der Markt weiter an, was erneut einen deutlichen Rückgang der gemeldeten Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr nach sich zog. „Quer durch alle Altersgruppen finden Menschen wieder leichter Arbeit. Mit knapp 12 000 Personen haben wir so wenig Arbeitslose gemeldet, wie seit dem Oktober 1990 nicht mehr“, freute sich Tag.

„In diesem Monat haben wir die Zehn-Prozent-Hürde für den Harzkreis gekratzt.“ Für den Agenturchef ist das das Ergebnis des Aufschwungs, und dass die Krise überwunden sei, trage ein erhebliches Maß bei. „Die Kurzarbeit hat sich in Deutschland bewährt, um die Krise zu überwinden“, betont Joachim Tag.     

Die Chancen für gut ausgebildete arbeitslose Frauen und Männer seien derzeit gut, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Die heimischen Unternehmen würden die Fachkräfte benötigen.   

Aber auch im Monat Oktober verlief die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsstellen des Agenturbezirkes Halberstadt unterschiedlich. Der Altkreis Wernigerode weise mit 6,3 Prozent die geringste Arbeitslosenquote auf, gefolgt von Halberstadt mit 11,8 und Quedlinburg mit 12,6 Prozent.

 

Volksstimme Wernigerode, 29.10.2010

[Grafik vergrößern]

Foto zu Meldung: Agentur für Arbeit stellt Arbeitsmarktbericht vor / Joachim Tag: „Zehn-Prozent-Hürde gekratzt“

„Mammut“ letztmalig dieses Jahr

(29.10.2010)

Zum letzten Mal in diesem Jahr wird der Lokschuppen ‍Rübeland mit dem legendären Dampfross „Mammut“ am Sonnabend geöffnet. Wer den Trubel beim Fest zum 125. Jahr der Rübelandbahn verpasst hat oder auf den Geschmack gekommen ist, findet an der B 27 nahe Abfahrt Neuwerk morgen von 10 bis 18 Uhr viel Eisenbahn zum Anfassen. Foto: Burkhard Falkner  

 

Volksstimme Wernigerode, 29.10.2010

Ost-West-Streit um Oberharz geht weiter

(29.10.2010)

Wernigerode/Clausthal-Zellerfeld (dpa). Der erste Versuch, den Ost-West-Streit um den Namen „‍Oberharz“ gütlich beizulegen, ist ohne Erfolg geblieben.Die Mediation am Verwaltungsgericht Magdeburg soll am 15. November fortgesetzt werden.

Die Kommune mit Sitz in Clausthal-Zellerfeld liegt im Streit mit der Einheitsgemeinde „‍Oberharz am Brocken“ in Sachsen-Anhalt.

Die niedersächsische Kommune pocht auf ihr angestammtes Namensrecht und verweist darauf, dass die Ostharzer Kommune, die sich Anfang dieses Jahres gegründet hat, weitgehend im Unter- und nicht im ‍Oberharz liege.

 

Volksstimme Wernigerode, 28.10.2010

Ämter am 29.10 nochmal zu

(28.10.2010)

Die Einwohnermeldeämter und das Bürgerbüro bleiben morgen erneut für einen Tag geschlossen. Grund ist die Umstellung des Computersystems wegen der neuen Personalausweise. Es wird um Verständnis gebeten.

 

Stadt Oberharz am Brocken

Allrode plant 1050-Jahr-Feier

(28.10.2010)

‍Allrode (bfa). Die Erhebung einer Verfassungsbeschwerde, falls der Landtag eine Zuordnung ‍Allrodes zur Stadt Oberharz beschließt, wird in der öffentlichen Tagung des Gemeinderates am 29.10.2010 ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes behandelt. Der Landtag hat das Thema für die November-Tagung im Plan.

Außerdem wird über die Vorbereitung der 1050-Jahr-Feier des Ortes und über die Ausstellung der Vereinsfahnen gesprochen.

Weitere Themen: Haushalt für 2011, Winterdienst, Jahresrechnung 2009, Straßenausbaubeiträge (Osterberg, Angerstraße) sowie die Kosten des Gemeindefestes und Einwohnerfragen. Nichtöffentlich geht es um Grundstücks- und Personalfragen sowie auch um die Reinigung der öffentlichen Toilette im Ort.

 

Volksstimme Wernigerode, 28.10.2010

Mediations-Start zu "Oberharz"

(28.10.2010)

Magdeburg/Stadt ‍Oberharz (bfa). Mit einem ersten Treffen unter der Ägide eines Vermittlers oder Schlichters begann gestern die sogenannte Mediation im Streit um den Stadtnamen „‍Oberharz“. Spitzenvertreter der Samtgemeinde ‍Oberharz (Nidersachsen) und der Stadt ‍Oberharz kamen dabei in Magdeburg zusammen, um eventuelle Möglichkeiten für eine Lösung ohne Gerichtsurteil auszuloten. Über das Ergebnis wurde Stillschweigen vereinbart.   

Hintergrund sind geplante gerichtliche Schritte der Samtgemeinde gegen das Führen des Stadtnamens ‍Oberharz am Brocken im hiesigen Kreis Harz vor dem Oberverwaltungsgericht, nachdem bereits ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gescheitert ist. Der Treff gestern war ein erstes Gespräch mit Mediator oder Mittler. Ein zweites ist für November geplant. Einigen sich beide Kontrahenten dabei nicht, soll die Klage aus Niedersachsen vor Gericht verhandelt werden, das dann ein Urteil zu fällen hat.

 

Volksstimme Wernigerode, 27.10.2010

Ein Gespräch wirkt manchmal Wunder – Zeitung klinkt sich ein: Sprechzeiten der Bürgermeister

(27.10.2010)

Stadt Oberharz (bfa). Was liegt Ihnen in der Heimatgemeinde schon lange auf der Seele? Worüber wollten Sie schon immer mal mit dem Ortsbürgermeister reden? Welchen Lösungsvorschlag machen?   

Diese und ähnliche Fragen der Bürgerinnen und Bürger sind dieser Tage extraheißes Thema in der Harzer Volksstimme. Mit der Aktion „Bürger-Sprechstunde“ klinkt sich die Heimatzeitung ein und legt quasi den Finger auf die Themen der Einwohner.   

Aber wer weiß eigentlich genau, wann der eigene Ortsbürgermeister oder die Bürgermeisterin Sprechstunde hat?  

Der aktuelle Stand laut Information der Verwaltung Oberharz sieht in jedem Ortsteil Sprechstunden vor (siehe unten). Außerdem sind die Ortschefs meist gut bekannt und Ansprechpartner, auch wenn die Lösung vieler Fragen kompliziert, langwierig und manchmal vielleicht gar nicht möglich ist. Auch darüber ist zu reden. Anlaufstellen für Bürgersprechstunden gibt es also genug, zwölf an der Zahl, und sie werden auch schon lange genutzt. - Das wird die Harzer Volksstimme in den nächsten Wochen weiter unter die Lupe nehmen und sich nach und nach in die Sprechstunden einklinken – als Beobachter und Sprachrohr der Bürger.   

Die erste Stippvisite der Zeitung ist nun am Donnerstag, 28. Oktober, im Rathaus ‍Benn‍‍eckenstein von 15 bis 16 Uhr.

 

Sprechzeiten:

• ‍Benneckenstein: Hans-Herbert Schulteß, Donnerstag, 14 bis 18 Uhr,   

• Elbingerode: Rudolf Beutner, Torstr. 19, 38875 Oberharz am Brocken OT Elbingerode (Harz), nach Absprache,  

• Elend: Carsten Brett, Dienstag, 16.30-18 Uhr,   

• Hasselfelde: Heiko Kaschel, jeden Donnerstag 17-18 Uhr, 

• Königshütte: Volker Kastius, jeden 2. Mittwoch im Monat, also 10. 11. wieder 16-17 Uhr,     

• Rübeland: Uwe Anderfuhr, jeden 1. Dienstag im Monat. 16 bis 17 Uhr,   

• Sorge: Inge Winkel, jeden Donnerstag, 16 bis 18 Uhr,   

• Stiege: Rolf-Peter König, jeden Donnerstag, 17-18.30 Uhr,

• Tanne: Frank Damsch, nach Absprache,   

• Trautenstein: Rainer Wernicke, jeden Donnerstag, 15.30-17 Uhr,   

• Stadtbürgermeister Oberharz am Brocken: Andreas Flügel, nach Absprache.  

Volksstimme Wernigerode, 26.10.2010

Tausende feiern 125 Jahre Rübelandbahn und Kalksteinabbau, Minister Daehre: „Da geht einem das Herz auf“

(26.10.2010)

Gut 5000 Besucher strömten am Sonnabend bei sonnigem Herbstwetter nach Rübeland. Sie fuhren begeistert Dampflokzug, lernten riesige Maschinen und Steinbrüche kennen und hatten Freude. Auch neue Ziele wurden formuliert.     

Rübeland. „Da geht einem das Herz auf!“ entfuhr es Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre am Sonnabend gleich bei der Ankunft am Ortspark und Bahnhof Rübeland.   

Da waren die ersten gut besetzen Züge bei strahlender Herbstsonne mit der Dampflok 95027 schon zum Haltepunkt Michaelstein und zurück gedampft, säumten Fotojäger die Strecke von Blankenburg bis Rübeland selbst an entlegendsten Stellen, um ihr Bild von der schnaufenden „Bergkönigin“ zu schießen.   

Dass Personen- und Güterzüge (mit Elektroloks) auf dieser Strecke fahren können, so hob Daehre mit Dank hervor, sei dem Engagement der Fels-Werke und den von dem Unternehmen investierten gut zehn Millionen Euro zu verdanken.   

In einer Rundreise ging es dann durch die verschiedenen Stationen. Am Goethehaus wurde nicht nur die dicht umlagerte Präsentation von Kalkprodukten und Eisenbahnutensilien besucht, sondern auch eine gelbe Grubenbahn bestiegen. Dabei ernannten die Stadt Oberharz und die Fels-Werke den Verkehrsminister für dessen Einsatz zur Rettung des Zugverkehrs zum 1. „Botschafter der Rübelandbahn“.  

Die Auszeichnung in Form einer historischen Aktie soll nun jährlich vergeben werden. Außerdem ehrte der Förderverein Rübelandbahn Karl-Heinz Daehre mit der Albert-Schneider-Plakette.   

Währenddessen tummelten sich tausende Besucher am Goethehaus, sahen Bike-Stunts sowie Höhenrettung und drängten in die Busse zur Werksbesichtigung. Sowohl die Vertreter von „Fels“ als auch die von der Stadt und den Harzer Schmalspurbahnen als Organisator der Touristenzüge zeigten sich zufrieden über den Ansturm. Sie diskutierten auch neue Ziele.   

So soll die Aufenthaltsdauer der Personenzüge in Rübeland ausgeweitet werden, um den Fahrgästen mehr Erlebnisse bieten zu können. Gespräche zu den nötigen Regelungen und Investitionen laufen, wie der Minister und die Fels-Werke bestätigten. Außerdem kam die Idee auf, als Rahmenprogramm für die Touristenzüge auch mal Fahrten durch die Kalkwerke anzubieten. Der große Zuspruch für derartige Touren schon in den letzen Jahren und nun auch jetzt am Sonnabend fordere das geradezu heraus.   

Die Gesamtzahl der Gäste wurde vom Veranstalter allein für Sonnabend auf etwa 5000 beziffert. Und gestern fuhr noch der reguläre Nachmittagstouristenzug von Blankenburg bis Rübeland und zurück.     

 

• Die Rübelandbahn startet 1885 als Harzbahn den regelmäßigen Zugverkehr Blankenburg-Tanne.   

• Güterzüge transportieren vor allem Kalk, 1897 z. B. 102 000 Tonnen gebrannten Kalk.   

• Albert Schneider, geboren 30. 11. 1833 in Trautenstein, ist Bahndirektor und ab 1886 auch Harzklubvorsitzender.   

• Heute transportiert die Rübelandbahn hauptsächlich Kalksteinprodukte, es gibt regelmäßig auch Touristenzüge.

• Kalkstein wird seit rund 125 Jahren im Gebiet um Rübeland abgebaut, die Vorkommen betragen ca. 2 Milliarden Tonnen.  • Rübelands Kalkstein gilt als erstklassig, ist 350 Millionen Jahre alt, sehr fest, frostbeständig und so im Straßenbau einsetzbar.   

• Jahresproduktion Brandkalk: 800 000 Tonnen.   

• Der Transport auf Schienen stieg von 38 % auf rund 65 % der Produktion, statt früher 10 000 Tonnen fallen derzeit nur 10 Tonnen Staub an.

 

Bild: Auf Wiesen, an Büschen, Straßen und anderswo lauerten am Wochenende Fotojäger auf die „Bergkönigin“. Der Zug passiert hier die sanften Hügel mit Kühen nahe des Blauen Sees.   Foto: Burkhard Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 25.10.2010

Lecker-Land mit Wurst für „Kukki“

(24.10.2010)

‍Elend/Tanne/Stadt Oberharz (bfa). Die Region wird bei Fernsehleuten offenbar immer beliebter.   

Heute startet die ARD-Serie „Land und lecker“ mit ihren sechs Folgen. Von Montag bis Freitag werden Leute, Landschaften und Speisen jeweils von 16.10 bis 16.50 Uhr über den Bildschirm flimmern. Landfrauen aus ganz Deutschland stellen zur „ARD-Ernährungswoche“ ihre Kochkünste unter Beweis. Zu ihnen gehört in Folge drei Susann Thielecke aus Tanne, Sendetermin ist am kommenden Dienstag, 26. Oktober, ab 16 Uhr. Harzfilme gibt es aber noch mehr.   

Der MDR strahlt gleich am Tag darauf, am Mittwoch, 27. Oktober, ab 21.15 Uhr in der Sendereihe „Waehle Madeleine“ ebenfalls Bilder aus dem hiesigen Harz aus. Charmant   und taff zugleich schaute dabei Moderatorin Madeleine Wehle gestern trotz eisiger Kälte Gastwirt Jürgen „Kukki“ Kurkiewizc nicht nur über die Schulter. Sie fasste auch mal mit zu und präsentierte zwischendurch mal ‘ne Wurst. Anschließend ging es zu Brockenbäcker Reimund Freystein nach Tanne – wegen einer Brockentorte. Zuschauer können also gespannt sein.

 

Bild: Jürgen „Kukki“ Kurkiewicz organisiert sonst das Essen für viele Gäste. Hier bekam er gestern bei Dreharbeiten an der B 27 mal selbst eine Wurst, sogar von TV-Moderatorin Madeleine Wehle. Foto: B. Falkner

Volksstimme Wernigerode, 23.10.2010

Allrodes Abgang ist genehmigt: „Bitter für die Stadt Oberharz!“

(23.10.2010)

Der lange umstrittene Eingemeindungsvertrag Allrode-Thale ist genehmigt. Das löste gestern Freude in Thale, und bittere Traurigkeit in der Stadt Oberharz aus. Eine Entscheidung vor Gericht und eine im Landtag sind noch offen.      Halberstadt/Stadt Oberharz/Thale. Die Kreisverwaltung Harz hat den Eingemeindungsvertrag Allrode-Thale genehmigt. Sie folgt damit dem jüngsten Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes Magdeburg auf eine Klage der Stadt Thale hin, wobei die Entscheidung im Hauptsacheverfahren gegen diese Genehmigung noch aussteht, wie informiert wurde. (siehe Mittwochausgabe).     

„Für mich ist das Thema nun erledigt, wir haben damit einen genehmigten Gebietsänderungsvertrag“, sagte Thales Bürgermeister Thomas Balcerowski (CDU). Selbst wenn der im November nach dem Vorstoß der Abgeordneten Ronald Brachmann (SPD) und Angela Gorr (CDU) doch noch anders beschließen würde, könnte diese Entwicklung nicht mehr zurückgedreht werden. „Wir haben immer gesagt, wir gehen bis vors Verfassungsgericht“, so Balcerowski. Thale und ‍Allrode hätten damit nun einen Rechtsanspruch auf die Fusion nach dem Motto: freiwilliger Zusammenschluss vor Zuordnung.   

„Wir haben hier einen freiwilligen Zusammenschluss und werden den auch durchsetzen“, so Balcerowski. Es sei ein Fehler gewesen, in ‍Allrode keinen Bürgerentscheid, sondern nur eine Bürgerbefragung vorzunehmen.   

Der Stadtrat Thale werde den Zusammenschluss nun in einer Sondersitzung am 1. November regeln. Beide Räte in Thale und ‍Allrode müssen noch Beitrittsbeschlüsse fassen, um die bisher auf Eis liegenden Vereinigungspläne zu aktualisieren und die Auflagen der Kreisverwaltung zu erfüllen.   

„Die Genehmigung macht uns traurig und ist bitter für   die Stadt Oberharz“, reagierte Oberharz-Stadtbürgermeister Andreas Flügel (FDP) auf die neuste Entwicklung in dem jahrelangen Streit.  Zwar stünden Gerichtsentscheidung im Hauptsacheverfahren und auch ein Wort des Landtages noch aus, so Flügel weiter, aber die Genehmigung sei ein wichtiger Fakt. „Damit sind die Weichen schon sehr scharf gestellt, und wir müssen mit dem Vollzug dieser Genehmigung, also mit dem Herausrechnen von ‍Allrode aus der Stadt Oberharz beginnen.“     

Aus Sicht von Flügel war die Vertagung der einst geplanten Zuordnung ‍Allrodes zum Oberharz durch den Landtag kurz vor der Sommerpause schon ein „deutliches Zeichen“ der Abkehr von allen sonstigen Beteuerungen, wonach ‍Allrode zur Stadt Oberharz gehöre. Dieser Eindruck habe sich bestätigt. Flügel: „Jetzt bleibt nur noch ein Rest an Hoffnung auf Gerichtsspruch und Landtag, aber der geht gegen null.“

 

Bild: Thomas Balcerowski
 
Bild: Andreas Flügel

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 22.10.2010

Warme Bode wird gezähmt – Uferausbau in Tanne

(22.10.2010)

Tanne (bfa). Nachdem die Straße von Benneckenstein nach ‍Tanne nun saniert ist, wird im Ort gleich im Anschluss für nützliche Verschönerungen gesorgt. Bauleute säubern das Ufer der Warmen Bode. Die umfangreichen Arbeiten für rund 700 000 Euro wurden noch vom alten Gemeinderat auf den Weg gebracht, weil die Kraft der Bode immer wieder für Schäden sorgte. „Es gab Unterspülungen, die das Mauerwerk am Ufer gefährden“, informierte Ortschef Frank Damsch. Die ‍Tanner hätten bereits einmal Erfahrung mit einem Erdrutsch machen müssen, weil das Ufer nicht befestigt worden war.    „Das muss nicht nochmal sein, deshalb hat der Rat diese Sanierung beschlossen“, so Damsch mit Dank an die Verwaltung Brocken-Hochharz und die Stadt Oberharz am Brocken für die Unterstützung. „Vor allem Bauamtsleiter Dieter Bock und Vizebürgermeister sowie Ordnungsamtsleiter Roland Krebs halfen uns“, so Frank Damsch.   

Geplant ist, nach der derzeitigen Bereinigung der Böschung das Ufer mit Ankern, Eisengitter und Spritzbeton zu sichern. Verkleidet werde alles mit Granit, um den Bereich auch optisch aufzuwerten. Die Bauarbeiten werden bis ins nächste Jahr andauern.   

Gegenüber ist die Mauer bereits saniert, so dass der ganze Bereich am Ortsrand insgesamt ansehnlicher wird. „Langfristig denken wir aber schon daran, dass der Bodelauf weiter in den Ort hinein natürlich auch gesichert und gestaltet werden muss“, so der Ortschef.  

 

Bild: Meter für Meter wird die Böschung an der Warmen Bode in Tanne gesäubert und dann befestigt. Fotos/Repro (6): B. Falkner
 
Bild: So schön kann eine intakte Ufermauer in der Herbstsonne an der Bode in Tanne aussehen. Die Böschung gegenüber ist jetzt in Arbeit.

Volksstimme Wernigerode, 21.10.2010

Elend baut das Feuerwehrhaus, Geld ist da, der Plan schon lange

(22.10.2010)

Elend kann 83 Jahre nach Bau des derzeitigen Feuerwehrgerätehauses neu bauen. Dafür gibt es 165 000 Euro Fördergeld vom Land. Die Gesamtkosten liegen bei rund 700 0000 Euro. 2011 soll gebaut werden und auch Einzug sein.      ‍

Elend. Kurz und freudig verlief die Zusammenkunft der Feuerwehr ‍Elend am Dienstagabend im alten Gerätehaus.    Gemeinsam mit Ortschef Carsten Brett und Oberharz-Stadtbürgermeister Andreas Flügel begrüßten die Kameraden um Wehrleiter Jürgen Scheller und Stadtwehrleiter Dirk Czekay auch Innenstaatssekretär Rüdiger Erben und den Landtagsabgeordneten Dr. Ronald Brachmann (SPD). Sie überreichten einen Fördergeldbescheid über 165 000 Euro.    Das Geld ist zweckgebunden für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Denn seit langem hat ‍Elends traditionsreiche Feuerwehr kein richtiges Domizil. 1927 gebaut und in unzähligen Einsatzstunden immer wieder ausgebessert und hergerichtet, entspricht das derzeitige Gebäude, ein angemietetes Privathaus, längst nicht mehr den Anforderungen. Die Technik steht in einem provisorischen Carport.   

„Mich musste niemand überzeugen, dass ‍Elend ein neues Gerätehaus wirklich braucht“, sagte Rüdiger Erben. Ronald Brachmann sprach vom „dringenden Handlungsbedarf“. Er habe stets zu der Hilfe gedrängt. Haushaltsprobleme auf Landesebene verzögerten sie, nun aber könne gehandelt werden. Der Bescheid wechselte mit allen guten Wünschen und Dankesworten in Richtung Erben und Brachmann den Besitzer.   

‍Elend ist nicht unvorbereitet und hat den Bauplan längst in der Schublade. Entstehen soll das passende moderne Gebäude verkehrsgünstig an der B 27, auf einer Freifläche am Ortsausgang Richtung Mandelholz. Mit Mannschaftsraum, Zimmer für die Jugendwehr und Unterbringungsmöglichkeiten für die Technik. Projektiert ist das Gerätehaus ähnlich wie die Feuerwache in Benneckenstein, nur kleiner.    ‍

Elend sei sich bewusst, hob Carsten Brett hervor, dass wegen dieser Investition die anderen neun oder zehn Ortsteile der Stadt Oberharz erst einmal warten müssen, bis wieder genügend Geld bereitsteht. Etwa 535 000 Euro investiert die Stadt, die Gesamtkosen für das neue Feuerwehrhaus liegen bei rund 700 000 Euro.   

Mit den Bauvorbereitungen werde nun begonnen, hieß es. Der Bau selbst soll nach dem in der Oberharzregion recht kalten Winter starten. Die Kameraden packen allerdings jetzt schon für den Umzug. Auch da gehe ja die Arbeit nun erst richtig los, hieß es. Noch 2011 will ‍Elends Feuerwehr einziehen und vom neuen Domizil aus den Brandschutz für die Bürger im eigenen Ort und in der Region gewährleisten.

 

Bild: Geld ist gesichert - Jürgen Scheller, Dirk Czekay, Ronald Brachmann, Rüdiger Erben, Carsten Brett und Andreas Flügel (von links) begutach   ten den Bauplan fürs künftige Feuerwehrgerätehaus in ‍Elend. Es soll ähnlich wie das in Benneckenstein werden, nur kleiner.   Förderbescheid über knapp ein Viertel der Kosten überreicht 

 

Bild: Verwinkelt, klein und verbaut: Das (gemietete) derzeitige Feuerwehrgerätehaus mit Carport als Provisorium in Elend.
Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 21.10.2010

Meinung: SPD-Landtagsabgeordneter ist die ständigen Zwischenentscheidungen leid

(22.10.2010)

„Ich bin es leid, ständig Zwischenentscheidungen von Gerichten zu hören und reagiere nur noch auf endgültige Entscheidungen“, sagte Ronald Brachmann, SPD-Landtagsabgeordneter, zum Dauerstreit um die Zuordnung ‍Allrodes zu Thale oder Stadt Oberharz.

Dazu laufen inzwischen über 20 Gerichtsverfahren. „Ich bin nach wie vor für den Verbleib ‍Allrodes im Verband der Stadt Oberharz, deshalb haben wir dafür gesorgt, dass man sich erneut mit der Zuordnung beschäftigt.“ Der Landtag werde im November über ‍Allrode beraten. „Das Gezerre vor den Instanzgerichten bringt uns nicht wirklich weiter.“

 

Volksstimme Wernigerode, 21.10.2010

Streit Allrode: Genehmigung Ja, Zuordnung offen

(21.10.2010)

Allrode/Halberstadt (bfa). Das Oberverwaltungsgericht äußerte sich nach überraschend kurzer Zeit bereits zum Vorstoß des Landkreises Harz am 8. Oktober in Sachen ‍Allrode. Der Antrag auf Aussetzung der Thalenser Klage auf Genehmigung der Eingemeindung ‍All‍‍rodes nach Thale sei abgewiesen, informierte die Juristin der Kreisverwaltung, Sabine Fiebig, gestern auf Nachfrage.

Damit habe der Landkreis den Eingemeindungsvertrag nach Thale zu genehmigen. Über die Beschwerde gegen Thales Klage insgesamt werde aber noch verhandelt und später entschieden, hieß es. Damit bleibe die Entscheidung über eine Zuordnung ‍Allrodes zur Stadt Oberharz oder zu Thale, so Fiebig, vorerst weiter offen.

 

Volksstimme Wernigerode, 20.10.2010

Kirchengemeinde bittet zum Bürgerfrühstück

(20.10.2010)

Trautenstein (bfa). Zu einem Bürgerfrühstück für einen guten Zweck lädt die Kirchengemeinde ‍Trautenstein am Reformationstag, 31. Oktober, ein.   

Ab 10 Uhr kann im Dorfgemeinschaftshaus geschmaust und geklönt werden. „Jeder Teilnehmer zahlt für seinen Sitzplatz drei Euro, Kinder sind frei. Der Erlös soll für die weihnachtliche Beleuchtung des Dorfgemeinschaftshauses verwendet werden“, so Pfarrer Karl Leyrer.   

Für das Frühstück sorgt jeder selbst. Das heißt, Brot, Wurst sowie Teller, Tasse und Besteck sind mitzubringen. Eingeladen sind Jung und Alt aus ‍Trauten‍‍stein sowie viel Prominenz aus Stadt und Kreis.     

Das gemeinsame Frühstück biete Gelegenheiten zu vielen Begegnungen und vielleicht auch dafür, mal die Hausschlachtewurst oder die selbstgemachte Marmelade vom Nachbarn zu probieren, so Karl Leyrer. Musikalisch umrahmt wird der vormittägliche Schmaus u. a. von den „Heaven Door Gospel Singers“ aus New York/USA. Die Vollblutmusiker sind abends in Benneckensteins Kirche im Konzert und singen in ‍Trautenstein ab 10 Uhr. Außerdem wird zum Bürgerfrühstück eine Ehrenplakette für den Harzklubmitbegründer und gebürtigen ‍Trautensteiner Albert Schneider überreicht.   

Jeder ist herzlich willkommen. Karten verkaufen die Konfirmanden oder gibt es an der Morgenkasse. Weitere Auskünfte erteilen

Simone Hartung, Telefon (03 94 58) 7 02 66,

Alexandra Schneemilch, Telefon (03 94 59) 701 14 und

Karl Leyrer, Telefon (0 55 83) 8 34.  

 

  Die Straßenumbenennung zu Ehren des Sohns von Trautenstein ist schon erfolgt. Nun gibt‘s eine Plakette und ein Bürgerfrühstück.
 
Bild: Die „Heaven Door Gospel Singers“ aus New York sind am 31. Oktober in Trautenstein, abends in Benneckenstein zu erleben. Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 19.10.2010

Kreis Harz zieht vor das Oberverwaltungsgericht

(20.10.2010)

‍Allrode/Halberstadt/Stadt Oberharz (bfa). Die Kreisverwaltung zieht in Sachen Streit um ‍Allrode vor das Oberverwaltungsgericht.   

Wie gestern bestätigt wurde, reichte der Landkreis Harz bereits am 8. Oktober die erforderlichen Unterlagen ein, um die gestern Mittag abgelaufene Frist einzuhalten. Die Kreisverwaltung lehnt damit weiter die Genehmigung des umstrittenen Eingemeindungsvertrages zwischen der Stadt Thale und der Gemeinde ‍Allrode ab (wir berichteten). Sie sieht nach wie vor ‍Allrode besser bei der Stadt Oberharz.

Das sehen die Stadt Thale und die Mehrheit im Gemeinderat ‍Allrode anders. Eine Klage gegen die Kreisverwaltung Harz hatte vor dem Verwaltungsgericht Magdeburg zunächst Erfolg, was sich nun ändern könnte. Die Auseinandersetzung geht damit in eine nächste Runde.

Vertreter der Stadt Oberharz hatten diesen Schritt bereits erwartet. Das Oberverwaltungsgericht habe signalisiert, hieß es gestern, „eine zeitnahe Entscheidung“ fällen zu wollen.

‍Allrodes Gemeinderat behandelt indes in seiner öffentlichen Tagung am 29. Oktober ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes u. a. die Erhebung einer Verfassungsbeschwerde nebst Eilrechtsschutz gegen das Gesetz über die Neugliederung der Gemeinde ‍Allrode, wonach der Luppbodeort zur Stadt Oberharz gehören soll. Wie es mit dem Eingemeindungsvertrag und der Zuordnung weiter geht, bleibt also abzuwarten.

 

Volksstimme Wernigerode, 19.10.2010

Tierheim bittet um Mithilfe: Täter stehlen Katzenfalle bei Stiege, Tierfreunde warnen vor Missbrauch

(19.10.2010)

‍Stiege/Derenburg (bfa). Anfang des Monats wurde eine Katzenfalle im Bereich des Albrechtshauses bei ‍Stiege gestohlen. Der Fall ist immer noch ungelöst und könnte böse Folgen haben.   

Wie das Team vom Tierheim Derenburg mitteilte, war das Fanggerät an eine Tierfreundin verliehen worden. Ein kranker Kater sollte gefangen werden, um ihn im Tierheim gesund zu pflegen. Doch Unbekannte stahlen die Falle, Anzeige wurde erstattet, bisher ohne Erfolg. Im Tierheim und bei Katzenfreunden geht nun die Sorge um, dass mit dem Gerät Schindluder getrieben wird. Anwohner werden deshalb um Obacht und Mithilfe gebeten. Einmal sollte darauf geachtet werden, ob die Falle auftaucht, zum anderen wird vor illegalen Katzenfängern gewarnt.   

Es sei schon vorgekommen, so Tierheimleiterin Dagmar   Fichtner, dass Leute mit so einer Falle Katzen wegfangen und sich obendrein als Fänger im Auftrage des Tierheims ausgeben. „Wo immer solche Aktionen festgestellt werden, sollten sich Bürger beim zuständigen Tierheim erkundigen“, bittet Dagmar Fichtner.   

Hinweise in diesem Fall nehmen die Polizei Hasselfelde, Telefon (03 94 59) 7 30 40, und das Tierheim Derenburg, Telefon (03 94 53) 215, entgegen.

 

Volksstimme Wernigerode, 19.10.2010

„Nasse“ Ferien vorbereitet

(16.10.2010)

‍Benneckenstein (bfa). Die Mannschaft im Harzbad bereitet sich schon für die Ferien in der nächsten Woche vor und ändert dazu die Öffnungszeiten. Planschen, Sporttreiben oder gemütliches Schwimmen ist dann längere Zeit möglich.

Montags ist die Schwimmhalle  von 11-19 Uhr geöffnet, freitags von 11-21 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 11-20 Uhr und Sa/So (23./24. Oktober) dann von 10 bis 18 Uhr.

Aqua-Fitness-Schwimmen ist montags ab 18.45 Uhr, Dienstag und Donnerstag ab 19.45 Uhr, Sonntag ab 9 Uhr.

 

Volksstimme Wernigerode, 15.10.2010

Sperrschilder seit sind weg

(16.10.2010)

Tanne/Trautenstein/‍Benn‍‍eckenstein (bfa). Die Straßenverbindung Tanne-Benneckenstein ist seit einigen Tagen schon befahrbar und wird am Montag offiziell freigegeben (wir berichteten).

„Warum blieben die Sperrschilder dann stehen?“, fragt Leser Udo Waskewitz aus Elbingerode, der die Schilder dieser Tage trotz freier Fahrt noch sah. Die frühe Öffnung sei ein Zugeständnis an die Anwohner gewesen, war zu erfahren. Die Sperrschilder seien noch einige Tage geblieben, um die Restarbeiten ohne großen Verkehr erledigen zu können. Gestern aber wurden die Sperren entfernt.

 

Volksstimme Wernigerode, 15.10.2010

Neuer Doktor für Stiege und Hasselfelde – die Zeit drängt

(15.10.2010)

Erstmals besuchte Dr. Jörg Liebsch am Dienstag das Haus seiner Wahl, um demnächst Patienten im Bereich ‍Stiege und Hasselfelde zu behandeln. In der früheren Schule wurden Absprachen getroffen, blieb aber auch vieles noch offen.

‍Stiege. „Wir brauchen eine Absicherung, wir müssen in Bad Segeberg Kündigungen aussprechen, hier Leute einstellen und anderes mehr. Aber wir haben nichts, noch nicht mal einen Mietvertrag.“  Das resümiert Dr. Jörg Liebsch aus Bad Segeberg nach dem ersten Besuch am Dienstagabend in seiner künftigen Praxis in der ehemaligen ‍Stieger Schule.

Liebsch war am gemeinsam mit Ehefrau Dagmar Regina vor Ort, um die Lage zu prüfen und nächste Schritte abzusprechen. Die Zeit werde knapp, hieß es.   

Denn wenn wirklich Anfang November Sprechstunden in der früheren Schule stattfinden sollen, worauf viele Einwohner warten, dann müsse dieser Tage mit dem Umbau der nötigen Räume begonnen werden. Dann müssten der Mietvertrag abgeschlossen, Bauarbeiten in Auftrag gegeben werden.    „Die Bauleute würden auch sofort loslegen, aber es fehlen noch Planungsunterlagen“, sagt ‍Stieges Ortsbürgermeister   Rolf König, nicht ohne kritischen Blick auf die Verwaltung der Stadt Oberharz. Die müsste „dem Ernst der Lage entsprechend“ zupackender und zügiger agieren, so König, unterstützt von Dr. Michael Labahn vom Wirtschaftsausschuss des Stadtrates.   

Diese Kritik lässt Oberharz-Stadtbauamtsleiter Dieter Bock nicht gelten, spielt den Ball zurück: „Etliche Fragen hätten längst geregelt werden können, wenn der ‍Stieger Ortsbürgermeister rechtzeitiger gesagt hätte, dass ein Arzt zu uns kommt. So aber muss alles gedrängt und unter Zeitdruck nun schnell geregelt werden.“ Die Verwaltung werde aber ihr Möglichstes tun, so Dieter Bock weiter. „Ich verstehe, dass Dr. Liebsch Sicherheiten braucht. Wir werden ihm ganz kurzfristig einen Mietvertrag anbieten“, sicherte er zu.   

Ebenso äußerte sich Stadtbürgermeister Andreas Flügel und wies darauf hin, dass etliche Fragen längst zu regeln gewesen wären. Nun werde die Zeit knapp, aber man setze alles daran, die Ansiedlung positiv zu regeln.   

Dr. Liebsch und Frau bekräftigen indes vor Ort nochmal ihr Vorhaben, in ‍Stiege einzuziehen und eine Praxis neu aufzubauen. Zwei Arzthelferinnen sollen dafür in ‍Stiege eingestellt werden. Die Zulassung für die neue Arztpraxis von der Kassenärztlichen Vereinigung liege bereits vor, so Dr. Liebsch, aber auch die Vorgabe, ab Anfang November Sprechstunden abzuhalten.  

 

Bild: Erster Treff in der alten Stieger Schule, von links: Dr. Michael Labahn, Dagmar Regina Liebsch, Rolf-Peter König, Dr. Jörg Liebsch. „Wir brauchen eine Absicherung ...“ Foto: Burkhard Falkner

 

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 14.10.2010

KoBa jetzt offiziell für den Harzkreis anerkannt - Agenturdaten der Hartz-IV-Betroffenen noch nicht übergeben

(14.10.2010)

Wernigerode/Halberstadt. Es wird eine wahre Fleißaktion und zugleich ein Wettlauf gegen die Zeit: Ab 3. Januar soll die Wernigeröder KoBa auch die Hartz-IV-Betroffenen aus den früheren Kreisen Halberstadt und Quedlinburg betreuen. Damit die Kommunale Beschäftigungsagentur „die Grundsicherung für Arbeitssuchende“ bestmöglich organisieren kann, müssen die KoBa-Bediensteten über jene Akten verfügen können, die noch in den sogenannten Arbeitsgemeinschaften geführt werden.   

Wie die Volksstimme bereits berichtete, sind allein 12 000 Datensätze im „Leistungsbereich“ zu übertragen. Heute beginnen 40 Mitarbeiter mit den Schulungen und einer Art Probelauf. Neben 15 dafür bereitgestellten Bediensteten der Kreisverwaltung hat die KoBa 25 neue Kollegen befris   tet bis März eingestellt. Diese Situation sei vergleichbar mit jener vor der Gründung der kommunal getragenen Agentur vor sechs Jahren, erklärte deren Chef Dirk Michelmann auf Volksstimme-Nachfrage.    Derzeit werde mit der Halberstädter Arbeitsagentur intensiv darüber verhandelt, welche Dateien bis zu welchem Termin und mit Hilfe welchen Verfahrens an die Wernigeröder Behörde übergeben werden. Schwierig sei, so Michelmann, dass die Agentur Gründe des Datenschutzes und der Sicherheit ihres Computernetzes anführt, die eine technisch einfacheAktenübergabeunmöglich mache. Zwar dürften die KoBa-Behörden ihre Statistiken den Arbeitsagenturen melden, der Datentransfer in die umgekehrte Richtung sei hingegen technisch nicht möglich, heißt es.    Die Volksstimme-Berichterstattung über die harzkreisweite KoBa „Ab Januar wird das   ‘Zebra‘ einfarbig“ vom 25. September hat der Vize-Chef der Linke-Kreistagsfraktion, Eberhard Schröder, zum Anlass genommen, eine parlamentarische Kleine Anfrage für den Landtag zu erarbeiten.    Schröder, der auch Mitglied im KoBa-Betriebsausschuss ist, hatte die seinerzeit genannte Zahl von 17 000 Kindern, Frauen und Männern, die im Harzkreis in sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben, als zu gering bezeichnet. Auf Nach   frage korrigierte die KoBa diese Zahl: Im früheren Kreis Wernigerode gäbe es 4415 Bedarfsgemeinschaften, in und um Halberstadt 5863 und im Quedlinburger Bereich 6296, insgesamt 16 574. Laut Beschäftigungsagentur werde diese Zahl mit dem statistischen Wert 1,65 multipliziert, damit erhalte man die rechnerische Zahl von 27 341 Personen, die in Bedarfsgemeinschaften lebten; mithin rund elf Prozent der Bevölkerung im Harzkreis.    Der Ilsenburger Linke-Politiker André Lüderitz hat inzwischen die Antwort der Landesregierung auf die KoBa-Datentransfer-Anfrage erhalten und diese der Volksstimme zur Verfügung gestellt. Auf die Frage, ob die Datenübertragung von KoBa-Mitarbeitern von Hand in das kommunale Computersystem alternativlos sei, antwortete Kultusministerin Birgitta Wolff: „Eine solche Möglichkeit ist leider nicht ge   geben.“ Die CDU-Politikerin informierte über Regelungen, die die Bundesarbeitsagentur vorgebe, darunter jene, dass eine automatisierte Übernahme des Datenbestandes auch wegen unterschiedlicher Computerprogramme unmöglich sei.    Wolff: „Das hat zur Folge, dass der Import von Daten von den zugelassenen kommunalen Trägern selbst zu organisieren und zu verantworten ist.“ Laut Politikerin sei in den Beratungen „wenigstens die Zusage erreicht worden, dass der Lesezugriff der KoBa auf die Agenturdaten zunächst bis Mitte 2011 erhalten bleibt.“    Gestern hat die Wernigeröder Behörde Post aus der Hauptstadt erhalten. Das Bundes-Arbeitsministerium teilt den Harzern darin mit, dass sie ab 1. Januar 2011 harzkreisweit die Hartz-IV-Betroffenen betreuen dürfen. Jetzt fehlen zur Vorbereitung darauf nur noch die Daten der Arbeitsagentur.  

 

Eberhard Schröder   Birgitta Wolff

 

Von Tom Koch, Volksstimme Wernigerode, 13.10.2010

Neues Logo und wechselnde Stimmenanteile

(12.10.2010)

Der neue Wasser- und Abwasserverband entsteht. Er wird für insgesamt 68 000 Einwohner tätig sein. Die Stimmenverteilung in seinem leitenden Gremium wird wechseln.     

‍Elbingerode. Mit dem Ja des Stadtrates Oberharz in dessen jüngster Tagung (wir berichteten) nimmt die Fusion des Abwasserverbandes Holtemme mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband Oberharz nun ihren Lauf.   

Das Votum war die letzte Hürde in einer ganzen Reihe von Beschlüssen. Denn die Stadt Oberharz ist ab Januar im neuen Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode (WAHB) nicht nur mit Wernigerode vereint. Beschlüsse hatte es deshalb zuvor im   Stadtrat Wernigerode ebenso gegeben wie in den Verbandsversamlungen Holtemme und Oberharz. Aber auch in der Stadt Ilsenburg und in der Gemeinde Nordharz für die Ortsteile Heudeber, Langeln, Schmatzfeld, Wasserleben, Veckenstedt. Ebenso im Stadtrat Blankenburg - für den Ortsteil Derenburg.   

Denn all diese Orte haben ihre Schmutzwasserbeseitigung sowie dezentrale Abwasserbeseitigung und/oder die Niederschlagswasserbeseitigung an Holtemme übertragen. Ihre Vertreter sitzen also gemeinsam mit denen der Stadt Oberharz in der Verbandsversammlung, aber nicht generell: Je nach Aufgabengebiet wechselt die Mitgliedschaft der Orte und damit die Mitsprache.   

Geregelt wird das in der Verbandssatzung, die auch die   Höchstzahl der Vertreter einer Mitgliedskommune in der Verbandsversammlung festlegt. Es sind für Stadt Wernigerode zehn Mitglieder, für Stadt Oberharz vier und Stadt Ilsenburg drei, für die Gemeinde Nordharz zwei und für Stadt Blankenburg ein Mitglied. Höchstzahl insgesamt: 20.   

Diese Mitglieder haben jeweils nur in denjenigen Aufgabenbereichen Mitspracherecht bei Entscheidungen, in denen ihre Heimatkommune dem Verband Aufgaben übertragen   hat. Das ist bei der Schmutzwasserbeseitigung z. B. anders als bei der Niederschlagswasserentsorgung.    Besonders deutlich wird das im Aufgabengebiet Trinkwasserversorgung. Das war bisher kein Thema für Holtemme, ist aber nun durch die Fusion mit Oberharz zum Januar 2011 neu zu regeln. Dabei kommen dem Verband die Erfahrungen bei Holtemme in der Erfüllung des Geschäftsführungsauftrages für Oberharz die letzen Jahre zugute. Entsprechend dem Prinzip, dass nur Vertreter betroffener Kommunen bei Entscheidungen mitreden, verteilen sich die Stimmen bei Trinkwasser-Entscheidungen künftig auf Stadt Oberharz: vier Stimmen/ Stadt Wernigerode (Ortsteil Schierke): eine.   

„Es ist eine etwas komplizierte Regelung, aber die aus   unserer Sicht beste zur Bewältigung der Aufgaben im Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, so Holtemme-Geschäftsführer Nikolai Witte unlängst vor dem Stadtrat Oberharz.   

Witte ist zugleich designierter WAHB-Geschäftsfüh   rer und präsentierte Harzer Volksstimme bereits das Logo für den neuen Verband. Er wird dann für gut 13 000 Einwohner der Stadt Oberharz und rund 55 000 Einwohner in und um Wernigerode/Ilsenburg/Derenburg tätig sein.  

 

Bild: Nikolai Witte beim Vortrag im Stadtrat Oberharz. Der gab unlängst das letzte nötige grüne Licht für die Verbandsfusion mit Wernigerode – und auch mit anderen Orten.
 
Bild: Das Logo für den neuen, gemeinsamen Wasserverband liegt vor.Foto/Repro: Burkhard Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 12.10.2010

Aktion „Weinachten im Schuhkarton“ startet wieder

(08.10.2010)

‍Wernigerode/Elbingerode (is). Nicht jedes Kind kann Weihnachten feiern. In Osteuropa beispielsweise leben viele Mädchen und Jungen in großer Armut, oft auf engstem Raum, ohne fließendes Wasser, ohne Elektrizität, ohne Schutz vor eisiger Kälte – und oft auch ohne Hoffnung.   

Deshalb wurde vor 20 Jahren die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ins Leben gerufen, an der sich in den vergangenen Jahren bereits viele Harzer beteiligten. Diesen Kindern kann auf so einfache Weise Freude und Hoffnung geschenkt werden. Einfach den Deckel und Boden eines Schuhkartons separat mit Geschenkpapier bekleben und das Päckchen mit Geschenken für einen Jungen oder ein Mädchen der Altersklasse 2 bis 4, 5 bis 9 oder 10 bis 14 füllen. Bewährt hat sich eine bunte Mischung aus Spielsachen, Hygieneartikeln, Schulmaterialien, Kleidung und Süßigkeiten sowie einem persönlichen Weihnachtsgruß.   

Wer keine Zeit hat, ein persönliches Präsent zu packen, kann auch einen Schuhkarton „adoptieren“.

Das Spendenkonto des Vereins „Geschenke der Hoffnung“ hat die Nummer 104 102 bei der Postbank Berlin (BLZ 100 100 10). Die Projektnummer lautet 300 500.   

Mittlerweile beteiligen sich immer mehr Menschen an „Weihnachten im Schuhkarton“. Allein im vergangenen Jahr wurden 538 238 Kartons in Deutschland, Österreich und der Schweiz gepackt. Und über eine halbe Million Mädchen und Jungen erlebten dank dieser Menschen die Weihnachtsfreude.

 

Bis zum 13. November können die Kartons sowie eine empfohlene Spende von 6 Euro für Abwicklung und Transport in folgenden Sammelstellen abgegeben werden:   

  • ab 10. Oktober, Gemeindezentrum Arche, Freiheit 4 (Hasserode), Wernigerode (verantwortlich ist Ada Kretschmer“
  • ab 25. Oktober Diakonissen-Mutterhaus „Neuvandsburg“, Unter den Birken 1, ‍Elbingerode, montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 11 Uhr,   (verantwortlich ist Schwester Regina Benecke)   
  • „Uhren und Schmuck, Kretschmer, Westernstraße 26, Wernigerode, montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr   
  • Zentrum HarzKultur, im Obergeschoss der Krellschen Schmiede, Breite Straße 95, Wernigerode, montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr   
  • Ahorn-Apothke, Ernst-Pörner-Straße 4, Wernigerode, montags bis freitags 8 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 12 Uhr

 

Volksstimme Wernigerode, 08.10.2010

Lokaltermin „konstruktiv“ – Arzt bereitet Umzug in Schule vor

(08.10.2010)

Grünes Licht geben die Behörden an der einstigen Stieger Schule für die Einrichtung einer Arztpraxis. Dr. Jörg Liebsch, Allgemeinmediziner mit Ausbildung in Bäderkunde, soll ab Anfang November dort arbeiten. Mit Option für eine zweite Praxis in Hasselfelde.     

Stiege/Hasselfelde. Der Allgemeinmediziner für Stiege kann doch bald mit Familie anreisen, die Verwaltungsprobleme werden gelöst. Das ergab der Lokaltermin verschiedener Behörden gestern vor Ort am Stieger See. Hintergrund:    Händeringend wird seit Monaten nach einem Arzt gesucht, der die Patienten im Bereich Hasselfelde und Stiege mit versorgt und die Lücke durch den Tod von Dr. Reinhard Jansen   schließen hilft. Verantwortliche vor Ort ebneten mühsam den Weg zur Einrichtung einer Praxis. Dr. Jörg Liebsch aus dem Landkreis Segeberg (Schleswig-Holstein) sagte seine Umsiedlung mit Ehefrau Dagmar Regina zu und hat sich die alte leere Schule Stieges ausgeguckt. Plötzlich drohte jedoch eine fehlende sogenannte Umwidmung des Gebäudes, den ganzen Zeitplan und damit auch die Ansiedlung zunichte zu machen (Dienstagausgabe).   

Das sorgte für Unmut allerorten, und für sofortige Aktivitäten auch. Oberharz-Stadtbürgermeister Andreas Flügel sagte noch am Dienstagabend im Stadtrat in ‍Elbingerode zu, dass an einer unbürokratischen schnellen Regelung gearbeitet werde. Gestern nun trafen Vertreter des Bauordnungsamtes und des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Harz sowie aus dem städtischen Bauamt Oberharz in Stiege ein.

Fazit: „Es war eine sehr konstruktive Beratung, alle waren sichtlich bemüht, so unbürokratisch wie möglich eine Lösung zu finden“, sagte Stieges Ortsbürgermeister Rolf-Peter König gestern nach dem Treffen vor Ort. Das wichtigste aber sei das Ergebnis - die Termine zur Verbesserung der medizinischen Versorgung könnten in etwa noch gehalten werden. 

„Ich danke allen beteiligten Ämtern für das schnelle Handeln“, so König. Der Plan sehe nun vor, alles zu tun, dass der Arzt Anfang November seine Arbeit für die Patienten der Region in der alten Schule von Stiege beginnen kann, so König weiter. Mit der Option, auch in Hasselfelde eine Praxis zu eröffnen, eventuell im dortigen Dienstleistungszentrum.

Dr. Jörg Liebsch, ein Mittfünfziger, ist Allgemeinmediziner mit Spezialausbildung für Rettungsmedizin und Balneologie/Klimatologie (Bäderkunde). Er möchte schnellstmöglich mit dem Einzug beginnen. „Eine Praxis einzurichten, ist ja nicht ganz ohne“, sagte der Mann gestern der Harzer Volksstimme. Er verstehe nicht, was alles für Regelungen einzuhalten sind, etwa zum Lärmschutz – „bei einer Arztpraxis!“, so der Mediziner. Eine Woche Zeit sei für das Hin und Her um Genehmigungen und Vorschriften verloren. Er behandele zur Zeit noch seine Patienten im Kreis Segeberg, so Liebsch, rüste sich aber auch schon langsam für den Umzug in den Harz.  

 

Bild: Als Schule ausgedient, als Arztpraxis und Wohnung nun geplant: das markante Fachwerkhaus am Stieger See, vom Schloss aus gesehen.

 

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 08.10.2010

DLRG bietet Kurs für Seepferdchen

(08.10.2010)

Benneckenstein (bfa). Die DLRG-Ortsgruppe ‍Bennecken‍‍stein bietet ab dem 16. Oktober, einem Sonnabend, wieder einen Intensivschwimmkurs „Seepferdchen“ im Harzbad in ‍Ben‍‍neckenstein an. „Der Kurs ist eine Möglichkeit, das Frühschwimmerzeugnis innerhalb von nur zehn Tagen zu erringen“, so Gruppenchef Mathias Becker.

Treff ist jeweils um 10 Uhr. Folgende Disziplinen sind dabei zu absolvieren: 25 Meter Schwimmen, Sprung vom Beckenrand, Heraufholen eines Gegenstandes aus schultertiefem Wasser. Da für diesen Kurs nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, wird um Anmeldung gebeten, Telefon (03 94 57) 407 92 oder  email

 

Volksstimme Wernigerode, 08.10.2010

Besseres Lernen, höhere Löhne eine Chance für die Zukunft

(07.10.2010)

‍Elbingerode war in dieser Woche Gastgeber einer Regionalkonferenz. Zwei CDUMinister haben vor knapp 100 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltungen über die wirtschaftliche Entwicklung und Perspektiven der Region sowie die Folgen des Bevölkerungsrückgangs informiert.

‍Elbingerode. „Diese Harzregion hat in den vergangenen 20 Jahren die deutlichste Entwicklung hin zur Angleichung an das bundesdeutsche Lebensniveau genommen.“ Das schätzte Reiner Haseloff ein, und Karl-Heinz Daehre prognostizierte: „Der Harz wird am intensivsten die Folgen des starken Bevölkerungsrückgangs verspüren.“

In diesem Spannungsfeld aus wirtschaftlichem Erfolg und dramatischen Veränderungen bei der Zahl der in der Region lebenden Menschen und ihres Alters müssen spätestens jetzt die Weichen in die richtige Richtung gestellt werden, so die beiden CDU-Politiker auf der Regionalkonferenz.   

Wirtschaftsminister Reiner Haseloff lobte speziell die Wirtschaftskraft in und um Wernigerode, die für eine nur halb so hohe Arbeitslosigkeit gesorgt habe wie in Halberstadt und Quedlinburg. „Im Harzkreis gibt es fast niedersächsische Verhältnisse. Auch dort im Nachbarland gibt es Regionen mit stärkerer und schwächerer Wirtschaft.“   

Als Vorteile für den Harz bezeichnete Haseloff die Nähe zum Arbeitsmarkt in Niedersachsen, gute Verkehrsangebote und das enorme touristische Potenzial, das zusätzlich für eine hohe Beschäftigung sorge. Der Christdemokrat warnte zugleich, wirtschaftlichen Erfolg in der Flucht in Niedriglöhne zu suchen: „Es gibt noch eine deutliche West-Ost-Spreizung bei den Einkommen speziell im technischen Bereich. Wer künftig nicht gute Löhne und Gehälter bezahlt, der wird gute Fachleute nicht dauerhaft an sich binden können.“ Laut Haseloff diene die hiesige Region längst als Fachkräftereservoir für Niedersachsen.   

Eine Chance für die Zukunft bestehe darin, sogenannten Fernpendlern attraktive Bedingungen zur beruflichen Rückkehr nach Sachsen-Anhalt zu bieten. Der Wirtschaftsminister kündigte zugleich an, mit dem Kultusministerium „das Reservoir in unseren Schulen noch besser auszuschöpfen“. Er wolle sich nicht damit abfinden, das acht Prozent der Schulabgänger keinen Bildungsabschluss erreichten.   

Landesentwicklungsminis   ter Karl-Heinz Daehre nannte Zahlen des Statistischen Landesamtes, wonach der Harzkreis bis zum Jahr 2025 immerhin 20 Prozent seiner Einwohner verliere. Hinter dieser Zahl stünden 47 592 Personen, der landesweite Bevölkerungsrückgang werde mit 18,6 Prozent vorhergesagt.    Müssen die Starken    noch weiter stärken    In jedem Falle stehe die gesamte Gesellschaft vor einer großen Herausforderung. Ob in einem Dorf 250 Menschen lebten oder nur noch 100, eine medizinische Grundversorgung müssen gewährleistet sein. Gleiches gelte für Angebote des öffentlichen Nahverkehrs, bei Schulen und vielem mehr, so Daehre. Er sprach sich vor den Konferenzteilnehmern dagegen aus, diesen dramatischen Bevölkerungsverlust zum alleinigen Problem in Sachsen-Anhalt zu erklären. Solche Vorhersagen gäbe es auch für andere deutsche und europäische Länder, selbst in Japan.   

Der Christdemokrat wandte sich an die in der Region Verantwortlichen mit der Forderung: „Wir müssen die Entwicklung auch als eine Herausforderung begreifen, als eine spezielle Chance erkennen.“ Diese Aufgabe sei nur dann zu lösen, wenn die Starken künftig mehr leisteten. Das, so Karl-Heinz Daehre, erfordere allerdings auch, „wir müssen die Starken noch weiter stärken“.  

Von Tom Koch, Volksstimme Wernigerode, 07.10.2010

Nachtalarm: Harzer an die Schwarze Elster!

(07.10.2010)

Wittenberg/Blankenburg/Ilsenburg/Stadt Oberharz. Harzer Helfer waren gestern im Hochwassereinsatz im Südosten Sachsen-Anhalts.   

Früh um 4.20 Uhr gingen gut 90 Kameraden aus acht Feuerwehren der Feuerwehrbereitschaft Süd des Landkreises Harz in Blankenburg auf Einsatzfahrt, ihr Auftrag: Unterstützung der Feuerwehren in und um Jessen im Landkreis Wittenberg.   

Dort sorgt der Fluss Schwarze Elster seit Tagen für Überschwemmungen (Volksstimme berichtete), die immer schlimmer wurden. „Dienstagnachmittag zeichnete sich ab, dass unsere Hilfe nötig wird, am Abend fiel die Entscheidung“, informierte Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse. Mittwochfrüh erfolgte der Marschbefehl für die Feuerwehren Blankenburg, Cattenstedt, ‍Benneckenstein, Tanne/Sorge, Hasselfelde, Ilsenburg, Elbingerode, Hüttenrode und Wasserleben.    „Gegen 8 Uhr waren unsere Kameraden vor Ort und begannen ihre Einsätze“, so Lohse weiter. Die Harzer sicherten Deiche und Straßen, pumpten Keller aus. Gegen Abend zeichnete sich eine Entwarnung ab, wohl wegen der vielen helfenden Hände, aber auch durch das trockene Wetter. Gestern Abend setzten sich die Harzer nach Hause in Bewegung. Heute soll entschieden werden, ob weitere Hilfseinsätze folgen.

 

B ild: Die Feuerwehrchefs Dietmar Kalow (Ilsenburg), Werner Greif (Blankenburg) und Dirk Czekay (Stadt Oberharz, hier von links) im Hilfseinsatz gegen das Hochwasser bei Jessen/Landkreis Wittenberg.
 
Bild: Straßen wurden von der Schwarzen Elster unterspült oder in Seen verwandelt.
 
Bild: Mit Sandsäcken verstärkten gestern Harzer Feuerwehrleute Dämme und Straßen bei Jessen. Fotos (3): privat

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 07.10.2010

Meinung zu Arztproblem: „Ich bin entsetzt!“

(06.10.2010)

Zum Arztproblem in ‍Stiege (Volksstimme gestern) schreibt Michael Schubert, SPD Kreischef und und Vorsitzender des Kreisausschusses Gesundheit/Soziales:   

„Ich habe in der Volksstimme vom Arztproblem in ‍Stiege   gelesen – und bin entsetzt! Ich weiß, wie schwierig es ist, heutzutage einen Arzt im ländlichen Bereich anzusiedeln. In ‍Stiege hat man nun endlich einen, das ist ganz, ganz selten. Andere Orte auch bei uns im Harzkreis würden sich die Finger ablecken. Wir haben so viele Probleme mit der Patientenversorgung im Bereich Hasselfelde und ‍Stiege, und die Verbesserung soll nun an einer Umwidmung der Schule hängen? Das kann nicht sein! Ich hoffe und erwarte, dass in den angekündigten Gesprächen eine Lösung gefunden wird.“  

Bild: Michael Schubert
Volksstimme Wernigerode, 06.10.2010

Gesuchter tot aufgefunden

(06.10.2010)

Elbingerode (dr). Der 20-jährige Christoph Rech, der am Montagmorgen aus dem Fachkrankenhaus für Suchtkranke in ‍Elbingerode im Harzkreis geflüchtet war, ist in einem nahen Steinbruch tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei hatte sich der junge Mann auf dem Gelände der Fels-Werke einen rund 40 Meter tiefen Abhang heruntergestürzt. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 20-Jährigen feststellen. Er galt als suizidgefährdet.

 

Volksstimme Wernigerode, 06.10.2010

Stiege kämpft um einen Arzt und stößt an bürokratische Hürde

(05.10.2010)

Ein Allgemeinmediziner aus dem hohen Norden würde gern nach Stiege ziehen und eine Praxis eröffnen. Bürger warten längst darauf - doch nun droht alles an einer bürokratischen Hürde zu scheitern. Der Ortschef schlägt Alarm.      Stiege/Hasselfelde. Seit Monaten herrscht in Hasselfelde und Stiege Ärztemangel, müssen Einwohner für einen Arztbesuch sogar über Land fahren (wir berichteten). Nun aber gibt es einen Lichtblick.   

Wie Stieges Ortsbürgermeister gestern informierte, ist ein Allgemeinmediziner (und Eisenbahnfreund) aus Bad Segeberg in Schleswig-Holstein bereit, nach Stiege zu kommen und eine Praxis zu öffnen. Pachten würde er die leerstehende Schule, mit Option zum Kauf für Praxisräume und Wohnung. Eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt dafür liege auch schon vor.   

„Es kann und muss Anfang November losgehen, denn dann ist der Mann in Schleswig-Holstein abgemeldet“, so König. Dem stünde auch nichts im Wege – wenn nicht plötzlich   eine Umwidmung der Schulräume durch die Verwaltung zu Praxisräumen nötig wäre.   

„Nach einer Umwidmung hat bei Dr. Jansen auch niemand gefragt“, kann sich König nur wundern und schlägt zugleich Alarm. Denn einer Aussage ihm gegenüber zufolge könne so eine Umwidmung gerne mal ein halbes Jahr dauern. „Dann ist unser Mann weg, in der Altmark und Börde werden auch Ärzte gebraucht“, so König.

Das Thema soll nun heute abend mit vor den Stadtrat Oberharz. Für Donnerstag haben sich Fachleute von Kreis und Stadt zum Lokaltermin in Stiege angesagt. Sie werden dort dringendst erwartet.

 

Bild: Stieges Ortschef Rolf König vor der leeren Schule, die nach Vorschlag des Ortsrates ein medizinisches Zentrum werden soll. Der Arzt steht quasi vor der Tür, ober er reindarf, ist plötzlich offen. Fotos (2): Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 05.10.2010

Gericht drängt auf die Fusion Allrode-Thale

(05.10.2010)

Stadt Oberharz/Magdeburg/ Thale (bfa). Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat per Beschluss vom 29. September den Landkreis Harz „verpflichtet“, den umstrittenen Gebietsänderungsvertrag zwischen der Stadt Thale und der Gemeinde ‍Allrode „zu genehmigen“. Dabei wird erneut hervorgehoben: „Gewichtige landsmannschaftliche und historische Verbindungen zwischen der Gemeinde ‍Allrode und dem Gebiet der Stadt Oberharz am Brocken sind nicht feststellbar“, wie aus dem insgesamt 12-seitigen Papier der 9. Kammer des Gerichtes hervorgeht. Hintergrund ist die Klage der Stadt Thale gegen den Harzkreis.

Thales Bürgermeister Thomas Balcerowski kündigte an, dass die Stadt nun Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen den Landkreis einleiten, sprich Zwangsgelder einfordern werde. Ob der Harzer Kreisverwaltung Rechtsmittel nutzen und gegen den Gerichtsbeschluss vor das Oberverwaltungsgericht ziehen wird, blieb gestern offen. „Davon gehe ich stark aus“, sagte der Vizebürgermeister der Stadt Oberharz, Roland Krebs.

 

Volksstimme Wernigerode, 05.10.2010

Tag der Einheit: Ich dachte als Kind, der Brocken ist im Westen

(04.10.2010)

Mit guten Worten, persönlichen Erinnerungen und Stippstöreken beim Imbiss feierten rund 300 Gäste der Stadt Oberharz am Sonnabend in den Tag der deutschen Einheit. „Eine gelungene Veranstaltung“, sagten viele – zwischen Lob, Stolz und gegen Jammerei.     

Elbingerode. „Unsere Kinder können sich nicht vorstellen, dass der Harz mal geteilt war“, sagte Landrat Dr. Michael Ermrich mit Blick auf die Wiedererringung der deutschen Einheit vor 20 Jahren, und: „Wir waren dabei!“.   

Ermrich war nach der Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Flügel der erste Redner bei der Festveranstaltung anlässlich des Jubiläums am Sonnabend in der Bodfeldhalle Elbingerode. Rund 300 Vertreter der gesamten Stadt Oberharz am Brocken sowie Gäste hatten sich feierlich versammelt. Die Halle selbst sei eines der vielen Ergebnisse der Entwicklung seit 1990, wie betont wurde – neben Straßen, Telefonverbindungen, geordneter Wasserwirtschaft, Umweltschutz, der Harzer Schmalspurbahn und, und, und.    Michael Ermrich erinnerte unter anderem an die von Kalk und Asche einst weißen Dächer von Rübeland oder daran, dass die Ölheizung im Ofenbau Königshütte auf Braunkohle zurückgestuft wurde. Bei allen Problemen, die es auch gebe, sei Großes geleistet worden.   

Etliche Festredner brachten ihr ganz persönliches Erleben der Einheit zur Sprache. „Ich habe als Kind immer gedacht, der Brocken liegt im Westen“, gab Andreas Flügel zu. Und als er dann gemerkt habe, dass der Brocken doch im Osten liegt, nutzte es nichts, denn hinauf kam trotzdem niemand.      Flügel dankte allen Akteuren und Aktivisten vom Herbst 1989 bis zur Einheit elf Monate später: „Ihr habt alles richtig gemacht, weil ihr gehandelt habt, wer nicht gehandelt hätte, hätte alles falsch gemacht.“   

Dr. Hans Henning Lippe erinnerte an die von ihm maßgeblich mit organisierten Proteste und an die Friedensgebete, die in Elbingerode nicht wie in Leipzig montags stattfanden,   sondern donnerstags . „Es war unser Donnerstag“, sagte Lippe, und auch der Mauerfall „prallte in unser Gebet“, so Lippe. Denn der 9. November 1989 war ein Donnerstag.    Lippe erinnerte an die großen Demonstrationen in Elbingerode am 21. Januar und am 31. März 1990 für demokratische Veränderungen und an Mitstreiter wie Friedrich Schulz oder Dieter Fehsecke, ebenso an die verstorbenen Dr. Thomas Hellweg sowie Pfarrer Friedhelm Schnee und Alfons Schäfer – beide die „geistlichen Führer“ der Bewegung damals, wie Lippe bewegt sagte.    ‍

Benneckensteins Bürgermeister a. D. Heinz Möhwald erinnerte sich, dass seine Frau just in der Wendezeit eine Auszeichnungsreise nach Tadschikistan bekam - und die DDR bei der Rückkehr nach 14 Tagen kaum wiedererkannte.   

Wie in ‍Benneckenstein mit Kurpark, Hallenbad u. a. m. so habe sich überall viel getan. „Gehen Sie mit offenen Augen durch Ihren Ort!“, forderte Möhwald. Ob die Gebietsreform jedoch die erhofften Einsparungen bringt, bezweifelte   Möhwald. Er beglückwünschte die heutigen Ortschefs zu dem Namen „Stadt Oberharz“ und wünschte ihr Erfolg.   

Peter Lübcke aus Elbingerodes Partnerstadt Gehrden hat vor 1989 hinter der Grenze auf Elend geschaut und nie geglaubt, dass es die Einheit geben würde, aber immer gehofft, wie er sagte. Lübcke erinnerte auch an die Tradition des Austausches von Auszubildenden, und dass diese etwas eingeschlafene Partnerschaft wiederbelebt werden sollte.    Die „klangvollen Namen“ aller zehn Ortsteile der neuen Stadt Oberharz von Stiege bis Elend zählte Karin Wode ganz   langsam und wohlbetont auf. Das Zusammenwachsen in den letzten Jahren zu erleben, sei „unglaublich schön“.

Die Bürgermeisterin von Elbingerode in Niedersachsen erinnerte an viele Begegnungen. Sicher gebe es immer auch Probleme, aber es sollte aufgehört werden mit „Jammerei“ und dem erstmal sagen, wie etwas nicht geht, so Karin Wode. Dafür sollte wieder mehr angeknüpft werden an den Elan von 1990.   

Der Abend klang mit dem Gesang der Nationalhymne und dann mit einem Imbiss aus, bei dem Erinnerungen zur Sprache kamen und neue Kontakte geknüpft wurden.  

 

Bild: Julia Hoffmann und das gleichnamige Trio begleiteten die Gäste auch beim Festabschluss, dem Gesang der Nationalhymne. Fotos (3): Falkner
 
Bild: Die Festredner-Riege, von links: Karin Wode, Heinz Möhwald, Peter Lübcke, Gastgeber Andreas Flügel, Hans-H. Lippe, Michael Ermirch.

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 04.10.2010

Arbeitsmarktbericht September: Quote weiter deutlich im Sinkflug

(01.10.2010)

Wernigerode (im). Die Arbeitslosigkeit im früheren Landkreis Wernigerode ist von August auf September erneut gesunken, insgesamt um 120 Personen bzw. 0,3 Prozent auf eine Quote von 6,4 Prozent.   

Laut Statistikbericht der Halberstädter Arbeitsagentur sind somit momentan 2888 Frauen und Männer ohne Job. Dabei meldeten sich 1115 Personen neu oder abermals erwerbslos. Das waren 170 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1210 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-358). Seit Jahresbeginn gab es nach Angaben der Behörde 11 654 Arbeitslosenmeldungen. Das ist ein Minus von 1222 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 12 049 Abmeldungen von Betroffenen (-943).   

Der Bestand an Stellen ist im September um zwölf auf 324 gestiegen. Arbeitgeber meldeten in diesem Monat 218 neue Plätze, 21 mehr als vor einem Jahr. Seit 1. Januar 2010 konnte die Agentur 1837 Arbeitsstellen in ihren Bestand aufnehmen. Dies bedeutet im Vergleich zu 2009 einen Zuwachs von 555.     

Im Altkreis Halberstadt ist die Quote zuletzt mit 0,8 Prozent am deutlichsten gesunken (Quedlinburg -0.4 Prozent).   

Aus dem benachbarten Goslar wurde gestern ebenfalls eine weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt gemeldet. Mit erstmals weniger als 7000 Betroffenen konnte sogar der niedrigste Septemberwert seit 15 Jahren registriert werden. Zudem nimmt dort die Personalnachfrage weiter zu. Seit Beginn dieses Jahres haben Arbeitgeber 3001 Stellen gemeldet. Das sind 23 Prozent mehr als 2009.

 

Volksstimme Wernigerode, 01.10.2010

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Debatte um Verwaltungssitz, Hasselfeldes Ortschef: „Es kann nicht sein, dass wir nun bestraft werden“

(01.10.2010)

Die Debatte um die künftige zentrale oder dezentrale Verwaltung der Stadt Oberharz am Brocken geht weiter. Der Bau des Dienstleistungszentrums Hasselfelde sei keine Verschwendung, sondern eine Investition, die zu nutzen ist, sagt Hasselfeldes Ortschef. Er weist Kritiken vom Stadtchef in ‍Elbingerode zurück.   

Hasselfelde. „Die Verwaltung der Stadt Oberharz könnte durchaus geteilt bleiben. Die Sache mit unserem Dienstleistungszentrum ist etwas komplizierter und war vor allem keine Geldverschwendung.“   

Das sagt Hasselfeldes Ortsbürgermeister Heiko Kaschel. Er reagiert damit auf die Argumentation von Stadtbürgermeister Andreas Flügel, wo nach Hasselfeldes Dienstleistungszentrum nicht unbedingt weiter ein Standort für die Kernverwaltung Oberharz sein muss. Diese sollte in Bälde kostengünstig   und effektiv in ‍Elbingerode zusammengefasst werden (Dienstagausgabe). Hasselfelde bekäme dann ein gut ausgestattetes Bürgerbüro für die schnelle Erledigung aller wichtigen Belange der Einwohner.   

„Gut und schön, aber es kann auf der anderen Seite nicht sein, dass in ‍Elbingerode Kapazitäten geschaffen werden, während wir sie hier in Hasselfelde haben“, so Kaschel wei   ter. Er weist die Kritik am Bau des Dienstleistungszentrums zurück: „Wir standen damals vor der Wahl, rund eine Million Mark in das marode, aber ohnehin zu kleine Rathaus zu stecken oder eben dieses Zentrum zu bauen. Mit dem Bau haben wir zugleich einen langjährigen Schandfleck in Stadtmitte beseitigt. Das wird oft vergessen, denn dort stand ja die Sägewerk-Ruine.“   

Es sei vielmehr ein Glück gewesen, argumentiert Kaschel, dass damals ein Investor gefunden wurde, der dieses Vorhaben inklusive der Gestaltung des Platzes auch mit Parkplätzen und Kaufhalle gemeinsam mit der Kommune realisiert hat. „Dass es dann zur Fusion mit ‍Elbingerode kam, konnte damals noch niemand absehen, wir wollten vorbereitet sein.  

Dass Änderungen kommen würden, war abzusehen, aber nicht, welche“, so Kaschel. Wenn jetzt gegen das Dienstleistungszentrum argumentiert werde, müsste ja auch gleich gegen all die anderen Bauten in Hasselfelde - Kindertagesstätte, Kinderkrippe, an der Turnhalle – usw. geredet werden. Die Kommune habe zwei Schulhäuser verkauft, und der Rathaus-Verkauf stehe kurz bevor, so dass die Stadt Oberharz viel Geld spare. „Es kann aber nicht sein, dass wir hier bestraft werden, weil wir damals investierten“, so Hasselfeldes Ortschaftschef. Über die Verwaltungssitze und Nutzung der Gebäude sollte daher noch genauer beraten werden.  

 

Bild: Heiko Kaschel
 
Bild: Das Dienstleistungszentrum Hasselfelde mit Arztpraxis, Oberharz-Polizeistation und (umstrittenem) Teil der Stadtverwaltung. Foto: Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 01.10.2010

Streit nun offen – Kernverwaltung der Stadt Oberharz soll konzentriert werden

(28.09.2010)

Bisher verdeckt, bricht der Streit um die Verwaltung für die Stadt Oberharz nun offen aus: Vertreter von Hasselfelde wollen Ämter behalten, um ihr Dienstleistungshaus zu füllen – ‍Elbingerode will die Kernverwaltung konzentrieren und gute Bürgerbüros für Hasselfelde/Benneckenstein, wie es der Fusionsvertrag vorsieht.      ‍

Elbingerode/Hasselfelde. Es stimme, dass die derzeitigen Verwaltungsräume in ‍Elbinge‍‍rode und Hasselfelde nicht reichen, um die Lenkung der Stadt Oberharz am Brocken an einem Standort konzentrieren zu können. Deshalb bleibe die Verwaltung noch verteilt.     

Das sagte Stadtbürgermeister Andreas Flügel jüngst vor dem Rat und erneuerte es gegenüber der Harzer Volksstimme. Aber mit einem etwas deutlicheren Zusatz: „Dies gilt natürlich nur für den Moment. Denn berücksichtigt man den geplanten Personalabbau durch Altersteilzeit und Verrentung, ist die Verwaltung durchaus bald in den beiden Rathäusern in ‍Elbingerode zu konzentrieren.“ Dazu seien diese Häuser auch sehr gut geeignet, weil in den letzten Jahren saniert. Lediglich einige Räume müssten noch ausgebaut werden. „Dann hätten wir denkmalgeschützte, eigene Gebäude, für die keine Miete zu zahlen ist, wie etwa im Hasselfelder Dienstleistungszentrum“, so Flügel weiter. Hasselfelde erhalte ein qualifiziertes Bürgerbüro für alle direkten Belange der Einwohner, so, wie es bei der Stadtgründung auch vereinbart worden sei.   

Flügel reagiert damit auf den Vorstoß der Abgeordneten Bernd Ehrlich und Andreas Krüger (beide Bürgerfraktion, Hasselfelde), wonach es nicht hingenommen werde, wenn das dortige Dienstleistungszentrum die Verwaltungssitze verlöre, weil sie „in einen Neubau“ nach ‍Elbingerode verlegt würden (wir berichteten). Er verstehe nicht, so der Stadtbürgermeister, warum gerade die Bürgerinitiative Oberharz den umstrittenen, in Benneckenstein wie auch von der Bürgerinitiative damals selbst kritisierten Hasselfelder Neubau jetzt so vehement verteidige. „In ‍Elbingerode hätten wir damals auch das alte Gebäude des Abwasserverbandes übernehmen können und eine passende Verwaltung für die sich abzeichnende Oberharzstadt parat gehabt“, erinnert Flügel: „Aber wir haben das nicht getan, eben aus Verantwortung gegenüber den Bürgern, denen wir die Kosten nicht aufdrücken wollten.“  

In Hasselfelde sei aber gebaut worden, habe nun die Stadt Oberharz samt Bürgern die Kosten dafür zu tragen. „Aus meiner Sicht“, so Flügel, „ist es nicht einzusehen, warum wir langfristig auf eine effektive und kompakte Verwaltung in ‍Elbingerode verzichten sollen.“  

 

Bild: Eins der sanierten Rathäuser in Elbingerode: Ein paar ausgebaute Räume mehr, und es reicht für die Kernverwaltung ...  
 
Bild: Rudolf Beutner (links) und Stadtchef Andreas Flügel: Kompakte, effektivere Kernverwaltung in Elbingerode langfristig unverzichtbar ...
 
Bild: Bernd Ehrlich (re.): Hasselfeldes Gebäude darf nicht leer stehen..Fotos (3): B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 28.09.2010

Verband für Holtemme-Fusion, Flügel: „Ein Nein wäre das Schlechteste für die Bürger“

(24.09.2010)

Die Fusion der Abwasserverbände Holtemme und Oberharz steht weiter an. Der Verband Oberharz beschloss am Mittwoch den Vertrag dazu. Der Stadtrat hielt sich unlängst zurück, wir berichteten, und tagt am 5. Oktober erneut. Bürgermeister Flügel: „Rückzieher wäre ein Witz.“   

Wernigerode/Stadt Oberharz. Die Fusion der Abwasserverbände „Oberharz“ und „Holtemme“ rückt näher, bleibt aber noch offen. Die Verbandsversammlung des   Wasser- und Abwasserzweckverbandes Oberharz beschloss am Mittwoch die Annahme des Vertragsentwurfs zum Zusammengehen beider Verbände.   

„Es ist ein weiterer Schritt in unserem Fahrplan zur Fusion, die wir nun seit einigen Jahren anstreben“, kommentierte Oberharz-Stadtbürgermeister Andreas Flügel das Votum. Beschlossen wurde genau jener Vertrag, den der Stadtrat letzte Woche wegen einiger Unwägbarkeiten aus Sicht der Ratsmitglieder vertagt hatte. Vor allem die Gebührenfrage sollte danach konkreter gefasst werden (wir berichteten). Doch genau das gehe nicht, argumentiert Flügel, der Vertrag schreibe das höchstmögliche Ziel fest, durch die Zusammenlegung langfristig erträgliche Gebühren zu erreichen.   

Das sieht auch Tannes Vertreter Frank Damsch so, der nach Ablehnung des Fusionsvertrages im Ortsrat Tanne dennoch Zustimmung signalisieren konnte, weil die Hinweise aus Tanne bereits mit in den Vertrag einflossen. Sie betreffen den Einsatz für eine „Vereinheitlichung“ der Gebühren im gemeinsamen Verbandsgebiet und für die Nutzung von Spareffekten bei Trinkwasser durch Zusammenarbeit der Verbände Holtemme, Oberharz und Blankenburg.   

Manchen Räten war das nicht konkret genug, wie in der Sitzung deutlich wurde, Flügel sieht es als derzeit besten Kompromiss und hofft, dass der Stadtrat in der nun anberaumten Extratagung ebenfalls zustimmt. „Es ist die logische Konsequenz aus der seit sechs Jahren betriebenen intensiven   Arbeit“, so Flügel: „Die Vertagung war schon kein gutes Signal, aber jetzt, nach all dem, was wir erarbeitet und erreicht haben, einen Rückzieher zu machen, wäre ein Witz. Ein Nein wäre genau das Schlechteste, was man für die Bürgerinnen und Bürger tun kann.“   

Denn, so Flügel weiter, es gebe aus seiner Sicht keine vernünftige Alternative zur Regelung dieser Fragen. Prognosen zeigten, dass die Bevölkerung der Stadt Oberharz im Laufe der nächsten 15 Jahre noch einmal um 23 Prozent zu   rückgehe. Von etwa 13 000 auf dann nur noch rund 10 000 Einwohner. Was das bei bleibenden festen Kosten für die Wasser- und Abwasseranlagen bedeute, könne sich jeder selbst ausrechnen. „Das wurde längst hin- und herdiskutiert“, so Flügel: „Es gibt keine bessere Lösung, aber jedes Zaudern in der Arbeit mit unseren Partnern geht letztlich zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger.“   

Der Stadtrat behandelt das Thema am 5. Oktober öffentlich ab 19 Uhr im Haus Bodfeld in ‍Elbingerode.

 


Volksstimme Wernigerode, 24.09.2010